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Was hört Ihr gerade jetzt ? (JAZZ)+A -A |
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Autor |
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Don_Tomaso
Inventar |
23:38
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#20473
erstellt: 24. Jan 2021, |
Die Besetzung bei Lloyd ist ja mal ein Kracher, die werde ich mal anhören. Danke für den Tipp.
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Mr._Lovegrove
Inventar |
08:22
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#20474
erstellt: 26. Jan 2021, |
Hier mal eine Scheibe für Fans gepflegt- swingender Mainstreamjazzkultur: ![]() Kenny Drew Trio Your soft eyes, 1982 Double Bass – Mads Vinding Drums – Ed Thigpen Piano – Kenny Drew Der Pianist, den viele wohl von seinem Blue Note Klassier "Undercurrent" kennen, veröffentlichte bis zu seinem Tode 1993 hin einige Trioscheibe in wechselnden Besetzungen. Mir liegen mit diesem hier, dem Album "Morning" von von 1976 (auf Steeple Chase) und den "Recollections" von 1989 drei dieser Platten vor, auf denen der Pianist sich dem Mainstreamjazz widmet. Mit festem Swing, starkem Harmoniespiel und flink wandernden Fingern ist das Musik, die enorm viel Freude verbreitet, aber auf Grund des starken Charakters Drews und seiner beiden mitgroovenden Mitspieler eben auch immer ganz eigen bleibt. Der Klang der Aufnahme aus Italien ist leider stark höhenlastig und zuweil gerade bei den Becken und Hi Hats recht spitz, aber das tut dem Spaß, den man hier hat, keinen Abbruch. |
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arnaoutchot
Moderator |
14:22
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#20475
erstellt: 26. Jan 2021, |
Nicht nur davon. Drew betätigte zB auch die Tasten auf einer gewissen Blue Train ... ![]() Hier mal wieder jazzgeschichtliches Urgestein: Charlie Parker - The Complete Verve Master Takes - Verve 3CD 1949-54/2003. Immer wieder fein, Parkers Beginn bei Verve zu hören. Er war noch einigermassen fit und nicht ständig unter Droge, klanglich sind die Aufnahmen gut hörbares Mono und nicht ganz so schrappelig wie die qualitativ noch höher einzuschätzenden Savoy- und Dial-Aufnahmen. Die ersten Sessions für Verve mit Kenny Dorham als Nachfolger von Miles Davis an der Trompete oder später dann Dizzy Gillespie sind immer noch phänomenal. Und auch die ersten Aufnahmen with strings finde ich in all ihrem Kitsch immer wieder amüsant. Parker wollte das so, es wurde ihm nicht vom Produzenten aufgezwungen. Einzig das scheussliche Coverbild der ansonsten schönen Blech-Box mag ich nicht ! ![]() ![]() |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
08:01
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#20476
erstellt: 28. Jan 2021, |
Ich entdecke gerade ein wenig die Welt des norwegischen Trompeter Arve Henriksen. Der 1968 geborene Musiker hat ja schon recht viel veröffentlicht (auch auf ECM). Gestern und heute liefen und laufen folgende Alben: ![]() Arve Henriksen Towards language, 2017 So richtiger Jazz ist das ja vielleicht gar nicht, aber Henriksen abstrahiert die Idee einer nordischen, düsteren Musik nahezu in ein wunderschönes aber auch extrem abgründiges Extrem. Ambient- Jazz ist vielleicht das richtige Wort für diese dunklen Tiefen. ![]() Arve Henriksen, J. Peter Schwalm Neuzeit, 2020 Dieses just erschiene Album finde ich noch ein ganzes Stück besser. Der von mir hochgeschätzte J. Peter Schwalm, der schon mit Brian Eno zusammengearbeitet hat (und mit diesem das meisterhafte Psychogramm "Drawn from life" produziert hat), liefert dichte, ruhige und teils vernebelte Schwaden von ambienthafter Percussion und Sounds, über die Henriksen atmosphärisch und äußerst reduziert bläst. Zusammen ersinnt man tiefgreifende und unglaublich vereinnahmende Soundscapes voller Bildhaftigkeit und gar schon abseitiger Poesie. Zeitgleich erschien (allerdings nur digital) übrigens noch diese hier: ´ ![]() Arve Henriksen & Terje Isungset The Art of Travel, 2020 Oha, da war ich aber erschreckt! Das ist wild und frei und noisig. Das ist nichts für mich, aber Joerg und jeder andere Freejazzfan könnte seinen Spaß daran haben. [Beitrag von Mr._Lovegrove am 28. Jan 2021, 09:53 bearbeitet] |
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Thowie
Hat sich gelöscht |
16:56
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#20477
erstellt: 29. Jan 2021, |
Michael: Danke für den Tipp! ![]() Nach wochenlangem Corona- und Behördenwahnsinn endlich mal wieder entspannt Musik hören,- und dann so einen herrlich entspannten, musikalisch wie klanglich tollen Tipp aus meinem Geburtsjahr! Genau die Musik, die ich als kleines Kind immer aus der Anlage meines Vaters hörte, und ich mag sie heute noch! |
