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Anlage aus Nachlass - sind das Klassiker?+A -A |
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Autor |
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Terras
Neuling |
20:29
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#1
erstellt: 11. Mai 2022, |
Hallo zusammen, wir sind gerade dabei in den Hifi-Genuss einzusteigen (meine Freundin möchte ihre Plattensammlung reaktivieren) ... waren im Hifi-Laden, haben Prob gehört und ein Angebot machen lassen ... und das dann in der Verwandtschaft herum erzählt. Worauf ich aus dem Nachlass meiner Oma eine Anlage bekommen kann. Auf der Recherche nach den guten Stücken bin ich bei euch gelandet ... und habe ein paar Fragen: Die Anlage wurde wohl 1982 gekauft und gut behandelt. Es handelt sich um:
Da das ganze schon gut 40 Jahre alt ist ... was sollte ich hier denn in den Angriff nehmen oder gut prüfen? Am meisten Sorgen mache ich mir um die Lautsprecher. Sollte ich da eher mit einem Neukauf rechnen, oder sollte man die Membrane tauschen? Und beim Plattenspieler (gab noch keine Gelegenheit zum Probe hören) bin ich auch etwas skeptisch. Wechselt man da nach 40 Jahren sporadischer Benutzung nur die Nadel oder den ganzen Tonabnehmer? (Und überhaupt ...Vollautomat und Direktantrieb habe ich in den Hifi-Geschäften gar nicht mehr gesehen und ich bin dem Ding gegenüber einfach etwas misstrauisch.) Beim Verstärker hoffe ich einfach mal, dass er noch ein Weilchen hält. Also ... auf jeden Fall wäre ich über etwas Rat, Zuspruch und so weiter dankbar. ![]() Und würde mich über Einschätzungen freuen ob das eher Klassiker sind, eher "Bastlermaterial" oder irgendwas dazwischen. |
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raindancer
Inventar |
20:46
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#2
erstellt: 11. Mai 2022, |
So die fetten Klassiker sind das nicht, aber immerhin gehobene Mittelklasse und allemal wert erhalten zu werden. Der Amp wäre hier mein Sorgenkind, wenn der mukt nervt einfach alles. Aber zunächst benötigen wir eine Bestandsaufnahme, Geräte anschließen und ausprobieren, vorher mit den Bedienungsanleitungen vertraut machen, vor allem für den Dual, für einen Transport vorher informieren was zu tun ist (Gegengewicht, Plattenteller, Transportsicherungen). Schau, ob Zubehör dabei ist, auch wenn keiner weiss was wafür gut ist, ev ist ein Halbzollumbausatz dabei oder so. Achja, die Lautsprecher sind das Geringste, schauen ob die Sicken noch ok sind, hören, wenn nix kratzt etc wars das. |
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Ingor
Inventar |
06:34
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#3
erstellt: 12. Mai 2022, |
Der CS 626 ist unverwüstlich. Der Direktantrieb macht keine Mucken. Allein der Steuerpimpel wird zerbröselt sein. Ein kleines Gummihütchen für das automatische Schwenken des Tonarms, das man noch kaufen kann und auch selber austauschen. Ein sehr schönes Gerät und in Qualität und Anmutung vielen alten und neuen Schallplattenspielern überlegen. Um Platte zu hören, reicht er absolut aus. Für den Plattenfanatiker natürlich nicht. |
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8erberg
Inventar |
17:19
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#4
erstellt: 13. Mai 2022, |
Hallo, probier es. Beim Plattenspieler nach Anleitung einstellen: ![]() Peter [Beitrag von 8erberg am 13. Mai 2022, 17:24 bearbeitet] |
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Terras
Neuling |
21:21
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#5
erstellt: 15. Mai 2022, |
