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Das Mysterium Musik von Phono

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Otis_Sloan
Inventar
#51 erstellt: 10. Sep 2021, 16:00
Dass diese uralten 4-Spur-Aufnahmen schlecht klingen ist klar.
Das hat jetzt aber eigentlich nichts mit Schallplatte zu tun.

Ich kann mich noch erinnern, als ich meine erste CD gehört habe, war ich hin und weg was die Dynamik angeht.
Plötzlich kam vom Schlagzeug der entsprechende Druck rüber.
Leider hat der Loudness War die Dynamik dann wieder reduziert.
Marsilio
Inventar
#52 erstellt: 10. Sep 2021, 16:09

Burkie (Beitrag #23) schrieb:
Hallo,

LPs auf Tonband zu überspielen, bringt logischerweise eine enorme Steigerung der Echtigkeit der Musikalität.
Es ist schließlich zwei Mal analog!


Grüße :prost


Nö. Aber LP-Aufnahmen auf ein sauberes Band, sorgfältig ausgepegelt, bei 19cm/S und einem guten Tonabnehmer gibt schon ein verblüffend gut klingendes Resultat. Für mich in Haptik und Handling noch eine Steigerung zur Schallplatte. Nur schon diese Aluspulen...

Natürlich geht das alles auch am PC in einigen Sekunden, beim Band hingegen musst Du Dir den guten Sound aufwändig verdienen.

Hoher Aufwand in krass reziproker Relation zum Resultat. Aber das darf so sein. Wie geschrieben: Ist Hobby. Da zählt nicht, was rational sinnvoll ist. Sondern was Spass macht.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 10. Sep 2021, 16:11 bearbeitet]
BjoernMZ
Inventar
#53 erstellt: 10. Sep 2021, 16:20
@Einstein...

Ich meinte ja das ganze Technikzeug, oder so Prozesse wie nass abspielen, usw so mancher Highender würde sagen "unter 7000Euro braucht man damit garnicht anfangen"...
Die Lebensdauer einer Schallplatte ist soweit sicher ganz gut, wenn man darauf kein Brot schmiert...definitiv besser als zb CD-R, an sonsten kann man aber schon von 20bis 30 Jahren Jahren ausgehen wo ne CD lauffähig bleibt..

LG
Holger
Inventar
#54 erstellt: 10. Sep 2021, 16:21

net-explorer (Beitrag #48) schrieb:



Das mit dem “gerne mal auf die Probe stellen” war auf den vollmundigen Spruch “das eigene Gehör sagt einem das auch” gemünzt.
Weil das sehr auf die individuelle Präsentation ankommt… kann ich gerne mal bei mir zeigen.
kölsche_jung
Moderator
#55 erstellt: 10. Sep 2021, 16:23

sundaydriver (Beitrag #43) schrieb:
... Aber im Großen und Ganzen gewinnt für mich immer die Platte...

Dann machst du bei Vinyl einiges nicht ganz richtig, bei der meisten Musik ist mit bezahlbarem Equipment ein Klangergebnis möglich, welches beim normalen Musikhören kaum von einer digitalen Wiedergabe unterscheidbar ist ...

Der Witz an der Sache ist, dass ich das in den 90ern vielen Digitalisten schon demonstriert hab, da allerdings unter dem Tenor, dass die CD der LP eben nicht haushoch überlegen ist. Da konnte der ein oder andere Digitalisti kaum glauben, wie gut Vinylwiedergabe klingen kann.
Holger
Inventar
#56 erstellt: 10. Sep 2021, 16:30

BjoernMZ (Beitrag #53) schrieb:

Ich meinte ja das ganze Technikzeug, oder so Prozesse wie nass abspielen, usw so mancher Highender würde sagen "unter 7000Euro braucht man damit garnicht anfangen"...