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arnaoutchot
Moderator |
18:29
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#20478
erstellt: 29. Jan 2021, |
Freut mich. 1963 = unser Jahr, deswegen schreibe ich immer wunderbar ! ![]() ![]() |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
17:59
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#20479
erstellt: 01. Feb 2021, |
Thowie
Hat sich gelöscht |
18:42
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#20480
erstellt: 01. Feb 2021, |
Das ist KULT!!!! ![]() ![]() ![]() |
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arnaoutchot
Moderator |
20:03
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#20481
erstellt: 01. Feb 2021, |
Naja, wie man's nimmt. ![]() ![]() ![]() Hier Eric Dolphy with Booker Little - Far Cry - New Jazz/Original Jazz Classics 1960. Classic Dolphy ... mit einem Trompeter, der sein trauriges Schicksal eines frühen Todes teilte ... Booker mit 23 Jahren, Dolphy mit 36 Jahren. Beide strahlten nur kurz, aber umso heller. Edit: Ich musste dann weitermachen mit dem, was über das o.g. Studio Date hinaus der Höhepunkt der Zusammenarbeit der beiden war: Live at the Five Spot, Vol. 1 - Prestige New Jazz/Universal 1961, RVG Remaster 2008 (Bild ist von einer neueren Complete Edition, die ich nicht kenne, enthält noch das Dolphy-Solo God Bless the Child und Waldron's Status Seeking, die auf den Five Spot Vols 1 & 2 & Memorial Album fehlen. Kennt die Komplettausgabe jemand ... vor allem klanglich ?). ![]() ![]() [Beitrag von arnaoutchot am 01. Feb 2021, 20:27 bearbeitet] |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
08:13
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#20482
erstellt: 02. Feb 2021, |
Diese hier traf gestern in Form einer Promo CD ein: ![]() Mats Eilertsen Trio Sails Set, 2013 Double Bass – Mats Eilertsen Drums – Thomas Strønen Piano, Voice – Harmen Fraanje Und gemäß meiner Gewohnheit im Winter mal wieder nordischer Jazz. Der kommt dieses Mal vom norwegischen Bassisten Mats Eilertsen und seinem Trio. Doch so richtig klassischer Nordic Jazz ist das hier ja gar nicht, eher eine Elegie darüber. Eilertsen, Strønen und Fraanje haben den Jazz ihrer geograpischen Region natürlich inhaliert, aber sie atmen eine allenfalls dadurch angehauchte Luft aus. Diese Musik ist viel abstrakter, kraftvoller und kaum mal melodiös, aber oftmals einfach tief ergreifend. Fraanje ist ein brillanter Minimalist, der mit Pausen ebenso virtuos umzugehen weiß, wie mit punktgenauen Anschlägen. Strønen unterlegt diese modern- abstrakten Malereien mal forcierend und mal mit so raren wie kraftvollen Einsätzen. Und Eilertsen leistet als Leader einen erstaunlichen Brückenschlag, denn er transformiert die Tradition der großen norwegischen Bassisten wie Arild Andersen oder Anders Jormin in die Neuzeit und erweitert diese Klangsprache um vielerlei abstrakte Texturen. Die Drei haben dann 2019 wahrscheinlich eben durch diese brillante Klangsprache den Ritterschlag erfahren und bei ECM ihr immer noch aktuelles Trioalbum veröffentlicht, obwohl sowohl Eilertsen als auch Strønen ja auch schon vorher bei Eichers Label in Erscheinung traten. Klanglich ist "Sails Set" im übrigen am oberen Anschlag der Qualitätskala festgenagelt. Aufgenommen im Rainbow Oslo unter den Fingern von Jan-Erik Kongshaug hört man auch hier wieder diesen einzigartigen Klavierklang, diese perfekt getroffene Balance aus Farbe und Brillanz, dazu tiefe, präzise Bässe und natürlich jedes mikrofeine Vibrieren und Schwingen von Becken, Toms und Snares. Und das alles viel direkter, als man es beispielsweise von vielen ECM Produktionen gewohnt ist. Audiophilität pur! EDIT: Da ich neugierig war, habe ich prompt die schon erwähnte 2019er ECM des Trios angemacht: ![]() Mats Eilertsen, Thomas Strønen, Harmen Fraanje And then comes the night, 2019 Ich weiß wirklich nicht, ob es die reine musikalische Entwicklung des Trios darstellt oder ob Eicher auch hier einen größeren Einfluss ausgeübt hat, aber dieses Album erstirbt in sich selbst, auch wenn der Titel zur Atmosphäre der Musik passt. Hier wurde alle Rauheit abgeschliffen, alle Kannten abgesägt, es erklingen kaum mehr die so wunderbaren Abstraktionen des 2013er Allbums, sondern viel zu viel teils skizzenhafte Gleichförmigkeit. Auch klanglich ist das typisch Eicher, mit relativ viel Hall und wenig Attacke; immer noch gut, aber eben nicht die Brillanz der "Sails Set". [Beitrag von Mr._Lovegrove am 02. Feb 2021, 08:59 bearbeitet] |
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Thowie
Hat sich gelöscht |
