Kontakt 61

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bielefeldgibtsnicht
Inventar
#1 erstellt: 15. Feb 2025, 11:33
Gibt es Erfahrungen mit Kontakt 61?
Ist es eine weniger aggressive Alternative zu Kontakt 60?
Bildet es Rückstände, die (mechanisch) entfernt werden müssen?

Gerd
flexiJazzfan
Inventar
#2 erstellt: 15. Feb 2025, 12:37
Laut Sicherheitsdatenblatt enthalten beide Produkte die gleiche Rezeptur an Alkoholen und Mineralölen. https://webapps.crce...an-1-BDS000555AE.pdf

Allerdings wird/wurde Kontakt 60 als „oxidlösender Kontaktreiniger“ bezeichnet und Kontakt 61 als „feuchtigkeitsverdrängendes Schutzöl“ beworben.

Aus der Rezeptur von K60 kann ich jedoch keine explizit oxidlösende Chemikalie herauslesen. Die Datenblattbezeichnung ist auch „Detergenz“. Ich denke hier wurde die Rezeptur etwas in Richtung Alkohol und leichtfließende Kriechöle (innerhalb der Datenblatttoleranzen) gehalten. Eine echte Oxidlösung ohne mechanische Hilfe bezweifle ich.

Die Rezeptur von K61 ist wahrscheinlich mit etwas mehr schwerflüchtigen Ölen angereichert. Die Datenblattbezeichnung ist „Schmiermittel“.

Ich persönlich würde ein zweistufiges Vorgehen empfehlen: zuerst mit reinem Alkohol vorreinigen und die sichtbaren abgeflossenen Rückstände beseitigen und trocknen und dann mit einem Kriechöl "konservieren" und schmieren.

Gruß
Rainer
fplgoe
Inventar
#3 erstellt: 15. Feb 2025, 14:03

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #1) schrieb:
...Kontakt 61 / Kontakt 60? Bildet es Rückstände, die (mechanisch) entfernt werden müssen?...

Dann wäre es eine Fehlkonstruktion. Wenn man an die Kontakte direkt herankommt, wäre das Mittel mehr oder weniger überflüssig.

Ich bin nicht gerade ein Fan der Kontakt-Chemie Produkte, aber wirklichen Murks produzieren sie nicht. Viele Artikel verwenden wir bei uns auch.

Du hast nicht geschrieben, was Du damit machen willst, aber gerade für empfindliche Elektronik gibt es z.B. 'Kontakt Tuner 600', wobei es da weniger um die Kontakte geht, sondern darum, dass die restliche Elektronik, Platinenschutzlacke, Vergussmassen, Kunstsoffversiegelungen etc., nicht angegriffen werden.
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#4 erstellt: 15. Feb 2025, 14:39
Ich habe erstmal außenliegende, frei zugängliche, Kontakte im Auge.
Also Netzstecker, Cinch-Verbindungen (Stecker-Kupplung), Es würde erst am Lautsprecheranschluss enden.

Das Geräteinnere soll erstmal nicht angerührt werden. Da kann zu viel Spray auch Schaden anrichten.
Ein kurzer zu langer Druck auf den Sprühknopf und schon ist es passiert. Das Entfernen des "Zuviel" ist dann immer aufwendig.

Gerd
Rabia_sorda
Inventar
#5 erstellt: 15. Feb 2025, 14:52
Immerhin sollte K60 nach dem Einsatz (nicht ohne Grund) wieder ausgespült werden und dazu empfiehlt sich K61 oder WL. Letztere brauchen nicht ausgespült zu werden und können verbleiben, denn das sind "Schutzöle" und nicht aggressiv wie K60.
Nemesis200SX
Inventar
#6 erstellt: 15. Feb 2025, 14:53
Als das was du zuvor mit Fett eingerieben hast da soll jetzt noch ne kleine Ölschicht drüber?

Dass dieses Öl nicht leitet hast du gesehen? Warum man damit Netzstecker und Chinchstecker an den Kontakten behandeln will erschließt sich mir nicht ganz.
fplgoe
Inventar
#7 erstellt: 15. Feb 2025, 14:54

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #4) schrieb:
Ich habe erstmal außenliegende, frei zugängliche, Kontakte im Auge....
Dann wischst Du doch aber die Kontakte ohnehin eher mit einem Läppchen und dem Kontaktreiniger darauf ab. Was da dann als kleiner Rest zurückbleibt, ist doch nebensächlich. Wie stellst Du Dir den Einsatz des Kontaktreinigers denn ansonsten vor? Erst damit reinigen und danach mit einem aggressiven Lösungsmittel die Reste entfernen?


[Beitrag von fplgoe am 15. Feb 2025, 14:54 bearbeitet]
Skaladesign
Inventar
#8 erstellt: 15. Feb 2025, 14:59
Versuch doch mal das hier Uni Blue
Rabia_sorda
Inventar
#9 erstellt: 15. Feb 2025, 15:01

Skaladesign (Beitrag #8) schrieb:
Versuch doch mal das hier Uni Blue




Ab dem 1. April 2016 im Fachhandel


[Beitrag von Rabia_sorda am 15. Feb 2025, 15:02 bearbeitet]
Skaladesign
Inventar
#10 erstellt: 15. Feb 2025, 15:08
B-Bear
Stammgast
#11 erstellt: 15. Feb 2025, 15:16

Skaladesign (Beitrag #8) schrieb:
Versuch doch mal das hier Uni Blue



Das beste:
Man darf das Produkt nur nicht überdosieren, da es durch eine übermäßige Anreicherung der Raumluft mit Silber-Ionen zu lokal begrenzten Regenfällen kommen kann, was bei elektrischen Geräten zum Kurzschluss und bei Menschen zu schnupfen und Erkältung führt.