Wenn man weiß, worauf es ankommt, kann Vinylklang trotz wenig Geldeinsatz EXTREM gut sein.
opionsale
Gesperrt
#57 erstellt: 10. Sep 2021, 16:44
genau, Ü55, im Keller, ohne Raumakustische Mods ..
Wahnsinn die 8-9 Herz Höhrer
Magiras
Stammgast
#58 erstellt: 10. Sep 2021, 17:03
Wenn Du dissen wolltest, meintest Du wahrscheinlich kHz

Epic Fail

Gruß
Michael


[Beitrag von Magiras am 10. Sep 2021, 17:05 bearbeitet]
Holger
Inventar
#59 erstellt: 10. Sep 2021, 17:06
Ich bin’s gewöhnt… deshalb reagiere ich auf Leute, die keinerlei Ahnung haben, auch erst gar nicht.
Magiras
Stammgast
#60 erstellt: 10. Sep 2021, 17:07
opionsale
Gesperrt
#61 erstellt: 10. Sep 2021, 17:13
genau bleibt lieber im 12 qm Keller ...
aber die Tröten müssen schon Suprthochtöner haben ..
Magiras
Stammgast
#62 erstellt: 10. Sep 2021, 17:18
Also mein Keller ist im 3.Stock, hat 30 qm, heißt Wohnzimmer, meine Tröten heißen Max1, mein TA heißt Quintet Black, kannst Dich hier ja mal durchpusten lassen, danach klappt's auch mit der Nachbarin

Gruß
Michael
KarstenL
Inventar
#63 erstellt: 10. Sep 2021, 17:20

Holger (Beitrag #56) schrieb:

BjoernMZ (Beitrag #53) schrieb:

Ich meinte ja das ganze Technikzeug, oder so Prozesse wie nass abspielen, usw so mancher Highender würde sagen "unter 7000Euro braucht man damit garnicht anfangen"...


Wenn man weiß, worauf es ankommt, kann Vinylklang trotz wenig Geldeinsatz EXTREM gut sein.


Im Gegenzug ist es absolut erstaunlich wie preiswert störungsfrei laufende Hardware für digitale Wiedergabe ist....das auch dort mit Highend (?) Anspruch investiert werden kann, keine Diskussion....über Sinn oder Unsinn kann man auch hier diskutieren....
Je nach vorhandener Ausstattung kann man hervorragende Ergebnisse ab 25€ bis ca 120€ erzielen. DAS wird bei einem Plattenspieler schon schwieriger....


[Beitrag von KarstenL am 10. Sep 2021, 17:21 bearbeitet]
Holger
Inventar
#64 erstellt: 10. Sep 2021, 17:27
Das wurde m. W. auch nie bezweifelt und freut mich auch, bietet es doch jedem mit nur sehr kleinen Budget eine prima Gelegenheit, sehr gut Musik zu hören… ist nur hier und jetzt mbMn nicht relevant.
borland123
Hat sich gelöscht
#65 erstellt: 10. Sep 2021, 17:55
Ich finde schon das es hier relevant ist, hört sich doch ein Raspi für ein paar € mindestens genauso gut an wie ein x Tausend € Palttenspieler.
opionsale
Gesperrt
#66 erstellt: 10. Sep 2021, 18:00
Nach "Holgers Kellerloch" finde ich das Kinderzimmer von .JC. am Zweitbesten...
Mach noch bitte einmal ein Bild von den kaputten Tröten, den Colakisten und deinem anderen Unsinn, JC ...

Einige hier haben wohl eher das Hobby Hifi-Forum ...
ForgottenSon
Inventar
#67 erstellt: 10. Sep 2021, 18:27

net-explorer (Beitrag #48) schrieb:

Behaupten kann man es natürlich, ist nur die Frage, wer es dann auch glaubt!


Ich weiß nicht, was das mit Glauben zu tun hat. Jeder kann es für sich selbst erfahren. Ganz einfach.
ForgottenSon
Inventar
#68 erstellt: 10. Sep 2021, 18:32

kölsche_jung (Beitrag #55) schrieb:
... bei der meisten Musik ist mit bezahlbarem Equipment ein Klangergebnis möglich, welches beim normalen Musikhören kaum von einer digitalen Wiedergabe unterscheidbar ist ...