09:23
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#20483
erstellt: 02. Feb 2021, |
@Michael: danke für den Tipp zu Dolphy, den hatte ich komischerweise gar nicht auf dem Schirm. Ich meinte mit KULT auch nicht spezifisch die Vinyls, sondern die Sun Bear Konzerte allgemein. |
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arnaoutchot
Moderator |
10:19
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#20484
erstellt: 02. Feb 2021, |
Ja, einen gewissen Kult-Charakter kann man den Konzerten von Jarrett nicht absprechen, da hast Du recht. Und zu Dolphy: Die Five-Spot-Konzerte sind klanglich nicht unbedingt audiophil zu nennen, Rudy van Gelder schleppte damals sein mobiles Aufnahme-Equipment in den kleinen Club. Aber die Stimmung und der Inhalt machen es wett. Was klanglich auf der oben gezeigten Complete Edition gemacht wurde, weiss ich nicht. |
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Whitehat
Stammgast |
11:16
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#20485
erstellt: 02. Feb 2021, |
Wenn man ein wenig Jazz mag und dann einen Film über Blue Note Records sieht, kommt man auf Gedanken und löst ein paar CD-Bestellungen aus. ![]() Bisher gibt es an den CD-Boxen nichts auszusetzen. Werde wohl auch ein paar LPs der aktuellen Classics oder Tone Poet RIs kaufen. [Beitrag von Whitehat am 02. Feb 2021, 11:17 bearbeitet] |
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Micha_L
Stammgast |
15:31
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#20486
erstellt: 02. Feb 2021, |
Ich habe mir nach der Doku die CD "Blue-Note-Allstars" zugelegt. Interessante musikalische Verschmelzung der "Vor-Rockjazz-Ära" mit gegenwärtigen Trends der afroamerikanischen Musik. [Beitrag von Micha_L am 02. Feb 2021, 15:32 bearbeitet] |
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Thowie
Hat sich gelöscht |
17:16
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#20487
erstellt: 02. Feb 2021, |
Nochmal zu Eric Dolphy: ich hab mir eben nach der Complete Session das Rudy Van Gelder Remaster in Master Qualität auf Tidal angehört. Das empfinde ich schon als wirklich deftige Verbesserung! Viel klarer, detailreicher, tonal echter, und man ist deutlich näher an der „Bühne“. Echt gelungen! |
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arnaoutchot
Moderator |
18:40
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#20488
erstellt: 02. Feb 2021, |
Ja, ich fand in diesem Fall das RVG-Mastering von 2008 nicht schlecht. Er liess auch selbstbewusst auf die CD schreiben, dass er der Ingenieur der Originalaufnahme war, er wusste, wie die Musiker klingen wollten und er die positiven Reaktionen der Musiker beim Abspielen der Aufnahmen erinnere. Das mag hier stimmen. Bei anderen Masterings (v.a. bei Blue Note) hat das nicht immer so geklappt. ![]() |
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crim63
Inventar |
21:10
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#20489
erstellt: 02. Feb 2021, |
Hallo ! Ich zitiere mal meinen Post aus dem rotiernden Thread von dieser wunderbaren Platte des "Oscar Peterson Trio", ein grandioses Scheibchen. Gruß Maik [Beitrag von crim63 am 02. Feb 2021, 21:12 bearbeitet] |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
06:24
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#20490
erstellt: 03. Feb 2021, |
Welchen der drei bekannten Filme hast du gesehen? Ich kenne sowohl den von Julian Benedikt von 1997 als auch den von Eric Friedler von 2018. Ersterer hat mich überhaupt nicht überzeugt, der Friedler- Film war schön gemacht und hatte wenigstens einen Spannungsbogen und eine wunderbare Storyline. Den dritten Film von Sophie Huber kenne ich nicht. Der lief ja letztens im TV. Soll auch sehr gut sein. Zu deinen Boxen ist zu sagen, dass die allesamt auf den RVG Masters basieren und somit klanglich nicht wirklich auf der Sonnenseite stehen. Man kann das hören, aber bis auf eine Ausnahme (Wayne Shorters "Juju" ist ein klangliches Unentschieden) sind die alten CDs mit den Ron McMaster Transferen immer die bessere Wahl. Oder wer mehr investieren will und kann, greift zu den XRCDs und APO Hybrid SACDs. [Beitrag von Mr._Lovegrove am 03. Feb 2021, 06:27 bearbeitet] |
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Whitehat
Stammgast |
09:49
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#20491
erstellt: 03. Feb 2021, |
