HIFI-FORUM » Car-Hifi » Car-Hifi: Subwoofer/Gehäuse » geschlossenen sub von innen dämmen? | |
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geschlossenen sub von innen dämmen?+A -A |
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Autor |
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dennis_sp
Ist häufiger hier |
#1 erstellt: 10. Mrz 2008, 00:30 | |
hi @all ich möchte mir einen geschlossenen sub bauen (ca.30-35liter)...vom bauen her sollte das kein problem geben, aber da ich ständig etwas anderes bzgl der dämmung von innen lese und nie was eindeutiges, wollte ich wohl die experten fragen ob es sinnvoll ist, einen geschlossenen sub von innen zu dämmen. wenn ja womit am besten und wieviel?? |
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-=BOOMER=-
Inventar |
#2 erstellt: 10. Mrz 2008, 02:40 | |
Dämmen bringt nix. Richtiger Ausdruck ist Dämpfen Das geht mit Akustikwatte/wolle z. B. Sonofil oder das Produkt von Sinus Live. Dies bewirkt eine virtuelle Volumenvergrößerung des Gehäuses und sorgt bei Hörversuchen für besseren Klang! Die Wolle wird dabei einfach in das Gehäuse gelegt oder je nach Dämpfungsgrad gestopft. Ich empfehle dir einfach die vom Hersteller angegebene Literzahl vom Wolle-Paket entsprechend deiner Konstruktion reinzu tun, vielleicht ein wenig aufzuflaumeln. Wichtiger ist allerdings, dass das Gehäuse absolut dich ist, was man mit Spachtelmasse oder auch Eckleisten bewerkstelligen kann. Verstrebungen z. B. Dreiecke innen zur Stabilität sind auch nicht ungut für den Klang. Falls noch Fragen sind --> Suche des Forum! |
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dennis_sp
Ist häufiger hier |
#3 erstellt: 10. Mrz 2008, 12:06 | |
danke -=BOOMER=- für die antwort verstehe ich das richtig, dass diese wolle mehr oder weniger einfach auf dem boden des gehäuses gelegt wird?? oder werden die innenwände ausgekleidet, sprich mit kleber festkleben oder ähnlichem.. schon mal danke!!! |
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Deepflyer
Inventar |
#4 erstellt: 10. Mrz 2008, 12:10 | |
Je nachdem wieviel Muh-Wolle benutzt wird, kannst du es an die Innenwände legen oder aber das Gehäuse wird eben komplett locker befüllt. Allerdings ist hier "viel hilft viel" nur bis zu einem gewissen grad richtig, den wenn man das Gehäuse vollstopft, bewirkt es genau das gegenteil! Gruß Deep |
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dennis_sp
Ist häufiger hier |
#5 erstellt: 10. Mrz 2008, 14:41 | |
jo danke deepflyer!! |
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itchy2
Stammgast |
#6 erstellt: 12. Mrz 2008, 14:31 | |
könnt ihr nochmal kurz erklären, wie ich die richtige menge für mein gehäuse/sub ermitteln kann? |
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-=BOOMER=-
Inventar |
#7 erstellt: 12. Mrz 2008, 14:38 | |
Normalerweise benutzt man bei einem Geschlossenen Gehäuse die Menge an Akustikwolle, die auf den Paketen angegeben ist. Meistens sind es 20 Liter Beutel (z.B. Sonofil)! Hast du also eine 40Liter Kiste, kommen 2 Beutel lockern vll an den Wänden getackert (nciht geklebt) hinein und es gilt als "100% gedämpft". Dies ist unser Richtwert! Wenn du nun 30Liter hast kannst du auch beide Beutel reintun bzw. Stopfen ohne dass der Stoff zu gepresst wird ;). Dann hast du über 100% bedämpft, was auch nicht schlimm ist. Bei bestimmten Lautsprechern wird bis zu 200% gedämpft. Unser Richtwert liegt aber hauptsächlich um 100%. Mit der Wolle kann eine virtuelle Volumenvergrößerung von knapp 20% erreicht werden, muss aber nicht immer sein. Das Physikalische Prinzip dahinter ist die Verlangsamung der Schallgeschwindigkeit im Gehäuse durch die Wolle. |
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itchy2
Stammgast |
#8 erstellt: 12. Mrz 2008, 14:54 | |
wie sieht das denn bei bassreflex gehäusen aus? weil du hast grad nur von geschlossenen geredet ? |
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-=BOOMER=-