Der Witz an der Sache ist, dass ich das in den 90ern vielen Digitalisten schon demonstriert hab, da allerdings unter dem Tenor, dass die CD der LP eben nicht haushoch überlegen ist. Da konnte der ein oder andere Digitalisti kaum glauben, wie gut Vinylwiedergabe klingen kann.


Auch hier d‘Accord
.JC.
Inventar
#69 erstellt: 11. Sep 2021, 05:03
Moin,


sundaydriver (Beitrag #43) schrieb:
Auch für mich ist die LP das klanglich schönere Medium. Carsten


nicht immer, aber oft. Und genau das war mit Mysterium gemeint.
Denn so ein bisschen mysteriös ist es ja, weil eben die reinen Messwerte ganz eindeutig für digital sprechen.

Meine Vermutung warum das oft so ist, geht in Richtung zusätzlichem Klirr.
Daher könnte der Effekt der subjektiv scheinbaren Echtheit bei guter LP Wiedergabe kommen.
Wenn ein ganz kleiner Anteil harmonischer Klirr dazukommt, klingt die Musik von LP angenehmer.
Ulrich54
Ist häufiger hier
#70 erstellt: 11. Sep 2021, 05:26
Ich sage immer, eine Analogkette klingt homogener.
Am Anfang einer jeden Aufnahme ist alles analog, digital kommt später.
Die Zerlegung des Analogsignals in digitale Informationspakete zur Eliminierung von Störgeräuschen und zur " besseren " Handhabung am Pult ist nicht konform mit dem menschlichen Gehör. Hören ist ein analoger Vorgang. Das ist der Grund. Da kann man noch so viel Information pro Zeiteinheit digital aufbereiten, es muss dem analogen Signal immer unterlegen bleiben - und das hört man.
Die Krux ist nur: Die Menschen gewöhnen sich daran.
Burkie
Inventar
#71 erstellt: 11. Sep 2021, 05:54

Ulrich54 (Beitrag #70) schrieb:
Hören ist ein analoger Vorgang.


Woher glaubst du das zu wissen?
Im Gehör werden doch die Tonreize in Form von Impulsfolgen an das Gehirn weitergeleitet.


Grüße
net-explorer
Inventar
#72 erstellt: 11. Sep 2021, 05:56

.JC. (Beitrag #69) schrieb:
... Meine Vermutung warum das oft so ist, geht in Richtung zusätzlichem Klirr.
Daher könnte der Effekt der subjektiv scheinbaren Echtheit bei guter LP Wiedergabe kommen.
Wenn ein ganz kleiner Anteil harmonischer Klirr dazukommt, klingt die Musik von LP angenehmer.


Das ist entsprechend der häufigen menschlichen Wahrnehmung, dass "wärmer" abgestimmte Fotos "besser/schöner" seien, als die tatsächlich korrekte Farbtemperatur, die meistens kühler ist.
Es ist blankes individuelles Empfinden, Geschmack, eine Eigenheit, aber weit weg von real.

Man kann sich dieser Art Empfinden und Genuss hingeben, oder akzeptieren, wie es ohne Schönfärberei oder ähnliche Effekte tatsächlich ist.
Jeder wie er will, aber keine glaubwürdige Aussage, die allgemeingültig sein soll, weil es manchen so gefällt.
Von daher nicht diskussionsfähig.
Tattermine
Inventar
#73 erstellt: 11. Sep 2021, 06:34

.JC. (Beitrag #69) schrieb:
Meine Vermutung warum das oft so ist, geht in Richtung zusätzlichem Klirr.
Daher könnte der Effekt der subjektiv scheinbaren Echtheit bei guter LP Wiedergabe kommen.
Wenn ein ganz kleiner Anteil harmonischer Klirr dazukommt, klingt die Musik von LP angenehmer.


Ich würde da noch leichte Gleichlaufschwankungen ins Feld führen, dazu eine kleine Anekdote:

Eines meiner Lieblinsalben ist Wish You Were Here von Pink Floyd, das ich Mitte der 90er oder so als Platte gekauft und ausgiebig gehört habe. Das erste Stück darauf, Shine On You Crazy Diamond, beginnt mit einer gefühlt ewig stehenden Synthesizer-Fläche, über die ein bisschen improvisiert wird, und es dauert fast zweieinhalb Minuten bis zum ersten Akkordwechsel.