Es war der Film von Sophie Huber. Zum Reinschnuppern was mir gefällt oder nicht, sind diese CDs sicher ausreichend. Ist es nicht merkwürdig, dass viele Remaster-Aktionen häufig kein positives Ergebnis bringen? Die Erstausgaben der von den ursprünglichen Bändern erstellten CDs werden aus klanglichen Gründen den nachfolgenden Ausgaben bevorzugt. Sind es die Original-Tapes, die damals jünger waren? Oder werden digitale Files aufgehübscht, da diese Bänder nicht mehr vorhanden sind? Das digitale Equipment war vor etlichen Jahren sicher auch wesentlich schlechter, als das was heute in den relevanten Studios zur Verfügung steht. Zum Vergleich sollten imho immer Standard-Veröffentlichungen herangezogen werden. Nicht audiophile Sonder-Editionen für das entsprechende Publikum. |
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wilder-Denker
Stammgast |
20:27
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#20492
erstellt: 04. Feb 2021, |
... mal wieder etwas aus der wilden Ecke des Jazz, was zumindest den ein oder anderen hier erfreuen könnte (?) ![]() ![]() Fred Van Hove - Piano Peter Brötzmann - Reeds ... zusammen zählten die Beiden stolze 160 Lebensjahre als sie diese Session 2019 Live at the Summer Bummer Festival (Antwerpen) spielten. Mehr als 50 Jahre liegen zwischen ihrer ersten Zusammenkunft, damals noch mit Han Bennink und nach wie vor spielen sie ihre Musik mit Enthusiasmus und der Frische von jungen Burschen ... wohl bemerkt roh und ausdrucksstark, die Ohren öffnend ![]() Für Fans ... ![]() |
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arnaoutchot
Moderator |
20:31
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#20493
erstellt: 04. Feb 2021, |
Alleine das Cover ist schon herrlich ... Bei van Hove gilt Lothar Matthäus' alte Lebensweisheit: Der Güddl muss zu die Schuh bassn ... Socken sind nicht so wichtig ![]() ![]() [Beitrag von arnaoutchot am 04. Feb 2021, 20:35 bearbeitet] |
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wilder-Denker
Stammgast |
20:57
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#20494
erstellt: 04. Feb 2021, |
Michael ... ich sehe, du gehst dem Cover ähnlich auf die Spur wie ich ![]() ![]() |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
06:27
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#20495
erstellt: 05. Feb 2021, |
Hier kamen in den letzten Tage wunderbare Sachen an: ![]() Verneri Pohjola - The Dead Don`t Dream Miles Davis - Kind Of Blue (Millenium Edition) Chet Baker - Peace (1989er CD) Die Pohjola hatte ich ja schonmal vorgestellt, aber so eine muß man dann doch als CD haben. Die "Kind Of Blue" ist mein 11. Exemplar. Die Millenium Edition war eine Sony Serie im Mini Vinyl Replika Format und fortlaufender Nummerierung. Im Falle von KoB enthält sie den 1996er Remix und ist halt eher optisch eine wunderschöne Angelegenheit, denn ein inhaltliches Muß, wenn man schon eine andere CD hat. Bei Chet Bakers fantastischem Album "Peace" liegt der Fall anders. Hier wurde nicht nur das erste Stück von "Szygedies" in "3+1=5" umbenannt. Das 1982er Album unter der Federführung von Vibraphonist David Friedman wurde 1989 für diesen CD- Release auch komplett remixt. Die Spuren verteilen sich ggü. dem Originalmix nun mehr im Stereopanorama und haben mehr Hall bekommen. Ich habe beide Mixe vorliegen und finde beide gut. [Beitrag von Mr._Lovegrove am 05. Feb 2021, 06:29 bearbeitet] |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
09:48
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#20496
erstellt: 07. Feb 2021, |
Hier läuft gerade mal wieder und passend zu den Türmen von Schnee da draußen eine meiner Nordic-Jazz- Lieblinge, "Datin" der Talisman Group. Aber das nur nebenbei. Ich wollte letztens mal eine Art Bestandsaufnahme machen, wo mich meine Jazzleidenschaft bis heute hingebracht hat und hab mal versucht, meine Lieblingsalben aufzulisten. Dies habe ich chronologisch geordnet und dann den für mich interessantesten Teil ausgerechnet; den numerischen und prozentualen Anteil jedes Erscheinungsjahrzehntes an der Summe. Heraus kam bei einer Gesamtauflistung von aktuell 187 Alben folgendes: 1950er--> 10 Stück = 5,35% 1960er--> 39 Stück = 20,86% 1970er--> 62 Stück = 33,15% 1980er--> 36 Stück = 19,25% 1990er--> 15 Stück = 8,02% 2000er--> 20 Stück = 10,7% 2010er--> 4 Stück = 2,14% 2020er--> 1 Stück= 0,53% Meistvertretener Künstler ist, wie soll es anders ein, Jan Garbarek, gefolgt von Terje Rypdal und Ralph Towner. Meistvertretenes Label ist natürlich ECM, gefolgt von Blue Note und Columbia Records. Das mag alles ziemlich nerdig anmuten, aber ich fand es mal interessant herauszufinden, wo mich mein Geschmack nach fast 30 Jahren des Jazzhörens hingeleitet hat. [Beitrag von Mr._Lovegrove am 07. Feb 2021, 09:48 bearbeitet] |
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Thowie
Hat sich gelöscht |
10:59
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#20497
erstellt: 07. Feb 2021, |
