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miniDSP ohne zusätzliche Endstufe integrieren+A -A |
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Autor |
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Sahayn
Stammgast |
21:51
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#1
erstellt: 09. Nov 2020, |
Hi, falls die Frage hier falsch ist -> bitte verschieben Ich überlege mir 1-2 miniDSP 2x4 für meine Front zu holen und weiß nicht genau, ob das ohne zusätzliche Endstufe möglich ist. Zur Ausgangslage: AVR ist ein Denon X4500H. Der ist mit dem TV per Hdmi-Kabel am entsprechenden ARC Eingang/ Ausgang am AVR sowie am TV verbunden. Ich spiele über den TV Netflix ab und habe mich u.a. für diese Verbindung entschieden. An einem weiteren Hdmi Eingang am AVR hängt der PC - verbunden über die Grafikkarte. Der TV wird also in beiden Fällen nur als Bildschirm verwendet. Ich nutze zum anpassen auch die Audyssey App. Ich nutze sie allerdings per Handy und bin da auf dem kleinen Bildschirm mit der Einstellung der Zielkurve unzufrieden, da es nie richtig reagiert oder sich ungewollt komplett verschiebt und ich die Frequenzen so nicht punktgenau setzen kann. Die Messungen werden von mir im Directmodus bzw. auch nach dem Audyssey XT32 Eingriff per REW kontrolliert. Damit ich mehr Kontrolle über die Zielkurven habe, hab ich mir überlegt, zusätzlich mit einem miniDSP zu arbeiten. Ich würde also zuerst per miniDSP anpassen und danach Audyssey korrigieren lassen oder umgekehrt. Was halt ein besseres Ergebnis bringt. Nur ist neben dem Denon keine weitere Endstufe vorhanden. Kann ich den miniDSP trotzdem so einbinden, dass er sowohl beim abspielen per TV( Netflix) als auch per PC oder über Handystream/ integriertes Internetradio immer eingreift? Wenn ja, wie? Reicht ein miniDSP 2x4 um beide Fronts + Center zu bearbeiten oder brauche ich dann zwei von denen? Zusatz: die LS haben eine passive Weiche und nur einen Lautsprecherkabelanschluss. Ich kann also Hochton und Tiefton nicht getrennt wie bei aktiven anzielen. ![]() [Beitrag von Sahayn am 09. Nov 2020, 21:53 bearbeitet] |
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AusdemOff
Inventar |
01:51
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#2
erstellt: 10. Nov 2020, |
Das wird so, bis auf den Sub, nicht funktionieren. Der Denon verfügt zwar über Pre-outs aber leider über keine Main INs über die man die Endstufen wieder ansteuern könnte. D.h. für jeden LS-Kanal ist ein externer Verstärker notwendig. Sollen alle unabhängig von Audyssey arbeiten wären es demzufolge neun Endstufen und fünf minidsps. Diese arbeiten alle im Zweikanalbetrieb, bis auf minidsp 4x10, 10x10 oder DDRC-88. Wenn man mit Audyssey unzufrieden ist, wäre dann eher Dirac Live Serie den normalen minidsps vorzuziehen. Zusatz: die minidsps als aktive Frequenzweiche zu nutzen, oder den TT und MT/HT getrennt anzusteuern geht ebenfalls nicht, da wie geschrieben, die LS nur ein Anschlußterminal besitzen und somit der TT nicht von den MT/HT zu trennen ist. Meist reicht es aber schon wenn man nur die Front-LS, den Center und den/die Sub(s) über ein minidsp "vorentzerrt". In diesem Falle wären drei Endstufen und zwei DDRC-24 fällig. Über den einen laufen dann die beiden Fronts und über den zweiten der Sub und der Center. Die übliche vorgehensweise wäre dann zuerst die minidsps einzumessen und dann den Denon "darüberlaufen" zu lassen. Am Ende ggf. nochmals mit REW oder Carma gegenchecken. |
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GAREA
Inventar |
02:47
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#3