Als ich das Album das erste mal von CD hörte, war mein erster Gedanke "Boah klingt das langweilig...", und ich habe Jahre gebraucht, um zu verstehen, warum: meine Platte ist (so wie fast jede andere auch) minimal dezentriert, das heißt sie eiert horizontal ein winziges bisschen, was o.g. Gleichlaufschwankungen verursacht. Die Folge ist ein kaum und als nicht störend wahrgenommenes Leiern, was den Klang eine gewisse Lebendigkeit verleiht, ähnlich einem Chorus- oder Vibrato-Effekt. Der fehlt halt bei der CD und andern Digitalmedien völlig.

NB. Ich höre das Album mittlerweile gerne von LP und auch CD, je nach Lust und Laune.
.JC.
Inventar
#74 erstellt: 11. Sep 2021, 06:36

net-explorer (Beitrag #72) schrieb:
.. aber weit weg von real.


für dich, mich, für jeden ist die Klangempfindung an sich durchaus real.
Genau wie jede andere Sinneswahrnehmung, zB. der Geschmack (Geruch, ..) für dich in dem Moment,
wo du etwas schmeckst, real ist.
Es ist deine seelische (oder psychische, wem das lieber ist) Realität.
Und auf die kommt es beim Musik hören schließlich an.
Ulrich54
Ist häufiger hier
#75 erstellt: 11. Sep 2021, 06:39
@Burkie: Bis zum Hörnerv ist es analog. Danach wird das Signal in Form von diskreten Paketen ( Elektronen ) an das Gehirn weitergegeben. Ein chemischer Vorgang. Das könnte man noch als " digital " bezeichnen. Der eigentliche Hörvorgang ist ein rein geistiger Vorgang, dessen Gestaltung sich unserer Vorstellung entzieht. Schon klar.
Überhaupt ist so gesehen alles digital, da Energie in diskreten Paketen vorliegt und auch so vermittelt wird.
Wobei wir ins philosophieren über " Wirklichkeit " kommen.
Burkie
Inventar
#76 erstellt: 11. Sep 2021, 06:42

Holger (Beitrag #56) schrieb:

BjoernMZ (Beitrag #53) schrieb:

Ich meinte ja das ganze Technikzeug, oder so Prozesse wie nass abspielen, usw so mancher Highender würde sagen "unter 7000Euro braucht man damit garnicht anfangen"...


Wenn man weiß, worauf es ankommt, kann Vinylklang trotz wenig Geldeinsatz EXTREM gut sein.


Strimmt,

man benötigt vor allen Dingen Alben mit schlechten Aufnahmen, wie etwa Rolling Stones Greatest Hits 1 (High Tide and Green Grass), das klingt von CD genauso schlecht wie von LP.

Hilfreich sind ausserdem Begrenzung des Gehörs auf ca. 8kHz, kleiner Kellerraum oder Lautsprecher auf Cola-Kisten, und abhören ausschließlich in geringer nachbarschaftstauglicher Lautstärke.


Grüße


[Beitrag von Burkie am 11. Sep 2021, 06:43 bearbeitet]
ForgottenSon
Inventar
#77 erstellt: 11. Sep 2021, 06:51
[quote="Ulrich54 (Beitrag #70)"]
- und das hört man.
[/quote ]

Deiner Theorie zufolge, kannst Du eine echte Schallplattenwiedergabe von einer Schallplattenwiedergabe derselben Platte, die digital aufgenommen und diese Aufnahme abgespielt wird, unterscheiden. Und zwar im Blindtest und unter der Annahme, dass das Digitalisat ordentlich aufgenommen worden ist. Kannst Du das? Und zwar mit einer Trefferquote von nahezu 100%? Wenn Du das nicht sicher mit ja beantworten kannst, ist Deine Theorie widerlegt.
flyingscot
Inventar
#78 erstellt: 11. Sep 2021, 06:55
Ich kenne dieses "Mysterium" ebenfalls, da ich zu Hause fast ausschließlich Vinyl höre. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine praktisch 100% psychologische Ursache hat.