Das sind genau die Fragen, die man sich nicht beantworten kann, wenn man streamt... ![]() Obwohl bei mir inzwischen auch mehr Tidal als CD, Vinyl und Co. zusammen läuft. ![]() |
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arnaoutchot
Moderator |
11:22
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#20498
erstellt: 07. Feb 2021, |
Interessante Erhebung. Etwas bedenklich stimmt mich die Tatsache, dass offensichtlich keine einzige Aufnahme aus den für den Jazz so wichtigen Jahrzehnten 1920 - 1949 Eingang gefunden hat. ![]() ![]() |
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grilli100
Stammgast |
12:18
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#20499
erstellt: 07. Feb 2021, |
Inspiriert von Mr Lovegroves nordischem Winterjazz und als Vorbereitung auf die eisigen Temperaturen ab morgen läuft hier mal wieder: Jazz Pa Svenska - Jan Johansson Toller Trio Jazz, nordisch, winterlich aber nicht so düster. Wie eine Schlittenfahrt mit Pipi Langstrumpf ![]() ![]() |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
12:31
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#20500
erstellt: 07. Feb 2021, |
Es ist ja eine Liste mit meinen persönlichen Favoriten und nicht mit den für die Jazzentwicklung wichtigen Werken. Und ich persönlich kann weder mit dem frühen Jazz noch mit Swing oder Teilen des Bebop etwas anfangen. Ich höre so etwas schlicht und ergreifend nicht oder nur, wenn ich mein Wissen um den Jazz erweitern will, aber es ist nicht mein Geschmack. |
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arnaoutchot
Moderator |
16:49
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#20501
erstellt: 08. Feb 2021, |
Na gut, mir gefällt auch der alte Jazz wirklich gut. Insofern hab ich mir angeregt dadurch mal eine Kompilation hergeholt, die einen wirklich gut durch die Entwicklung der Jazz-Stile führt. Und welche wäre da besser geeignet als die eines der ältesten Labels des Jazz: RCA Victor - The First Label in Jazz - 80th Anniversary - BMG 8CD & Bonus Disc 1997. Seit Erscheinen dieser Box sind nochmals 23 Jahre vergangen, d.h. die ersten Aufnahmen von 1917 (auf der Bonus Disc links) sind nun bereits mehr als 100 Jahre alt. Die Box ist eine Fundgrube ! ![]() ![]() Das oben war allerdings grösstenteils schon gestern. Heute angeregt vom ![]() ![]() Nun bin ich noch ein wenig weiter zurückgegangen. Thelonious Monk Trio - same - Prestige 1952 mono. Monk's erste Platte auf Prestige nach dem Wechsel von Blue Note. Angeblich hatte man ihn seitens Blue Note ohne Widerrede ziehen lassen, da sich seine Aufnahmen zu wenig verkauften. Aber was er mit dem Trio (Gary Mapp (b), Art Blakey oder Max Roach (dr)) bei seinem Prestige-Debut aufnahm, damals als zwei 10'' mit je 4 Titeln veröffentlicht, liess seine Blue-Note-Aufnahmen nahezu harmlos erscheinen. Wilde sperrige Akkordfolgen, Dissonanzen und unerwartete Pausen in Soli müssen dem 1952er Durchschnittshörer wie Free Jazz vorgekommen sein. Anspieltipp: Der Standard Sweet and Lovely. Unterstützt wird das noch von einem absichtlich verstimmten oder schlecht gestimmten Klavier. Ich kann mir nicht vorstellen, dass RVG das zugelassen hätte, wenn es Monk nicht absichtlich gewollt hätte. Ein Meisterwerk ! ![]() ![]() [Beitrag von arnaoutchot am 08. Feb 2021, 19:13 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
19:59
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#20502
erstellt: 08. Feb 2021, |
Jetzt komme ich in den Flow ... ![]() Bemsha Swing von Monk hörend liess mich die nur vier Jahre später als die o.g. Trioplatte erschienene Cecil Taylor - Jazz Advance - Blue Note 1956 herholen. Nur vier Jahre liegen dazwischen, und dennoch nochmals eine radikal gesteigerte Expression ! Auch hier Anspieltipp ein Standard: In You'd Be So Nice to Come Home To zerlegt Taylor solo das Stück in seine Einzelteile ! ![]() |
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wilder-Denker
Stammgast |
22:10
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#20503
erstellt: 08. Feb 2021, |
... ein schöner Einstieg in das Werk von Cecil Taylor, vor allem im Hinblick auf die Titelgebung Jazz Advance, wenn man bedenkt wieviele "Advancen" da noch gekommen sind ![]() Das polnische Label Fundacja Słuchaj hat gerade kürzlich Aufnahmen aus 1998 veröffentlicht, welche vorzüglich die absolute Entwicklung zum freien Jazzer bezeugen: ![]() ![]() Recorded October 30.1998 at Tampere Jazz Happening Cecil Taylor - piano Harri Sjöström - soprano sax Tristan Honsinger - cello Teppo Hauta-Aho - double bass Paul Lovens - drumset, cymbals and gongs ... wie schon angedeutet, das hat nichts mehr mit den 56er-Aufnahmen gemein. Cecil mit seinem radikal, wilden Klavierspiel in feiner Gesellschaft, die den Chef auch mal links liegen lässt ... es wird konstruiert, zerpflückt und wieder aufs Neue, dass die finnischen Geister blass werden, aber schön ist das ![]() Michael ... kennst oder besitzt du zufällig die FMP-Box "Cecil Taylor - In Berlin '88" ? // Gruß |
