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Diffusorbau: Praxistipps erwünscht+A -A |
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Autor |
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martin
Hat sich gelöscht |
12:35
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#1
erstellt: 15. Apr 2005, |
Hi, ich will mir einen eindimensionalen QRD bauen. Außmaße zw. 1,50m..2,00m, also mind. 37,5cm Tiefe. Gestern durch 'nen Baumarkt geschlendert, um zu sehen, was man für die schmalen Trennwände zw. den Kammern nehmen kann. Mit dünnen stabilen Brettern war da nichts. Außer beim Schreiner mal nach dünnem Sperrholz zu fragen, fällt mir nichts ein. Wie dünn bekommt man das überhaupt? Möchte ja nicht unnütz den Diffusor in die Breite ziehen. Weiß jemand Rat? Vielleicht auch mit einer alternativen Konstruktionsidee. Ich möchte auf einer großen Platte, die als Rückenfläche dient, die erforderliche Anzahl an Trennbrettern anbringen. Ist halt Materialverschwendung wenn ein Großteil der Konstruktion hinter der Diffusosionsfläche verbaut ist ![]() Grüße martin |
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jakob
Hat sich gelöscht |
16:13
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#2
erstellt: 15. Apr 2005, |
Tischler- oder Sperrholzplatten wird es mindestens bis runter zu 5-6mm geben. Bei der vorgesehenen Tiefe/Abmessungen könnte es schon ?unerwünschte? Nebeneffekte geben, weil ein Teil der Wände wie ein Plattenabsorber wirken kann. Eine vorstellbare Alternative wäre auch hier die Verwendung des von SV650 vorgeschlagenen Styrodurs als "Vollmaterial" Die verglichen mit Holz eher unregelmässige Oberfläche könnte zusätzlich günstig wirken. Gruß |
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Thiuda
Inventar |
20:29
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#3
erstellt: 16. Apr 2005, |
Hallo Martin, ich habe selbst schon 2 Diffusoren gebaut und kann dir als Grundwerkstoff für die äußeren Wände und die Fächer nur MDF empfelen, das gibt es in geringen Dicken, ist sehr stabil und starr, eignet sich perfeckt dafür und wird ja auch im Boxenbau eingesetzt. Als Füllmaterial für die Kammern kommen zum Beispiel Dachbalken in Frage, die gibt es mit einer Kantenlänge von bis zu 10 cm. Diese kannst du dann in der Gewünschten Länge abschneiden und in die Kammer legen, also wie Bierdeckel mit verschiedenen höhen untereinander. Also so: | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | [ ] | | = Trennwand [ ] = in gewünschter Länge Abgeschnittenes 4 Kantholz Ich habe mir allerdings 2 2dimensionale QRD´s gebaut. Auch aus MDF und 4Kantholz, so: ![]() (Der steht noch auf dem Kasten, da ich ihn noch nicht an die Wand gehängt habe) Sie wirken etwas besser und sehen für meinen Geschmack besser aus. Ich weiß leider nicht mehr wo ich die Anleitung hingepackt habe, ich glaube ich habe sie bei der letzten neuinstallation ausversehen gelöscht. Allerdings kannst du auch den 1 dimensionalen bauen, ist einfacher und wirkt auch sehr gut! Ich kann jedem nur Diffusoren empfelen, im hinteren Raumbereich traumhaft, kein Flatterecho mehr, schöne hochtonbrillianz (Da sie dem Raum keine Schallenergie entziehen wie absorber) und ich habe ein viel freiräumigeres Klanggefühl bekommen, als wenn hinter mir gar keine Wände währen. M.f.G. Draic-Kin [Beitrag von Thiuda am 16. Apr 2005, 20:32 bearbeitet] |
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Buddelfrosch
Stammgast |
10:13
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#4
erstellt: 18. Apr 2005, |