Warum? Ausschlussprinzip:

Ist es das "Analoge Signal": nein
Dieser "gut klingende Vinylklang" zeigt sich (oder besser: empfinde ich) auch, wenn das Signal noch per AD/DA-Wandler durch einen AVR oder ein Multiroomsystem gegangen ist. Und sowohl bei neuen, digital gemastertem Vinyl als auch bei altem, rein analog gemastertem. Er verschwindet aber, wenn der Abtastvorgang nicht mehr ausreichend synchron stattfindet.

Ist es das "Sounding", z.B. Klirr: nein
Gelegendlich spiele ich auch Musik über Streaming ab und "vergesse", dass es kein Vinyl ist. Ich muss mich dann bei richtig guten Aufnahmen mit einem Blick zum Plattenteller vergewissern, ob es Streaming oder Vinyl ist. Nur bei bestimmten, feinen Hochtonstrukturen merkt man blind, dass es eher kein Vinyl ist: so präziese tastet nicht mal meine neoSAS-Nadel ab, das geht nur digital.

Und welcher psychologische Effekt ist es nun: Ich bin Physiker und kein Psychologe, aber für mich hat das etwas mit Wertschätzung nicht nur der Musik sondern auch des Mediums zu tun. Letzteres basiert auch sicher nicht unwesentlich auf dem Zeitgeist/Lifestyle des Musik-Sammelns. In meiner Jugend war es die CD-Sammlung, die die meiste Wertschätzung erfuhr. Heute ist es Vinyl. Sowohl meine persönliche als auch vom Zeitgeist her.

Daher behalte ich auch meine CD-Sammlung: Aktuell kann ich es mir nicht vorstellen, aber wahrscheinlich wird auch der CD-Sammlung eines Tages wieder mehr Wertschätzung entgegengebracht.


[Beitrag von flyingscot am 11. Sep 2021, 07:01 bearbeitet]
Holger
Inventar
#79 erstellt: 11. Sep 2021, 07:53

Burkie (Beitrag #76) schrieb:

Hilfreich sind ausserdem Begrenzung des Gehörs auf ca. 8kHz, kleiner Kellerraum (...) und abhören ausschließlich in geringer nachbarschaftstauglicher Lautstärke.


Musste ja noch kommen, der übliche Seitenhieb von Burkie.
So langsam könntest du diese Privatfehde aber mal beenden, deine immer gleichen Tiraden sind eh mittlerweile langweilig...
8erberg
Inventar
#80 erstellt: 11. Sep 2021, 08:37

Ulrich54 (Beitrag #70) schrieb:
Ich sage immer, eine Analogkette klingt homogener.
Am Anfang einer jeden Aufnahme ist alles analog, digital kommt später.


Immer seltener. Bis auf Vocals und "analoge" Instrumente kommt immer mehr aus dem digitalen Baukasten.
Studioarbeit ist fast ausschließlich "digital".

Nochmals: es sind Produktionen die darauf getrimmt werden daß sie verkaufbar sind.

Schallplatten (andere analoge Medien gibt es auf dem Markt so gut wie garnicht mehr) sind eine Nische und keiner käme auf die Idee dafür noch ein neues Master zu machen ausser es ist mit hoher Auflage zu rechnen.

Ich merke immer nur eine "ver-idealisierung" von Musik. Vor einiger Zeit holte SWR1 die alten EMTs aus dem Keller und spielte Vinyl.
Es kamen begeisterte Kommentare ach wie toll usw... Der Weg vom Studio selbst zum UKW Sender ist (schade auch) längst digital...

