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Wie machen die das? Alte Aufnahmen -wie neu?+A -A |
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Autor |
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Weidenkaetzchen
Gesperrt |
#1 erstellt: 17. Mai 2011, 22:06 | ||||
Hallo...ich hab mal wieder eine Verständnisfrage... Ich habe mir vor paar Tagen diese CD gekauft Wie geht das, dass diese Aufnahmen aus den frühen 80ern wie Aufnahmen von heute klingen, bzw sogar besser? Ich hatte diese Titel teilweise damals im Original, aber die Klangqualität solcher "Remastered Versionen" ist manchmal 100 mal besser als das was damals veröffentlicht wurde. Und komm mir keiner...es liegt an deinen Bose Lautsprechern,...ich hab extra über den Beyerdynamic DT 990 Pro gehört. Die Titel klingen wie gerade gestern aufgenommen, obwohl sie 30 Jahre alt sind. Wie machen die das? Das ist eine Blank & Jones Produktion...hab schon mal gehört von denen, aber trotzdem, die kochen doch auch nur mit Wasser |
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Hustinettenbär
Stammgast |
#2 erstellt: 17. Mai 2011, 22:39 | ||||
Besser ist das.. Ich bin da auch nicht gerade der Held, was Aufnahme und Mischung betrifft, denke mir aber, das wenn ich als normaluser mit einen ordinären "Entknackerprogramm" beim digitalisieren von Platte auf Festplatte schon teilweise erstaunliche Ergebnisse erzielen kann, das das mit professioneller Software nochmal ganz andere Wege gehen kann. |
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bartman4ever
Inventar |
#3 erstellt: 18. Mai 2011, 08:08 | ||||
Das liegt daran, dass der Sound in den 80-ern mit den heutigen Hörgewohnheiten kaum noch übereinstimmt und wenn ein Mastering-Ing die alten Aufnahmen aufpoliert, dann klingt das wie neu aufgenommen. Wichtig ist, dass eine ungemasterte Version vorhanden ist und die Basisqualität der Aufnahmen stimmt. Und das sollte bei Ultravox gegeben sein. Hab gerade vorgestern in meinem akustisch optimierten Raum ältere CDs von Jethro Tull gehört. Mein Lieblingsalbum 'Thick as a Brick' als CD-Erstausgabe musste ich nach 5 Minuten abschalten, weil es in den Mitten total geklirrt hat. Dagegen konnte ich die sehr anstrengende 'A Passion Play' geniessen, weil das neue Mastering genau die Mitten von dem Klirr befreit hat. Es liegt aber auch immer an dem Mastering-Ing und dem Auftraggeber. Bei falscher Vorgabe geht sowas schon mal in die Hose. Die 2. Genesis-Box ist so ein Negativbeispiel. |
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Weidenkaetzchen
Gesperrt |
#4 erstellt: 18. Mai 2011, 08:30 | ||||
Nun, die Abmischung bzw das Mastering ist eine Sache. Dass man da viel verändern kann leuchtet mir schon ein, aber das Quellmaterial ist 30 Jahre alt. Zu dieser Zeit sind die allermeisten Aufnahmen analog gemacht worden, mal abgesehen von Bandrauschen was man ja noch versuchen kann "herauszufiltern" so ist doch trotzdem das Bandmaterial auch gealtert. Nimmt man heute das original Masterband von 1980, dann dürfte doch da kaum noch verwendbares Ton-Material drauf sein. |
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Pilotcutter
Administrator |
#5 erstellt: 18. Mai 2011, 08:49 | ||||
Das glaube ich nicht. Ich denke schon, dass Bänder lange stabil sind. Ich habe ja selbst Kassetten, die locker 30 Jahre und in guter Verfassung sind (je nach Abspielhäufigkeit natürlich). Es gibt ja durchaus noch ältere Aufnahmen, die heute remastered werden. Ich habe zB einige der Beethoven/Karajan Sinfonien (Karajans erste Einspielung mit den Berlinern 1962). Selbige wurden 2003 neu als SACD aufgelegt. Man kann bei dieser Aufnahme geteilter Meinung sein, es ist aber schon enorm, was da klanglich 'rausgeholt wird. Ein leichtes Rauschen lässt sich mit sensiblen Schallwandlern vernehmen (wahrscheinlich kann man das Rauschen nicht gänzlich entfernen ohne die Tonqualität anzutasten). Gruß. Olaf [Beitrag von Pilotcutter am 18. Mai 2011, 08:50 bearbeitet] |
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RoA
Inventar |
#6 erstellt: 18. Mai 2011, 09:20 | ||||
Ich halte es zumindest für möglich. Es dürfte in der Praxis aber keine Rolle mehr spielen, weil sämtliche Bänder schon vor Jahren digitalisiert worden sein sollten. Allein schon, um das umkopieren zu vermeiden. Oder glaubt hier noch ernsthaft einer an die Mär "digitally remastered from the original tape"? Wobei: Die erste Digitalkopie stammt muß ja vom Tape stammen.