erstellt: 10. Nov 2020, |
Warum willst du überhaupt erst mit dem miniDSP entzerren und dann nochmal mit Audyssey? ![]() Abgesehen davon, dass das womöglich nen Haufen Phasenschweinereien verursacht... den Sinn verstehe ich nicht. Erst entzerrst du deine Fronts mit dem miniDSP, bis es dir gefällt. Und dann lässt du nochmal ne automatische Korrektur drüber laufen, die dir das vorige Ergebnis wieder verbiegt? |
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AusdemOff
Inventar |
11:53
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#4
erstellt: 10. Nov 2020, |
Klar, bräuchte man nicht. Wenn man denn wüsste das der AVR im Hintergrund nicht doch irgendwelche "Schweinereien" bewerkstelligt. Wenn man nur die Main/Front und den Center mit den dsps korrigiert, muss der AVR die restlichen übernehmen. Also ist sowieso eine Einmessung erforderlich. Findet der AVR bereits schon optimierte LS vor braucht er weniger zu korrigieren und die Schweinereien halten sich in Grenzen. Deshalbdie Überprüfung mit REW oder Carma. Optimal wäre den AVR und seine Einmessung komplett heraus zu nehmen. Dann wären aber 5 minidsps, oder ein DDRC-88 und ein DDRC-24 notwendig sowie neun Endstufen. |
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Sahayn
Stammgast |
12:29
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#5
erstellt: 10. Nov 2020, |
Ui, dass habe ich mir irgendwie einfacher vorgestellt. Da kommt ja doch der ein oder andere € mehr zusammen, als ich vermutet habe.... Ich bin auch nicht davon ausgegangen. dass ich zusätzlich noch Dirac verwenden müsste. Hintergrund der DSPs ist ja meine Unzufriedenheit mit der Zielkurvenänderung per App (Smartphone). Es sei denn, man kann die App irgendwie über Windows10 ansteuern und dort mit der Maus gezielter eingreifen. Und die Änderung dann wieder aufs Handy laden und von diesem an den AVR schicken. Meine Räumlichkeiten sind leider nicht optimal, was den Tiefton betrifft. Stellt euch einen Raum von ca. 10m x 5x mit 3m Deckenhöhe vor. Genau in der Mitte des Raumes ist eine Wand mit offenem Durchgang von 2m x 1,6m vorhanden. Die zwischengezogenen Wand besteht teils aus Gipskarton und teils Mauerwerk. Somit habe ich zwei Räume von 5m x 5m und 3m Höhe, die durch den offenen Durchgang dennoch miteinander verbunden sind und nicht geschlossen werden können. Und einer der Räume ist halt das Wohnzimmer(kino). Da ich durch die Raummaße doofe Basslöcher usw. am Hörplatz habe, möchte ich eben zusätzlich eingreifen können. Mehr dazu im nächsten Absatz. Zum aktuellen Zeitpunkt möchte ich wie gesagt nur die Front zusätzlich bearbeiten können. Alle anderen Effektlautsprecher darf ruhig Audyssey ohne weiteren Eingriff von mir übernehmen. Aktuell läuft hier alles nur als 5.1. Den Denon habe ich allerdings wegen Auro3D & Auromatic gekauft. Bedeutet, es ist angedacht auf 5.1.4 zu gehen. Ich halte aktuell Ausschau nach Bausätzen für die Höhen-LS als auch für die Surrounds, da ich die aktuellen dann verkaufen werde. Wo ich wahrscheinlich dennoch in Zukunft x miniDSPs benötigen werde sind dann die Subwoofer. Momentan ist nur einer vorhanden, der auch verkauft werden soll bzw. woanders zum Einsatz kommen würde. Angedacht wären dann vielleicht 4 DIY Subs. Mal schauen. Ist nur eine Mietwohnung. "Ganz weit" in die Zukunft gedacht wären also zusätzliche DSPs für die Front + Subs notwendig. Macht gesamt 7 LS [Beitrag von Sahayn am 10. Nov 2020, 12:39 bearbeitet] |
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AusdemOff
Inventar |
14:12
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#6
erstellt: 10. Nov 2020, |