Peter
KarstenL
Inventar
#81 erstellt: 11. Sep 2021, 08:44
@ Tattermine

Wish you were here Mal auf sacd in Mehrkanal gehört?
Eines meiner absoluten Lieblingsalben.
Ich kenne das Album bereits seit ca 40 Jahren und trotzdem war es, als hätte ich es zum ersten Mal gehört.
childofman
Stammgast
#82 erstellt: 11. Sep 2021, 09:00
Hmmm könnte man nicht den Thread umbenennen? Ich denke passend wäre Der ZAUBER der ANALOGDISKUSSION, - fänd ich fast passender
Burkie
Inventar
#83 erstellt: 11. Sep 2021, 09:22

KarstenL (Beitrag #81) schrieb:
Ich kenne das Album bereits seit ca 40 Jahren und trotzdem war es, als hätte ich es zum ersten Mal gehört.


Logisch, es wird ja auch eine neue Abmischung für Surround sein.
Dieses Empfinden haben ich mit vielen Surround-Remixen. Zum einen ist in vielen Fällen der Bass besser, klarer gemischt als bei der ursprünglichen Stereo-Version. Zum anderen kommt neben dem Surround-Effekt der Effekt der neuen Balance zwischen verschiedenen Instrumenten hinzu - manche Instrumente sind prominenter in den Vordergrund gemischt als in der originalen Stereoversion.
Da nimmt man dann Details wahr, die man früher nicht gehört hatte.


Wenn man jedoch seine noch gut erhaltene Erstauflagen-LP vergleicht gegen eine neuere CD, remastert von defekten oder nur schlecht erhaltenen Masterband-Kopien im neumodischen Loudness-War-Sound, übertragen über Internetradio, wird logischerweise die LP als natürlicher empfunden - ist sie in diesem speziellen Vergleich ja auch.

Über Klangqualität sollten aber nur Leute reden, die kein alterschwaches Gehör haben, vernünftigen Abhörraum und ordentliche Boxen, und die auch in der Lage sind, auch mal in recht gehobener Lautstärke zu hören.

Ist das nicht gegeben, egalisiert die schlechte Abhör- und Gehörsituation ohnehin alle Klangnuancen zu einem Einheitsbrei, und eine wirkliche Klangbeurteilung ist nicht möglich.

Grüße
KarstenL
Inventar
#84 erstellt: 11. Sep 2021, 09:28

childofman (Beitrag #82) schrieb:
Hmmm könnte man nicht den Thread umbenennen? Ich denke passend wäre Der ZAUBER der ANALOGDISKUSSION, - fänd ich fast passender :D


Also ich finde den Titel sehr passend .....wenn man Mysterium im Duden nachschlägt....
KarstenL
Inventar
#85 erstellt: 11. Sep 2021, 09:31
@ Burkie



Ich wollte damit zusätzlich kundtun, das einem diese Erfahrungen bei der LP verborgen bleiben.


[Beitrag von KarstenL am 11. Sep 2021, 09:31 bearbeitet]
net-explorer
Inventar
#86 erstellt: 11. Sep 2021, 09:50

Ulrich54 (Beitrag #75) schrieb:
@Burkie: ... Wobei wir ins philosophieren über " Wirklichkeit " kommen. :)




Jeder glaubt an seine Wirklichkeit, und das liegt absolut in der nativen Freiheit eines Menschen.

Hier ist wieder der Punkt erreicht, wo jeder sein persönliches Empfinden, seine Präferenzen und Überzeugungen auf Basis dessen "was jeder individuell glaubt zu hören", missioniert, und das ist Unsinn, und im schlimmsten Fall arrogant.

Wenn also wer glaubt, es gäbe ein "analoges Universum", dann bitte gerne.
Aber dann freut euch in eurem Universum, und versucht nicht immer wieder zu missionieren, oder den Choral frisch aus der Dusche anzustimmen.
Diese Religion wird einfach nicht jedermann unreflektiert und selig lächelnd übernehmen.

Man muss einfach die Vielfalt von Wachswalze bis Streaming aushalten können, auch wenn das Multikulti ist, und nicht digital (das wäre um so vielen einfacher!).
Zaianagl
Inventar
#87 erstellt: 11. Sep 2021, 10:00
Das Verstörendste in dem Bezug sind für mich immer Worte wie "Echtheit" und "Natürlichkeit". Aktuell hier "unverfälscht".