Hallo Draic-Kin, sehr schöne Arbeit. Gefällt mir gut.:hail Die Pläne kann man, wie üblich ![]() Gruß BF |
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martin
Hat sich gelöscht |
11:20
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#5
erstellt: 18. Apr 2005, |
Hi jakob, Danke für den Tipp. Der Thread enthält nützliche Tipps, vor allem wird mir die Rechnerei abgenommen ![]() Mit Styrodur als Füllmaterial tu' ich mich etwas schwer. Hab schon jede Menge poröse Absorber in Form von Basotect-Platten für Decke und Wände hinter den LS bzw. Prismen für Eckaufstellung in der Planung (liegt auch schon rum). Falls es im HT-Bereich oberhalb der Diffusionswirkung zu unerwünschten Reflexionen kommen sollte, trag ich lieber abschließend etwas Poröses auf. @Draig-Kin So habe ich mir das mit dem Füllmaterial auch vorgestellt. Allerdings hatte ich an Distanzhölzer gedacht, anstatt mit weiteren Dachlatten aufzufüllen. Ob der Hohlraum ein Problem wäre? Der hier ist auch nicht massiv ![]() Grüße Martin |
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jakob
Hat sich gelöscht |
15:39
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#6
erstellt: 18. Apr 2005, |
@ martin, ja, die beiden BBC-Papers sind interessant, nicht zuletzt auch wegen der Literaturangaben, und der Onlinerechner scheint gelungen. Man müßte wegen Styrodur nochmals intensiver forschen. Sicher ist die Zellstruktur völlig anders als bei den zahlreichen Absorberschaumstoffvarianten (sonst gäbe es auch keine Notwendigkeit für diese), eine ausgeprägte Absorptionswirkung würde ich zunächst nicht erwarten. Ein Punkt könnte tatsächlich die Wirkung bei tiefen Frequenzen sein, hier können wohl nur praktische Erfahrungen weiterhelfen. Da Du wohl noch tiefer herunter Wirkung erzielen möchtest (37,5 cm) hätte ich nur Bedenken, daß zumindest teilweise die entstehende Kammerstruktur Plattenabsorbereigenschaften aufweist. Dann müßte doch irgendeine Art von "Beruhigung" her (Füllen mit Montageschaum?). Die Verwendung der Holzabmessungen analog zu Razorblade führt vermutlich zu verminderter Diffusionswirkung in höheren Frequenzbereichen, was man mE an den Diagrammen auf der Website auch sehen kann. RPG kam auch deswegen wohl auf die Idee der mikrostrukturierten Diffusormaterialoberflächen, was mE auch für Styrodur sprechen könnte. Wobei man da vielleicht nochmals kritisch nachrechnen sollte, wenn man mal ein Styrodurmaterial in Händen gehabt hat. ![]() Letztendlich setzt die Verwendung dickerer Holzzwischenwände der Wirksamkeit bei höheren Frequenzen enge Grenzen. Gruß P.S. Auch, wenn es vielleicht Eulen nach Athen trägt, die Website enthält viele lesenswerte Artikel: ![]() |
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martin
Hat sich gelöscht |
08:35
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#7
erstellt: 26. Apr 2005, |
So, hab mal ein paar Kleinere QRD besorgt (für den Preis lohnt sich DIY für mich nicht), um auch etwas Anschauungsmaterial für den Großen zu haben. ![]() Die Kisten sind sauschwer. Was ist denn in Anbetracht von anzuhängenden Lasten das beste Dübelsystem für Rigipswände? Interessant ist die als 'alternative Kammeraufteilung' beschriebene Anordnung. Ich habe bisher nichts zu dieser symmetrischen Anordnung mit den quergeneigten Kammerböden finden können. Rein intuitiv würde ich vermuten, das der fließende Übergang ggü. dem getreppten Vorteile bezüglich gleichmäßigerer Diffusion bietet. Grüße martin |
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Merkwürden
Neuling |
13:55
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#8