Danke für eure Antworten. Ein erster Test hat gezeigt, dass es zwischen Verstärker und Lautsprechern noch ein Problem gibt, der Ton kommt nur in einer Box an, die andere knackt mal oder spielt man bisschen mit. Wenn ich nächstes Wochenende wieder hinfahre, werden wir weiter testen. Der Plattenspieler wurde wohl kaum benutzt. Vielen Dank für eure Hilfe, ich schreibe dann auch, was schlussendlich heraus kam, |
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8bitRisc
Inventar |
21:44
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#6
erstellt: 20. Mai 2022, |
Im ersten Schritt sollten alle Verbindungen zwischen den Geräten und Lautsprechern kontrolliert werden. (Sitzt alles fest ?, sind Anschlüsse oxidiert ?, sind die Verbindungskabel evtl. defekt sprich Wackelkontakt in den Leitungen) Nehme noch ein weiteres Quellgerät (z.B. CD-Player) mit und schließe diesen auch an den Verstärker an. Ich würde den Test mit dem mitgenommen Quellgerät starten. Einfach mal während der Wiedergabe, den Lautstärke-, den Balance- und die Klangregler bewegen. Wenn es dann vernehmlich aus den Lautsprechern kracht und es zu Kanalaussetzern kommt, müssen die Potis gereinigt werden. Manchmal hilft auch ein schnelles und häufiges Hin- und Herdrehen der Regler um das Problem ein wenig zu beseitigen. Dann den Test mit dem Eingangswahlschalter wiederholen. Wenn nun der Verstärker samt Lautsprecher auf beiden Kanälen spielt würde ich die Wiedergabe via Plattenspieler testen. Kommt es nun zu Tonaussetzern so sollten das Phonokabel und der Phonoeingang (insb. Eingangswähler) am Verstärker überprüft werden. Dann würde ich die Kontakte am TK-Headshell und am Tonabnehmer kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Was kann man sonst noch machen. Ich würde zumindest mal den Verstärker öffnen und schauen ob er evtl. innen vom Staub gereinigt werden sollte. Dann noch einen Blick auf die Kondensatoren und Widerstände werden. Wenn hier was verdächtig aussieht sollte das betroffene Bauteil erneuert werden. Beim Plattenspieler muß bei nicht richtig funktionierender Automatik meistens nur der Steuerpimpel getauscht werden. (dazu gibt es jede Menge Informationen im Netz) [Beitrag von 8bitRisc am 20. Mai 2022, 22:00 bearbeitet] |
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Kunibert63
Inventar |
15:00
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#7
erstellt: 21. Mai 2022, |
Fotos, wir wollen Foto sehn. ![]() Denn dann können die Experten hier schnell sehen was geht. Die sehen direkt ob auf einer Platine was nicht korrekt ist. Wie der Dreher eingerichtet ist zum Zeitpunkt des Fotos. Na und des Lautsprechers Schwäche sind Sicken. Drinnen tut sich nicht viel. Aber auch da helfen Fotos. |
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tubescreamer61
Inventar |
15:08
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#8
erstellt: 21. Mai 2022, |
Nöö, da muss ich wiedersprechen. Z. Bsp. würde ich mal prophylaktisch alle bipolaren Elkos austauschen. Wie bei allen Elektrolyt-Kondensatoren kann auch dort die Elektrolyt-Flüssigkeit austrocknen und die Kapazitätswerte verändern. Gruß Arvid |
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Kunibert63
Inventar |
16:31
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#9
erstellt: 21. Mai 2022, |
Fotos....... ![]() |
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Terras
Neuling |
19:59
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#10
erstellt: 22. Mai 2022, |
Hi, nochmal vielen Dank für eure Antworten. Die Anlage haben wir heute zu uns gefahren und heute Abend getestet. Leider gab sie keinen Ton von sich. Getestet haben wir mit einer externen Quelle (Cinchkabel auf Klinke + Handy) und leider haben weder die Lautsprecher noch der Kopfhörer einen Ton gespielt. Ich habe auch verschiedene Eingänge durchprobiert. Ich hab jetzt auch ein paar Fotos vom Verstärker gemacht ... habe nur leider von Elektronik keine Ahnung. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Ich seh' da nix. (Aber woher sollt ich auch.) ![]() |