Kein anderes Medium fordert einen solch massiven Eingriff in das Ursprungssignal wie Vinyl um es überhaupt erst mal (an)hörbar zu machen.
MonoBass, LowCut, HiCut, RIAA erst mal Ver und dann wieder Entzerrung...
Zudem kommen spezifische Klangeigenschaften von TAs, weitergehend in Verbindung mit Arm und Kabeln. Einwirkung von Störgrößen wie Trittschall und Kompression usw...

Komische Definition von "echt", bei so viel Rumgebiege und Variablen...
Und Puristen sind doch eigentlich eher ablehnend gegenüber EQs?
holger63
Hat sich gelöscht
#88 erstellt: 11. Sep 2021, 10:05
Und nächste Woche, wenn dieser thread endlich langsam stirbt, brauchen wir was neues. Sowas mit analog und überlegen. Spannend.
Gomphus_sp.
Inventar
#89 erstellt: 11. Sep 2021, 10:05

.JC. (Beitrag #1) schrieb:
...ist Musik von LP echter als von digital ?


Ja, habe ich eben erlebt. Zwei Platten habe ich gehört. Das Echte ist aber nicht das hören, sondern sich mit einer Schallplatte zu befassen. Zum Beispiel die Schallplatte mit der Carbon Bürste zu reinigen, nachschauen, ob der Tonabnehmer gereinigt werden muss. Das Geräusch, wenn der Tonabnehmer in die Plattenrille eintaucht. Das ist das Echte daran. Man muss sich um das "Drumherum" kümmern. Dann kann man das Erlebnis "Schallplatte anhören" auch besser genießen, zumal sich eine Schallplatte auch besser anhört als ein digitales Medium.
Und was mach ich bei einer CD? CD Player an, Schubfach auf und die CD rein. Vielleicht vorher noch an der Hose abwischen, falls Staub am "Silberling" ist. Das war es. Meistens höre ich nur zwei oder drei Songs, dann habe ich keine Lust mehr. Hole eine Pizza oder lege eine Schallplatte auf.

Schönes Wochenende noch
Holger
Inventar
#90 erstellt: 11. Sep 2021, 10:13

Das Echte ist aber nicht das hören, sondern sich mit einer Schallplatte zu befassen. Zum Beispiel die Schallplatte mit der Carbon Bürste zu reinigen, nachschauen, ob der Tonabnehmer gereinigt werden muss. Das Geräusch, wenn der Tonabnehmer in die Plattenrille eintaucht. Das ist das Echte daran. Man muss sich um das "Drumherum" kümmern. Dann kann man das Erlebnis "Schallplatte anhören" auch besser genießen.


So sehe ich's auch.
Zumal KEINER weiß, wie's "echt" geklungen hat.
Und genau deshalb rede ich nie von "besser klingen", geschweige denn "echter" oder "unverfälscht".
Magiras
Stammgast
#91 erstellt: 11. Sep 2021, 10:13
Heiko, schön gesagt

Gruß
Michael
golf2
Inventar
#92 erstellt: 11. Sep 2021, 10:18

Gomphus_sp. (Beitrag #89) schrieb:
... zumal sich eine Schallplatte auch besser anhört als ein digitales Medium.

Kann ich nicht unterstreichen. Es gibt viele digitale Medien, die spitzenmässig klingen. Es ist ja im Grunde der Lautsprecher, der den Klang wirklich ausmacht.
borland123
Hat sich gelöscht
#93 erstellt: 11. Sep 2021, 10:48

Gomphus_sp. (Beitrag #89) schrieb:

Und was mach ich bei einer CD? CD Player an, Schubfach auf und die CD rein. Vielleicht vorher noch an der Hose abwischen, falls Staub am "Silberling" ist. Das war es. Meistens höre ich nur zwei oder drei Songs, dann habe ich keine Lust mehr. Hole eine Pizza oder lege eine Schallplatte auf.