Inventar |
#9 erstellt: 12. Mrz 2008, 14:59 | |
Bei BR geht das auch, man sollte allerdings den Port freilassen und nicht zu stark dämpfen, also max 100% ist optimal. Ergebnis: Der Schalloutput unterhalb der Abstimmfrequenz vergrößert sich - der Oberbass wird leiser. Also durchaus sinnvoll Habe mein 85l BR Gehäuse mit 3x20l Packungen von Visaton gedämpft! |
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Deepflyer
Inventar |
#10 erstellt: 12. Mrz 2008, 15:22 | |
Das Physikalische Prinzip dahinter ist das die Schallwellen einen längeren weg zurücklegen müssen. ... Gruß Deep |
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itchy2
Stammgast |
#11 erstellt: 12. Mrz 2008, 15:31 | |
mhm ok. dann werde ich meinem bass mal testweise was "gönnen". ich denke wenn ich 1,5 bis 2 pakete nehme ist das soweit ok. die watte muss ich so auseinanderrupfen und dann lose ins gehäuse legen, oder? ist es richtig, dass das zeug relativ günstig ist? ein paket ca. 3eur ? cu itchy2 |
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Deepflyer
Inventar |
#12 erstellt: 12. Mrz 2008, 15:34 | |
Nicht auseinanderrupfen, nur etwas auflockern! |
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itchy2
Stammgast |
#13 erstellt: 12. Mrz 2008, 15:39 | |
mhm ok. alles klar. und dann kann ich das einfach auf den boden legen, oder? |
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derboxenmann
Inventar |
#14 erstellt: 12. Mrz 2008, 15:40 | |
der Physikalische Effekt davon ist, dass die Kinetische Energie der Luft, bzw die Schallausbreitung der druckwellen ihre Energie durch Reibungsverluste in Wärme umwandelt (natürlich nur zu einem Bruchteil) - die Schallgeschwindigkeit wird dadurch verringert und das gehäuse verhält sich wie ein größeres |
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Deepflyer
Inventar |
#15 erstellt: 12. Mrz 2008, 15:44 | |
So, jetzt gabs ne rundum klatsche vom Frieder ! Gruß Deep |
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derboxenmann
Inventar |
#16 erstellt: 12. Mrz 2008, 16:45 | |
Na immer dieses Halbwissen Ne Klatsche sieht anders aus und da hast du, DeepFlyer noch am wenigsten zu befürchten *g* |
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Deepflyer
Inventar |
#17 erstellt: 12. Mrz 2008, 16:48 | |
Dankeschön! |
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-=BOOMER=-
Inventar |
#18 erstellt: 13. Mrz 2008, 01:46 | |
Du solltest auch schreiben warum sich dadurch die Schallgeschwindigkeit verringert In einem Gehäuse führt die Kompression der Luft laut der Gesetze der Thermodynamik zu einer Temperaturerhöhung des Gases (adiabatischen Kompression), welche den Hauptanteil der Gesamtkompression ausmacht. Druck * Volumen = const und proportional zu inneren Temperatur. Wenn sich nun Absorbtionsmaterial im Gehäuse befindet wandelt dieses die Bewegung des Schallteilchens (Druckschwankung) in thermische Energie um (isotherme Kompression). Folglich ist die Lufttemperatur niedriger während der (Gesamt-)Kompression, wenn sich Absorbtionsmaterial im Gehäuse befindet. Laut der oben geschrieben thermischen Zustandsgleichung kann sich nur das Volumen "virtuell" vergrößern. Genauso die Schallgeschwindigkeit im Absorbtionsmedium: Frequenz=Schallgeschwindgkeit/Wellenlänge ... die Schallgeschwindigkeit wirkt langsamer - es passen größere Wellenlänge = tiefere Töne ins Gehäuse. Je mehr Abs. Material man hinzufügt, desto größer wird die äquivalente ABsorbtionsfläche (also die Angriffsfläche der Schallenergie) und damit der Anteil der von derboxenmann schon beschrieben isothermem Kompression (welcher allerdings nie größer als der adiabatischen werden kann). Weiterhin sei erwähnt, dass Absorbtionsmaterial, die mechanische Güte, was nichts anderes als der Kehrwert des Reibungsverlust, senkt. Wenn also zuviel bedämpft wird, kann es sein, dass der Lautsprecher an Punch verliert. Diese mechanischen Verluste sind nicht lineare Verzerrungen, abhängig von Amplitude und Frequenz. So nun dürfte der physikalische Hintergrund geklärt sein |