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8erberg
Inventar |
12:24
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#11
erstellt: 23. Mai 2022, |
Hallo, an welchen Eingang wurde denn angeschlossen? Der Verstärker auch auf richtige Quelle geschaltet? Peter |
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Terras
Neuling |
20:41
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#12
erstellt: 23. Mai 2022, |
Es wurde Aux und Tape versucht und auf die richtige Quelle geschaltet. Wir haben ihn jetzt heute mal zur Reparatur gebracht. Mal schauen was die dort herausfinden. |
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gehtjanx
Hat sich gelöscht |
00:56
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#13
erstellt: 24. Mai 2022, |
Hallo, Ohje, das sieht nicht gut aus. Optisch würde ich sagen entspricht es diesen Elkos und es scheint auch eine Verfärbung um diese Bauteile zu geben (gemeint sind die schwarzen großen Zylinder Kannen in der oberen Mitte der Platine). Darunter sieht man so einen weißen Schleier - sieht seltsam aus? Könnte auch von der Kamera oder dem Blitz sein oder der Herstellung. Habe extra nochmal meinen Harman geöffnet und es handelt sich um die gleichen Elkos: Dreiecksymbol, "CE" und dann steht vermutlich ein Wert wie 8000 uF / 45 V oder ähnliches drauf. In deinem Fall 8200 uF und 65 (?) V was ich so erkennen kann. ![]() Diese Elkos haben da nichts mehr verloren nach meinen Erfahrungen nach und sind problematisch, egal ob es nun darunter ausgelaufen ist (vermutlich) oder schon nebenher rinnt oder die Werte einfach nicht mehr stimmen. Von meinen waren 4 von 4 defekt und ausgelaufen mit gleichem Fehlerbild und daher wohl ein Serienfehler der nun alle betrifft in diesem Alter von diesem Hersteller Also vergleiche das mal. Wenn man sowas in Betrieb nimmt, dann braucht man sich nicht wundern, wenn es einem um die Ohren fliegt. Sowas kann man nicht ohne Kontrolle einfach anstecken als käme es gerade aus dem Media Markt. Wenn ein Kanal schon nicht ging, hast du wohl den zweiten auch gekillt nun. Das heißt auf gut Deutsch wenn du nicht echte Erfahrung hast im Löten und die Bauteile alle austauscht (nicht nur die Elkos sondern alle defekten, ich vermute ein Kanal oder beide sind sowieso tot nach deiner Beschreibung nach) dann kannst du das Ding spätestens jetzt abschreiben/entsorgen. ![]() ![]() Kaufe dir nen gescheiten Harman, machen auch Probleme aber sehen gut aus, zB HK 980 oder von mir aus einen älteren aber revidiert, nicht wieder anstecken und töten. Ich habe mir mal erlaubt die angesprochene Stelle zwecks besserem Verständnis in deinem Bild zu markieren: ![]() Kann es leider nicht so genau erkennen um was es sich bei dieser Schicht da handelt. Aber ich vermute da ist mehr defekt bzw. muss das Gerät überholt werden, zumindest diese Elkos ausgetauscht und vermutlich noch weitere Schäden an Transistoren (kein Ton/knackt). Aber Strom hat das Ding noch?!? Hat es die Sicherung gefetzt (von Gerät oder von Lautsprecher)? Sicherungen befinden sich unter dem Einschalter, also links vorne unten an der eigenen Platine (links neben der Hauptplatine) unter dem Kabelsalat. Vermutlich hat es die gefetzt? Die Sicherungen findest du hier: ![]() Kannst ja mal optisch kontrollieren ob die durchgebrannt ansehen, sieht man nicht immer aber es sollte ein dünner Draht durchlaufen gespannt und nicht gerissen. Die Sicherungen kann man ggf. mit einem flachen Schraubenzieher raushebeln aber vorsichtig sein bzw. vielleicht sieht man es ja auch so. BITTE KEINE ARBEITEN AN OFFENEM GERÄTE MIT STROM DURCHFÜHREN! STECKER ZIEHEN! LG [Beitrag von gehtjanx am 24. Mai 2022, 01:17 bearbeitet] |
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