Schönes Wochenende noch :prost


Volle Zustimmung (bis auf den Teil mit der Schallplatte auflegen).
Ich hätte da auch keine Lust zu in Zeiten von verlustfreiem Streaming und Zugriff auf Millionen von Songs in bestmöglicher Qualität!

Die Welt hat sich weiterentwickelt in Bezug auf das hören von Musik.
Es läuft doch auch niemand mehr mit der Blechtrommel um den Weihnachtsbaum
love_gun35
Inventar
#94 erstellt: 11. Sep 2021, 10:52
Als damals die CD raus kam, war endlich das behinderte Knistern, dauernde reinigen und das immer wieder Einstellen der Geschwindigkeit weg.
Einfache Handhabung ohne bescheuerte Nebengeräusche.
Das ist meine persönliche Meinung dazu.
Aber es gibt viele die gerne in der Vergangenheit schwelgen mit alter Technik, ist ja legitim. Genauso wie mit Oldtimer.
Hobby ist Hobby.
Holger
Inventar
#95 erstellt: 11. Sep 2021, 11:20
Es wäre schön, wenn man endlich nicht mehr diese dämlichen Platitüden, was Platte hören angeht, lesen müsste.

Sorry, aber als ich seinerzeit meinen Philips CD 101 kaufte, hörte ich schon lange weitestgehend knisterfrei LP, ohne ständig zu reinigen und wenn ich mal die Geschwindigkeit einstellen musste (von 33 auf 45) dann war das ein Umlegen eines Hebels.
CD hat MIR nicht viel gebracht... außer längerer Laufzeit und Knisterfreiheit für sehr alte und abgewirtschaftete LPs. Später habe ich mir diese dann übrigens als LP-Reissues neu gekauft und höre sie seitdem "CD-Like", nämlich knisterfrei.


[Beitrag von Holger am 11. Sep 2021, 11:20 bearbeitet]
kölsche_jung
Moderator
#96 erstellt: 11. Sep 2021, 11:32

Gomphus_sp. (Beitrag #89) schrieb:
... Und was mach ich bei einer CD? ... Meistens höre ich nur zwei oder drei Songs, dann habe ich keine Lust mehr ...

Kauf dir doch mal ne CD mit Musik, die du magst ...
Tattermine
Inventar
#97 erstellt: 11. Sep 2021, 11:33

KarstenL (Beitrag #81) schrieb:
Mal auf sacd in Mehrkanal gehört?

Nein, brauche ich auch nicht unbedingt. Ist bestimmt 'ne tolle Erfahrung, aber zu Hause ist halt "nur" Stereo. Wenn ich Mehrkanal-Sound will, gehe ich ins Kino.
love_gun35
Inventar
#98 erstellt: 11. Sep 2021, 11:40
Jaja, völlig kanisterfrei auch wenn man mit Kopfhörer hört.
Ein einziges Staubkorn und es knistert, Rillenrauschen etc.
Noch dazu das ganze oberempfindlich.
Du brauchst die Platte nicht auf Teufel komm raus verteidigen, lach
Ich weiß, dass es toll für viele ist damit zu hören und zu hantieren und ist ja ok.

Dennoch ist das hören zu 100% störungsfrei nur Digital möglich.
8erberg
Inventar
#99 erstellt: 11. Sep 2021, 11:47
Hallo,

tja, hör auf LP Klassik mit pp wirklich bei -45 dB.
Da holste dann schnell die CD raus.

Peter
ForgottenSon
Inventar
#100 erstellt: 11. Sep 2021, 11:59
Ich stelle mir schon das nagelneue Steve Hackett Album "Surrender of Silence" (gestern erschienen) von Vinyl schwierig zu hören vor. Insbesondere wenn man es in adäquater Lautstärke hört. Ich höre es von meinem Ultra HD Audio Stream. Klingt phantastisch.
Magiras
Stammgast
#101 erstellt: 11. Sep 2021, 12:04
Und ich könnte mir nicht vorstellen, die gerade bei mir laufende fantastisch klingende LP " Art Blakey & The Jazz Messengers – Moanin' " kalt von CD anzuhören...so hat jeder seins.

Peace
Michael
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