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arnaoutchot
Moderator |
22:15
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#20504
erstellt: 08. Feb 2021, |
Kenne ja, besitzen nein. Ein grosser Klotz, einige Begegnungen sind sehr gut, manche haben sich mir nicht erschlossen. Abgestossen hat mich auch - ja, nenn mich einen ekelhaften Klang-Nerd ![]() |
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wilder-Denker
Stammgast |
22:21
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#20505
erstellt: 08. Feb 2021, |
... ok, dass da gute Abende dabei waren, das glaube ich gerne. Aber diese Aussage hält mich dann davon ab, mir dann doch irgendwann den eh vieeel zu teuren Download zuzulegen, das hilft mich zu zügeln ![]() // Gruß |
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arnaoutchot
Moderator |
09:49
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#20506
erstellt: 09. Feb 2021, |
Ich mach noch ein wenig bei Cecil Taylor weiter. Ein ganz grandioses Album, wiederum vier Jahre weiter als das oben gezeigte Debut, ist The World of Cecil Taylor (Candid 1960, erschien bei Columbia auch mal unter dem Titel Air). Hier eigentlich ein Trio mit Buell Neidlinger (b) und Dennis Charles (dr), auf zwei Stücken ist Archie Shepp (ts) dabei. Trotzdem Taylor hier schon sehr far out improvisiert, haben die Stücke einen unglaublichen Swing. Anspieltipp: Port of Call. ![]() |
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wilder-Denker
Stammgast |
10:27
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#20507
erstellt: 09. Feb 2021, |
Falls noch andere Jazz-Freunde (bzw. Neugierige) Interesse an Cecil Taylor bekunden sollten, hier ein möglicher Tipp: ![]() ![]() ... gibt es als preiswerte CD-Box oder noch preiswerter als (Lossless-)Download bspw. bei Qobuz, wo ich sie vor ein paar Jahren mal für unter 5 € für meinen privaten Streamer besorgt habe. Inwiefern sich die Box klanglich von etwaigen Einzelausgaben unterscheidet kann ich nicht beurteilen. ABER wer sich Cecil Taylor nähern möchte, und nicht bereits wie ich dem Free Jazz komplett verfallen ist, der sollte unbedingt mit dem Frühwerk beginnen ... sollte dann das Interesse geweckt sein, lässt sich gerade an CT im weiteren Verlauf seines Schaffens wunderbar die (mögliche) Entwicklung eines Musikers studieren, der Grenzen des Genres auslotete und Maßstäbe gesetzt hat ![]() // Gruß [Beitrag von wilder-Denker am 09. Feb 2021, 10:32 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
10:50
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#20508
erstellt: 09. Feb 2021, |
Sehr guter Tipp ! Hab ich auch als CD-Box, ist mager ausgestattet wie bei diesen Reissue-Labels üblich, aber enthält gute Platten, die man einzeln wohl kaum mehr preiswert findet. Klanglich sind es bei den Reissue-Labels meist die CD-Erstüberspielungen, was in den meisten Fällen kein Schaden ist. |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
12:32
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#20509
erstellt: 09. Feb 2021, |
Diese Box habe ich auch. Sie ist als Einstieg wirklich geeignet. Das Album "Love for Sale" habe ich zudem auch als originale Einzel CD. Klanglich gibt es in der Tat zwischen den beiden Versionen keinen Unterschied. Hier lohnt sich die Box trotz magerer Ausstattung und des recht fragilen Cases dennoch. [Beitrag von Mr._Lovegrove am 09. Feb 2021, 12:32 bearbeitet] |
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grilli100
Stammgast |
15:38
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#20510
erstellt: 10. Feb 2021, |
ich fand die Statistik von Mr Lovegrove interessant und habe mir meine mal angeschaut. Mit Roon ist das ja einfach (trotz der neuen Version 1.8....) 883 Jazz Alben insgesamt, 652 davon auf meiner Platte, 232 von Tidal. Roon betrachtet das als eine Sammlung. 1950: 2% 1960: 14% 1970: 6% 1980: 6% 1990: 15 % 2000: 25 % 2010: 28 % Also auch ich scheue die wichtigen, frühen Jahre. Gewundert habe ich mich über die 14% der 60'er. Das ist meine Lieblings"epoche". Gefühlt habe ich da die meisten Alben. Dachte ich zumindest. |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
17:35
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#20511
erstellt: 10. Feb 2021, |