Nicht nur die Unterhaltungselektronik, sondern auch das Studio-Equipment sind schon etwas länger ausgereift. Es gibt etliche Aufnahmen bis in die späten 50iger, die man heute auch nicht besser hinkriegen würde. Vernünftig gemastered klingen sie traumhaft. |
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tsieg-ifih
Gesperrt |
#7 erstellt: 19. Mai 2011, 11:19 | ||||
Der gute Klang einer Musikproduktion ist immer das Ergebnis von : 1 ) musikalisches Können der Künstler 2 ) der Studiotechnik (Aufnahme, Mischen von Lautstärke der einzelnen Spuren, Dynamik und Effekte) 3 ) dem Promillegrad des Tonmeisters 4 ) letztendlich das Mastern, um die Stereodatei nochmals aufzuwerten (oder auch nicht ). Es gibt aus jeder Epoche unterschiedliche gute und schlechte Aufnahmen auf Vinyl und CD. Die Bemühungen eine feste Regel bzgl. der Klangqualität abzuleiten wird desshalb schon scheitern , weil der Tonmeister das entscheidente "Glied in der Kette" ist und aus jeder guten eine schlechte und aus jeder schlechten eine gute Produktion erstellen kann, je nach Laune und Können. Leider sind dem Tonmeister aufgrund Gewinnmaximierungen Grenzen gesetzt , die von den Chefs der Marketingabteilungen kommen und ihm vorschreiben, dass z.B. der Lautheitsgrad dem heutigen Standard entsprechen soll. Um die Kosten günstig zu halten müssen auch Zeitvorgaben eingehalten werden, jede Produktion muss heute auf dem schnellsten Wege gehen, die nächste CD wartet schon vor der Tür, Massenmarkt halt Es ist auch nachvollziehbar dass das Original Masterband für eine weitere Verwendung vorliegen muss, um die beste Qualität herauszuholen. Oft sind aber diese alten Originalmasterbänder durch unsachgemäße Lagerung verklebt oder defekt und es werden "nur" minderwertige Kopien für eine angeblich bessere Qualität für das Remake verwendet, die dann als "remixed" oder "remastered" uns einsuggeriert und teuer verkauft werden. Meist sind solche nachträglichen Verschlimmbesserungen des guten Klangs nicht würdig. Dann doch lieber die erste Originalaufnahme, auch wenn diese schon älter ist Anm. (CR): auf Wunsch des Erstellers geändert [Beitrag von cr am 05. Jun 2011, 01:51 bearbeitet] |
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cr
Inventar |
#8 erstellt: 05. Jun 2011, 01:55 | ||||
Ich finde das weniger erstaunlich, denn die Klassikaufnahmen aus den 70ern aufwärts haben auch schon höchstes Klangniveau, also reichts für Pop mit seiner geringen Dynamik allemal. Dass Bänder aus den 80ern schon beschädigt sein sollen, würde ich eher als Ausnahmefall einstufen (abgesehen davon, dass sie, wie schon gesagt, längst digitalisiert wurden). |
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tsieg-ifih
Gesperrt |
#9 erstellt: 05. Jun 2011, 09:24 | ||||
Es gibt bereits aus den 50er gute Aufnahmen von Elvis, Belafonte, Sinatra und co. In Dynamik, Bass und Raum sogar oft besser als heute. Man sollte sich einige Namen merken was auf den Covers so draufsteht, RCA, Decca, Mercury/Philips, EMI oder bestimmte Produzenten und Tonmeister, dann liegt man richtig Hier eine CD wo man sich nur noch wundern kann was damals möglich war : |
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