Rabia_sorda
Inventar
#12 erstellt: 15. Feb 2025, 15:19
Klasse! Dann braucht man sich sogar gar nicht mehr um das Blumengießen kümmern. Das Zeug wird mir immer sympathischer
Skaladesign
Inventar
#13 erstellt: 15. Feb 2025, 15:25
Da muss man halt die ganze Anlage gut einfetten, wegen Korrosion und so , eventuell hiermit
fplgoe
Inventar
#14 erstellt: 15. Feb 2025, 15:26
In der Dusche einmal über Kopf gesprüht, schwupp hat man Regelwald-Feeling!
Rabia_sorda
Inventar
#15 erstellt: 15. Feb 2025, 15:36
Mit dem Klangfett bekommt man aber fettige Finger.
Einfach den darüber stellen ...

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flexiJazzfan
Inventar
#16 erstellt: 15. Feb 2025, 17:36
Man kann euch erklären, was man will, ihr bleibt bei euren Behauptungen etwa „agressiv“ , „keine Rückstände“ . Echte Oxide und nicht nur verharztes Fett kann man nur mit Säuren lösen, nicht mit Detergenzien oder Alkohol.
Macht nichts, Gerd will ja sowieso nur seine Stecker polieren – oder wieder mal ein Thema anzünden. Und ich dachte er will echt ins Geräteinnere.

Für außenliegende Oberflächen nehme ich in der Regel etwas „Glasreiniger“, der meist auch als „Kunststoffreiniger“ bezeichnet ist. Er enthält ein wenig Alkohol und etwas Tensid und man kann bequem etwas auf ein Läppchen machen und damit alles abwischen – fertig. Einfacher und billiger geht es nicht, ist in jedem Haushalt irgendwo.

Nachträgliches ölen ist für Steckkontakte aller Art im Home Hifi Bereich völlig unnötig.
Gruß
Rainer
Uwe_Mettmann
Inventar
#17 erstellt: 15. Feb 2025, 18:21

flexiJazzfan (Beitrag #16) schrieb:
Nachträgliches ölen ist für Steckkontakte aller Art im Home Hifi Bereich völlig unnötig.

…und bleibt nur im Laufe der Zeit Staub und sonstiger Dreck dran kleben.

Wenn man dann das nächste Mal die Kontakte reinigt, hat man doch das Erfolgserlebnis, wie sinnvoll das Ganze ist, weil schwarzes Zeug beim Reinigen runterkommt.

So sieht ein Cinchstecker einer Billigstrippe aus, der über 20 Jahre irgendwo rumgelegen hat:



Alles noch blank, reinigen unnötig. Warum soll dies bei anderen Steckern und Buchsen, die qualitativ hochwertiger sind, in nur wenigen Jahren notwendig sein?

@ flexiJazzfan
Also volle Zustimmung.


Gruß

Uwe


[Beitrag von Uwe_Mettmann am 15. Feb 2025, 18:22 bearbeitet]
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#18 erstellt: 15. Feb 2025, 22:41
Ich nehme auch gerne Tipps an für's Geräteinnere:

Geht es denn so weit, dass ich knackende Schalter oder kratzende Potis ausbauen sollte und dann reinigen und pflegen?
Ist dafür K-61 empfehlenswert?

Die außenliegenden Kontakte kann ich auch weiterhin mit Isopropanol reinigen.
Hier eventuell zusätzlich mit Ballistol reinigen und konservieren?
Entfernt auf jeden Fall Oxyde.

Gerd
flexiJazzfan
Inventar
#19 erstellt: 15. Feb 2025, 23:46
Es gibt an Nickel, Chrom, Rhodium, Gold nichts zu konservieren und eben auch keine Oxide zu beseitigen. Allerdings sind die "audiophilen" Kupfer- oder gar Silberstecker da ein ganz anderes Problem(chen).
Ballistol ( https://de.wikipedia.org/wiki/Ballistol) riecht zwar lecker, besteht aber hauptsächlich aus reinem Paraffinöl. Wieder mal ein Buzzword mit dem wir uns weiter beschäftigen sollen. Das moderne Universalkriechöl ist WD 40, kann man auch in die Schalter sprühen.

Gruß
Rainer
Nemesis200SX
Inventar
#20 erstellt: 16. Feb 2025, 00:01
Ballistol verwende ich zur waffenreinugung weil ich hier ne Konservierung der Teile will. Die werden nämlich mechanisch stark beansprucht und auch verschmutzt. Das öl hinterlässt nen spürbar schmierigen Film, auf Kontakten würde ich den nicht haben wollen.
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#21 erstellt: 16. Feb 2025, 10:06
WD-40 Kriechöl in die Schalter sprühen?
Würde ich, wenn überhaupt, nicht unkontrolliert versprühen (Der Druckpunkt erlaubt kein kontrolliert dosiertes sprühen).
Wenn ganz vorsichtig aufbringen, mit Q-Tip oder Zahnstocher mit etwas Watte an der Spitze.

D-40 in Die Schalter? Ich bin nicht überzeugt.

WD 40 macht auch ein Kontaktspray, kenne ich aber gar nicht.

https://www.amazon.d...5978892&gad_source=1

Gerd
Nemesis200SX
Inventar
#22 erstellt: 16. Feb 2025, 10:24
warum musst du überhaupt irgendwas reinsprühen? Fürs Gewissen?
fplgoe
Inventar
#23 erstellt: 16. Feb 2025, 10:33
Ich würde da mit Uwe Mettmann auf einer Linie liegen, selbst die alten Stecker aus dem Keller sind nicht durchgerostet.
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