Deine Gesamstatistik wiederum verleitet mich doch in der Tat zu einer ebensolchen. In meiner sind ja nur meine Lieblingsalben aufgeführt. Oha, wie soll ich diesen Aufwand und die Zeit, die das frisst nur meiner Familie erklären... ![]() |
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andreas3
Inventar |
18:16
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#20512
erstellt: 10. Feb 2021, |
Dann hebe es dir für das Rentenalter auf, Familie geht vor. (meine Erfahrung) ![]() Ich kann so eine Statistik derzeit nicht angehen, da meine Tonträger nirgends erfasst sind, nicht mal in meinem Kopf! Gefühlt liegt mein Schwerpunkt in den 80ern, stark vertreten auch die 70er Jahre. Alles davor und danach waren mehr sporadische Anschaffungen. Die ich durchaus auch gern höre. Hier gerade am späten Nachmittag Gitarrenjazz: ![]() John Scofield - Shinola Enja 1982 John Scofield - guitar Steve Swallow - bass Adam Nussbaum - drums Am 12. und 13. Dezember 1981 gastierte man in München, und Carlos Albrecht vom Tonstudio Bauer war angereist, um die Konzerte digital mitzuschneiden. Was ein Glück war, denn alle drei Musiker sind sauber aufgenommen, entsprechend klingt die Platte durchgehend gut. Scofield hat seiner Gitarre ein dezentes Distortion beigegeben, dadurch gefällt mir der Klang seiner Ibanez besser als bei so manchen seiner zahlreichen Kollegen dieser Zeit, die gerne mal meine Nervgrenze überschritten. Grüße! [Beitrag von andreas3 am 10. Feb 2021, 18:18 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
10:44
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#20513
erstellt: 11. Feb 2021, |
Hmm ... ich hab zwar alles erfasst, was in Discogs angelegt ist, und Discogs verzeichnet aktuell 2.417 Jazz-Einträge in meiner Sammlung (Mehrfach-CDs und Boxen sind aber auch nur ein Eintrag, zB auch die Complete Columbia Box von Miles mit immerhin 70 CDs ... insgesamt muss ich also von deutlich über 3.000 Platten ausgehen). Nun egal, ich habe aber trotz Erfassung kein Tool, das Aufnahmedatum herauszufiltern, zumal die Platten in Discogs zeitlich nach Erscheinungsdatum sortiert werden. Ich gehe aber davon aus, dass die 1920er-1940er bei mir auch insgesamt nicht mehr als 10 - 15 % der Platten ausmachen (zusätzlich erschwert wird die Betrachtung dadurch, dass die Platten aus dieser Ära ja im Original 78rpms mit meist nur zwei Titeln pro Platte waren. Wie zählt man die ?). Mein Schwerpunkt mit jeweils geschätzt 20% pro Jahrzehnt liegt sicherlich auch in den 1960ern und 1970ern. Schon ab den 1980ern vermute ich, dass es stark zurückgeht. @John Scofield: Der Mann wurde ja tatsächlich in Deutschland vom deutschen Label Enja entdeckt. Eine Live-Aufnahme im Münchner Jazz-Club Domicile war seine erste Platte, wenn ich recht informiert bin. Ich bin allerdings - auschliesslich persönlich/geschmacklich - kein besonderer Fan von Scofield. ![]() ![]() ![]() [Beitrag von arnaoutchot am 11. Feb 2021, 11:26 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
18:05
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#20514
erstellt: 11. Feb 2021, |
So, jetzt kommen wieder gröbere Kellen. Ich habe weder Mühen noch Kälte gescheut und habe für einen gewissen wilden Free-Jazz-Denker und mich eine Box herbeigeholt, mit denen ich meine weiter oben begonnenen Cecil-Taylor-Studien fortsetzen will. Cecil Taylor in Berlin '88 - FMP 11 bzw. 13 CDs (siehe dazu unten) 1989. Die Box hab ich mir von einem Freund geliehen, sie ist inzwischen rar, von der hier vorliegenden Ausgabe mit der FMP CD0 gibt es angeblich nur 200 Stück. ![]() ![]() Habe mir zuerst mal die grösste Besetzung Taylors in diesen vier Wochen seines Aufenthalts in Berlin aufgelegt. Alms / Tiergarten (Spree), July 2, 1988. Das Orchester hat einiges an Rang und Namen aus der europäischen Free-Jazz-Szene versammelt, scheinbar hatte Taylors Anwesenheit doch eine magnetenhafte Anziehung. Besetzung sh. Cover, ggf. Vollbild anzeigen lassen ![]() ![]() Danach wechselte ich nach Ost-Berlin. Cecil Taylor & Günter Sommer - Puuc, June 21, 1988. Diese CD ist nicht in der Box, gehört aber zu den Berlin 1988 Aufnahmen dazu. Diese und Taylors solo Reinforced Concrete sind - wenn man so will - die CDs 12 & 13 der Übersicht. Das Duo mit Sommer ist toll, erstaunlicherweise sind die Aufnahmen mit Sommer aus dem Deutschen Theater / Kammerspiele aus Ost-Berlin deutlich klarer als die o.g. aus West-Berlin. ![]() ![]() [Beitrag von arnaoutchot am 11. Feb 2021, 19:11 bearbeitet] |
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wilder-Denker
Stammgast |
20:59
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#20515
erstellt: 11. Feb 2021, |
