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Brummen Dual 1218 / Denon PMA 717+A -A |
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Autor |
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bobhund
Schaut ab und zu mal vorbei |
21:03
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#1
erstellt: 02. Jan 2015, |
Ich betreibe seit einigen Tagen einen alten Dual-Dreher an einem alten Denon-Verstärker. Beide Geräte sind größtenteils unverbastelt. Einzig am Denon habe ich das Netzkabel neu angelötet und dabei auch das grün-gelbe Kabel so angelötet, dass es Kontakt mit dem Gehäuse hat (war vorher einfach abgeschnitten), die anderen beiden Adern hingen lose ins Gehäuse. War offensichtlich nicht original... Ich kann ein (zum Glück recht leises) Brummen wahrnehmen, wenn der Plattenspieler im Leerlauf ist. Sobald ich den Starthebel betätige und der Arm sich in Bewegung setzt, hört das Brummen auf. Besser so als umgekehrt, aber dennoch störend, wenn man die Lautstärke nicht sofort runterregelt, wenn eine Platte durchgelaufen ist... Zu den Anschlüssen noch: zwischen Dual-Din-Stecker und Denon-Cinch-Buchsen hängt ein altes Adapterkabel aus der Bastelkiste mit eigenem Massekabel. Das Massekabel habe ich zwischen die beiden Außenringe der Din-Steckverbindung geklemmt, weil das Brummen dadurch wesentlich an Intensität verliert gegenüber einem Anschluss an der entsprechenden Gehäuseschraube am Denon. Ist das normal? ![]() Wenn ich den Plattenspieler übrigens vom Adapterkabel trenne, wird das Brummen richtig laut (!) und variiert auch in der Intensität, wenn ich es ein wenig hin- und herbewege. Trenne ich den Adapter vom Denon, ist er brummfrei (naja, außer man dreht ihn ganz auf, dann hört man aber eher ein Grundrauschen). Meine Frage ist nun: Ist der Adapter einfach fehlerhaft und sollte ersetzt werden? Selber löten oder gibt es zuverlässige Quellen mit hochwertigen und bezahlbaren Adaptern? Oder sollte ich den Schritt wagen und den Dual verstümmeln? Sollte ich dann den Din-Stecker einfach abschneiden und durch Cinch-Stecker ersetzen? Oder lieber das Gerät öffnen und den "offiziellen" Umbau vornehmen, wo man auch am Gerät noch einige kleinere Änderungen vornehmen muss (Anleitung liegt mir vor)? Ich habe zum Thema schon viel gelesen, aber eigentlich steigt nur die Verwirrung... Vielen Dank im Voraus für alle Hilfestellung! |
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evilknievel
Inventar |
21:44
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#2
erstellt: 02. Jan 2015, |
Hallo, tendenziell hört sich Deine Beschreibung nach einem defekten Adapter an. ich würde den offiziellen Umbau vornehmen und zusätzlich die Stellung des Kurzschließers überprüfen. Als zweites würde ich auch die Kontakte am Headshell/Tonarm säubern. Es kann sein, daß durch Oxidation die Signalübertragung/Masseleitung gestört ist. Gruß Evil |
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akem
Inventar |
21:56
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#3
erstellt: 02. Jan 2015, |
Der Phonoeingang Deines Verstärkers hat eine sehr große Verstärkung und ist mit einem CD-Player-Eingang nicht zu vergleichen. Wenn Du da ein offenes Kabel dranhängst, hast Du eine prima Antenne, die sich jegliche Störungen aus der Luft fischt. Das Brummen vom Player kommt ebenfalls aus der Luft. Vermutlich steht der Dreher zu nahe am Verstärker bzw. der Tonabnehmer ist zu nahe am Verstärker und der wird durch das Streufeld des Verstärker-Trafos gestört. Wenn Du START drückst wird im Plattenspieler mechanisch ein sog. Kurzschließer betätigt, der das Ausgangssignal des Tonabnehmers kurzschließt. Deshalb verschwindet das Brummen dann. Nach öffnen des Kurzschließers ist entweder der Arm schon weit genug vom Trafo entfernt und brummt deshalb nicht mehr oder das Brummen ist so leise, daß es im Rillengeräusch untergeht und Du es deshalb nicht mehr hörst. Zum Adapter: Dein Plattenspieler hat eine alte Verbindungsnorm, DIN. Da werden die Minus-Anschlüsse auf Masse genagelt