erstellt: 26. Apr 2005, |
Hallo zusammen, kann Martin nur zustimmen. DIY-Diffusor deutlich günstiger aber zum Preis von 179,00 Euronen lohnt es sich nicht das WE in der Garage zu verbringen. Zudem sind die Diffusoren bestens verarbeitet und sehen auch noch gut aus. Was will man mehr.... Gruß Merkwürden |
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Thiuda
Inventar |
18:18
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#9
erstellt: 28. Apr 2005, |
Ich denke schon das es sich lohnt, ich habe für einen Diffusor nur 50 Euro bezahlt und das ist ein zweidimensionaler QRD, welcher wirkungsvoller als der sehr simpele Diffusor für 170€, ist... für den würde ich kein Geld ausgeben!!! Die kammern scheinen symetrisch von der Mitte nach außen hin abzufallen, meiner Meinung nach nicht sehr wirkungsvoll, QRD´s oder auch PRD´s basieren auf Zahlenfolgen von Primzahlen, sie sind wesentlich komplexer und haben exelente Streueigenschaften! Hier der vergleich: ![]() ![]() Aber nicht jeder hat ein geschicktes Händchen, mir macht es Spaß und es ist auch ein schönes Gefühl sachen in seinem Raum zu haben, die man selbst geleistet hat und für die man nicht nur den Geldbeutel gezückt hat... M.f.G. Draic-Kin [Beitrag von Thiuda am 28. Apr 2005, 18:28 bearbeitet] |
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Merkwürden
Neuling |
08:29
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#10
erstellt: 29. Apr 2005, |
Hallo zusammen, Zitat: Die kammern scheinen symetrisch von der Mitte nach außen hin abzufallen, meiner Meinung nach nicht sehr wirkungsvoll Ich weiß nicht, ob hier nur die eigene Meinung gefragt ist. Auch zu diesem Diffuser existiert ein Streudiagramm und belegt die Wirkung, die sich aber wie in den anderen Fällen auch, nicht mit den heimischen Mess- Equipment nachweisen lässt. 70% Streuwirkung scheint ja für diesen und bauähnliche Diffusoren in Ordnung zu sein. Beste Grüße Merkwürden [Beitrag von Merkwürden am 29. Apr 2005, 08:30 bearbeitet] |
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Thiuda
Inventar |
10:13
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#11
erstellt: 29. Apr 2005, |
Meine Meinung basiert auf Erfahrung und Literatur, ich habe selbst schon Diuffusoren gebaut, auch 1-dimensionale und habe mich recht lange mit dem Thema beschäftigt! Erstens kann dieser Diffusor den Schall nur in einer Ebene streuen (Die senkrecht zu den Streifen verläuft) und zweitens wird die Wirksamkeit (neben Tiefe des Diffusors und der Kammerbreite) durch die Folge der Vertiefungen bestimmt! Und die ist bei dem hier zu kaufenden Diffusor einfach zu simpel aufgebaut. Ich kann zumindestens keine komplexe Zahlenfolge von Primzahlen erkennen, da er wie gesagt symetrisch aufgebaut ist, die Zellen steigen zur mitte hin monoton an, der kann einfach nicht so exelente Streueigenschaften liefern.
Wo? [Beitrag von Thiuda am 29. Apr 2005, 10:21 bearbeitet] |
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martin
Hat sich gelöscht |
11:06
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#12
erstellt: 29. Apr 2005, |
@Draic-Kin Streudiagramm war bei den Kisten dabei. Kann ich bei Bedarf einscannen (nächste Woche aber erst). Der Preis ist aus meiner Sicht dennoch in Ordnung, die gesparte Zeit ist für einen Familienvater nicht zu unterschätzen ![]() Es bleibt ja noch genug Arbeit mit DBA-Bau und Raumakustikelemente platzieren, um das von Dir beschriebene Zufriedenheitsgefühl via DIY zu genießen ![]() Grüße martin |
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