Prinzipiell sollte man erst alle baulichen Möglichkeiten ausschöpfen bevor man mit elektronischen Helferlein beginnt. Mit Absorbern und Diffusoren an den richtigen Stellen kann man da viel bewegen. Ist i.d.R. auch preisgünstig zu bewerkstelligen. Schwierig wird es mit den Basslöchern. Diese kann man nicht auffüllen. Da empfiehlt es sich eher die LS und die Subs so zu plazieren das die Basslöcher nicht am Hörplatz auftauchen. Den Feinschliff kann man dann mit DSPs erschlagen. Hier und da erübrigen sich diese dann aber auch. Problem mit den akustischen Baumaßnahmen: man muss sie dort durchführen wo es meist optisch nicht passt. Die Balance zwischen akustischer Korrektur und Optik zu finden ist eine Kunst. Nicht jedem gefallen die Absorber und Diffusoren an den Wänden und der Decke. Ob Dirac oder nicht ist da fast schon Geschmackssache. Geht auch ohne. Die minidsps lassen eine Änderung der Zielkurve schon zu, ausgwählt werden diese über PC/USB-Kabel oder per Fernbedienung. Vergleicht man die normalen DSPs ohne Dirac mit Audyssey sehe ich persönlich keinen richtigen Mehrwert. Anders sieht das mit Dirac Live aus. Audyssey kenne ich persönlich aus meiner Hörumgebung jetzt nicht. Unterstellt man aber das Audyssey vergleichbar mit YPAO RSC ist, mit allen pros und cons für beide Systeme, kann ich zumindest bestätigen das Dirac hier deutliche Vorteile bietet. Wenn also miniDSP dann bitte richtig und zwar mit Dirac. Falls es doch die miniDSPs werden sollten: kann man direkt über deren Homepage bestellen. Funktioniert reibungslos und schnell. Den USD Preis kann man einfach in EUR umrechnen. Dann kommen noch 16% MwSt., Versandkosten und Customs Handling Charge hinzu. Am Ende liegt man aber immer noch preislich günstiger als wenn man das Ganze in Europa bei irgendwelchen Händlern ordert. UMIK-1 nicht vergessen. Das ist das Messmikrofon. Vergleicht man diesen Aufwand plus notwendige Endstufen ist das Ganze nicht ganz billig. Es lohnt aber. |
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GAREA
Inventar |
14:55
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#7
erstellt: 10. Nov 2020, |
Wie AusDemOff schon sagt, Basslöcher sollte man nie versuchen aufzufüllen. Basslöcher entstehen durch Reflektionen und du sitzt in der „Null“ der daraus entstandenen Überlagerungen. Wenn du nun zusätzlich 10dB reinpumpst, um das Loch an deiner Hörposition zu füllen, lädst du den Raum zusätzlich mit extrem viel Bassenergie auf. An anderen Orten klingt es noch viel schlechter als vorher. Außerdem verschlechtert sich das Decay, also die Zeit bis die Frequenz wieder abgeklungen ist. Gegen Basslöcher helfen nur große Volumen an Bassabsorbern (z.B. ganze Wand, alle Raumkanten etc.), eine andere Aufstellung oder der Einsatz mehrerer Subwoofer. Allgemein sehe ich DSPs/EQs auch eher als letzten Feinschliff. Wie gesagt beheben sie nicht die Ursachen, sondern versuchen einen Teil der Symptome zu lindern. Mit Glück und ausreichend Filtern bekommt man auch im Badezimmer einen linearen Frequenzgang hin - klingen wird‘s trotzdem nicht. |
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Sahayn
Stammgast |
22:14
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#8
erstellt: 10. Nov 2020, |
Ich befinde mich eh gerade beim Projekt Raumakustik und mache da vorerst weiter. Momentan ist nur das Deckensegel vorhanden. Ggf greife ich das DSP Thema erneut auf, wenn ich damit fertig bin und die restlichen Lautsprecher gebaut habe. Ich danke euch schon mal für eure gebrachten Antworten und Ratschläge. ![]() |
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