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derboxenmann
Inventar |
#19 erstellt: 13. Mrz 2008, 02:28 | |
so weit wollte ich jetzt doch nicht in die Materie eingreifen... |
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Deepflyer
Inventar |
#20 erstellt: 13. Mrz 2008, 14:08 | |
Schön das wir mal drüber gesprochen haben! Gruß Deep |
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dennis_sp
Ist häufiger hier |
#21 erstellt: 14. Mrz 2008, 15:44 | |
eine frage noch: eignet sich zur dämpfung auch Akustiknoppenschaum?? oder doch lieber sonofil oder diese wolle?? |
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-=BOOMER=-
Inventar |
#22 erstellt: 14. Mrz 2008, 15:56 | |
Nein, das eignet sich nicht. Es schluckt lediglicht Mitteltonanteile. Wird bei BR-Gehäusen oft an die Gehäusewände angebracht um Mitteltöne und Oberfrequenzen zu unterdrücken. Allerdings ist ein steiler Tiefpass an der Elektronik besser! Normaler Noppenschaum absorbiert die Schallenergie erst ab rund 1kHz. Noppenschaum mit Deckschicht kann auch tiefere Frequenzen Dämpfen, jenach Resonanzfrequenz der Deckschicht (Interessiert aber mehr in der Raumakustik). |
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derboxenmann
Inventar |
#23 erstellt: 14. Mrz 2008, 16:00 | |
Der Noppenschaum im BR mindert jedoch auch die Geräuschkulisse, die bei Reflexionen und Umströmungen am Gehäusekorb entstehen... Bei BR also definitiv sinnvoll! Im geschlossenen, wenn man komplett auf Sonofil oder andere Dämpfungen verzichten möchte ganz hilfreich gegenüber vom Sub um ungünstige reflexionen von Resonanzen zu mindern (die werden manchmal auch ganz gut hörbar durch die Membran... |
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-=BOOMER=-
Inventar |
#24 erstellt: 14. Mrz 2008, 17:06 | |
Jupp, man muss auch noch sagen, dass die effektivste Dämpfung auf halben Weg zwischen Wand und Lautsprecher ist, da dort der Druckbauch liegt |
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derboxenmann
Inventar |
#25 erstellt: 14. Mrz 2008, 17:17 | |
und um Gehäuseresonanzen im Material zu minimieren jeweils die Gegenüberliegenden wände miteinander verbinden. Empirisch wurde so nachgewisen, dass mit 12mm Pressspan bessere Schwingungseliminierung im Gehäuse erreicht wird als mit Granit ohne Versteifung... aber wir schweifen ab |
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dennis_sp
Ist häufiger hier |
#26 erstellt: 14. Mrz 2008, 17:48 | |
nene nicht schlimm, lass es mich ruhig wissen was du weisst;) |
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derboxenmann
Inventar |
#27 erstellt: 14. Mrz 2008, 19:21 | |
DAS sprengt allerdings wohl nun wirklich den Rahmen Fürs Unterrichten bekommt man normalerweise Geld |
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dennis_sp
Ist häufiger hier |
#28 erstellt: 14. Mrz 2008, 20:35 | |
biste nicht hier um uns dein grosses wissen zu verfügung zu stellen |
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derboxenmann
Inventar |
#29 erstellt: 14. Mrz 2008, 22:02 | |
Ich finde, das haben wir schon in großem Stil getan Mit meinen Kleinen Geheimnissen muss ich ja meine Brötschen verdienen *g* |
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-=BOOMER=-
Inventar |
#30 erstellt: 14. Mrz 2008, 22:22 | |
Blanke Theorie ist recht fern von jeglicher Realität Es zählen die Erfahrungswerte eines Händlers! |
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derboxenmann
Inventar |
#31 erstellt: 14. Mrz 2008, 23:51 | |
*hach* das hast du schön gesagt Also hören wir auf mit der theorie! Und nu - ab zum Fachhändler - der weiß (manchmal) was er tut *g* |
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dennis_sp
Ist häufiger hier |
#32 erstellt: 15. Mrz 2008, 12:22 | |
gut dass du das sagst;) |
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