und mit der Chassis-Masse des Drehers zusammengeschlossen. Das wird dann zentral über einen Massepin übertragen. Ein Adapter soll nun diese alte Norm mit dem alten Massekonzept "übersetzen" auf Cinch. Cinch hat leider kein festgelegtes Massekonzept, da kann die vermeintliche Masse alles mögliche sein. Deshalb kann es zu brummen kommen. Am besten wäre ein Umbau des Drehers von DIN auf Cinch, was keine große Sache ist, wenn man keine zwei linken Hände hat und löten kann (und das kannst Du ja anscheinend). Den Schutzleiter im Denon würde ich wieder entfernen. Normale Consumer Hifi-Geräte sind nicht auf ein Schutzerde-Konzept ausgelegt. Unter anderem weil es hier wieder zusätzliche Variablen in Sachen Masseführung gibt, die zu Brummen führen können. Normalerweise sind das schutzisolierte Geräte. Wobei natürlich die Frage ist, ob diese Schutzisolierung noch in der vom Hersteller vorgesehenen Art und Weise vorhanden ist, wenn da schon mal rumgepfuscht wurde... Daher lieber die Lötstellen des Netzkabels GUT ISOLIEREN. Schrumpfschlauch, wenn es sein muß zwei Schichten. Wahrscheinlich hat da jemand gemeint, das Netzkabel wäre zu dünn und sowieso nicht gut genug, weil es ja keine 500€ gekostet hat... ![]() Gruß Andreas |
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bobhund
Schaut ab und zu mal vorbei |
22:43
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#4
erstellt: 02. Jan 2015, |
Danke für die Tipps! Dann werde ich den Umbau wohl demnächst mal in Angriff nehmen und den Schutzleiter wieder entfernen. Ob das mit dem Schrumpfschlauch noch klappt, wage ich zu bezweifeln, da muss ich nochmal alles ablöten... Isolierband bringt denselben Effekt? Das habe ich nämlich sogar daheim. Die Kontakte am System selber habe ich schon entfernt. Die Metallstifte waren kohlrabenschwarz... |
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akem
Inventar |
15:10
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#5
erstellt: 03. Jan 2015, |
Nein. Weil Isolierband geht früher oder später ab. Lieber nochmal ablöten. Dauert doch auch nur ein paar Sekunden... Gruß Andreas |
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8erberg
Inventar |
17:35
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#6
erstellt: 03. Jan 2015, |
Hallo, meist reicht es einfach nur das DIN-Kabel abzuschneiden und entsprechend RCA-Stecker anzubringen, nur wenns dann brummt muss man gesondertes Massekabel und und aufschneiden der Massen am Kurzschließer machen. Der 1218 ist ein feiner Dreher, wurde nicht umsonst "der kleine 1219" genannt. Die Qualitäten von dem Stück Maschinenbau sind ja wohl allseits bekannt. Peter |
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bobhund
Schaut ab und zu mal vorbei |
20:56
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#7
erstellt: 03. Jan 2015, |
Ich hab das Experiment jetzt zuerst an meinem 1214er gemacht. Mit Masseauftrennung und allem Pipapo. Wenn ich das gesonderte Massekabel nicht anschließe, brummt es sehr stark. Mit Massekabel nur ganz leise. Im Prinzip also genauso wie vorher. Sobald der Mechanismus anspringt, ist das Brummen für eine kurze Weile ganz weg, sobald sich der Arm auf die Platte senkt, kehrt es zurück. Kurzum kann man sagen, dass das ganze Kabelgebastel keinen Fortschritt gegenüber dem alten Zustand mit Adapter gebracht hat (außer dass die Cinch-Stecker mit vergoldeten Buchsen besser aussehen, aber die sieht man ja hinterm Verstärker eh nicht). Bevor ich den 1218 jetzt unnötigerweise derselben Prozedur unterziehe: Was kann man noch machen? |
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bobhund
Schaut ab und zu mal vorbei |
21:27
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#8
erstellt: 03. Jan 2015, |
Alarm zurück. Ich habe noch die Kontakte am Tonarm gereinigt (heißen die Headshell-Kontakte?), die waren schwarz. Jetzt macht der 1214 fast gar keine Geräusche mehr. Ich werde dasselbe jetzt am 1218 probieren. Danke für alle Hilfe! |
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