... Wahnsinn Michael, welch' Juwel (so vermute ich mal) ![]() ------- Mit Statistik habe ich es ja nicht so wirklich, aber als jemand der gute 40 Jahre, aktiv hörend, dem Jazz verfallen ist, habe ich mich natürlich auch mit allen Epochen befasst und (an)gesammelt. Letztendlich ist mir aber die jeweilige Gegenwart immer besonders wichtig ... mir würde etwas fehlen, hätte ich nicht ständig aktuelle Veröffentlichungen auf den Ohren, die Szene lebt eben und ich will das mitbekommen. Da ich die letzten Jahre zunehmend der freieren Auslegung des Genres verfallen bin, bleibt auch einiges unbeachtet, aber das wisst ihr ja sowieso. Meine Statistik könnte eventuell so aussehen: ![]() ![]() ------- Aktuell am Start, mal kein Free Jazz, aber durchaus lebhaft: ![]() ![]() Lafayette Gilchrist - piano Herman Burney - bass Eric Kennedy - drums Gilchrist war mir nur entfernt ein Begriff (da gab es mal etwas mit Hamid Drake), in einschlägigen Medien bin ich die letzte Zeit aber öfter auf ihn aufmerksam geworden und die Neugier hat letztendlich gesiegt ... sehr lohnenswerte Trio-Aufnahme, die sich durch lebhaft, konzentriertes und abwechslungsreiches Spiel von etlichen ähnlichen Besetzungen abhebt. Klassischer Jazz mit gelegentlichen Anleihen bei Blues, Funk oder gar Hip-Hop, letztere aber nie ausufernd oder bestimmend ... es bleibt (piano-lastiger) Trio-Jazz, der - im Gegensatz zu meinen freien Vorstellungen - durchaus einigen mehr hier gefallen könnte ... scheint wohl auch bei gängigen Streamern verfügbar ![]() EDIT: Graph Statistik ergänzt [Beitrag von wilder-Denker am 11. Feb 2021, 21:35 bearbeitet] |
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Mr._Lovegrove
Inventar |
06:21
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#20516
erstellt: 12. Feb 2021, |
Chick Corea ist tot! Er verstarb nach kurzer Krebserkrankung bereits am Dienstag. Hab es soeben gelesen. Unabhängig seines diskussionswürdigen und umstrittenen Privatlebens als Scientologe war er einer der genialsten und großartigsten Jazzpianisten und Komponisten überhaupt. Deshalb läuft ihm zu Ehren nun eine seiner besten Platten (und eine der besten Jazzplatten überhaupt): ![]() Chick Corea Three Quartets, 1981 Bass – Eddie Gomez Drums – Steve Gadd Piano – Chick Corea Saxophone – Michael Brecker [Beitrag von Mr._Lovegrove am 12. Feb 2021, 06:23 bearbeitet] |
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grilli100
Stammgast |
14:44
![]() |
#20517
erstellt: 12. Feb 2021, |
Mit Chick Corea habe ich mich bisher noch gar nicht beschäftigt. Ich meine, meine Testhörungen gingen nicht so an mich ran. Hat jemand einen Einstiegstipp? Etwas Rotwein/Kamin taugliches? |
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wilder-Denker
Stammgast |
15:02
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#20518
erstellt: 12. Feb 2021, |
... darf es es zusätzlich vielleicht auch noch ein wenig Knuddeln sein? ![]() Beinahe vor 40 Jahren mein Einstieg in die Welt des Jazz überhaupt: ![]() ![]() oder etwas kerniger, erste Trio-Aufnahme aus 1968 "Now He Sings Now He Sobs" Beide sollte bei den gängigen Streaming-Diensten problemlos zu finden sein ![]() ![]() |
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arnaoutchot
Moderator |
15:52
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#20519
erstellt: 12. Feb 2021, |
Chick Corea ... RIP ![]() Edit: Kamin-/Rotweintauglich am ehesten die Crystal Silence. ![]() ![]() ![]() ![]() [Beitrag von arnaoutchot am 12. Feb 2021, 15:54 bearbeitet] |
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HansFehr
Inventar |
16:26
![]() |
#20520
erstellt: 12. Feb 2021, |
Die Virtuosität von Chick Corea war schon beeindruckend. Ganz oben die Mitwirkung in der Band von Miles Davis. Mit Return to Forever teilweise sehr gut. Ich höre gerade The Anthology Mitte der 70er Jahre. Zu der Zeit erlebte ich ein Solo-Live Konzert. Viel komplexer ging es kaum. Ich war am Rande der Verzweiflung. Da haben wahrscheinlich auch Klavierschüler des Konservatoriums im Saal resigniert. ![]() |
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andreas3
Inventar |
19:50
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#20521
erstellt: 12. Feb 2021, |
Hier eine Würdigung als fantastischer Sideman und heimlicher Star: ![]() Bennie Wallace - The Bennie Wallace Trio & Chick Corea Enja 1982 Bennie Wallace - tenor sax Chick Corea - piano Eddie Gomez - bass Dannie Richmond - drums Aufgenommen im Mai 1982 in den New Yorker Vanguard Studios und abgemischt im Tonstudio Bauer entstand ein rein akustisches Album, das die vier Musiker bestens eingespielt aus einem Guss ertönen lässt. Corea steuerte mit Mystic Bridge einen feinen und sensibel gespielten Titel bei. |
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wilder-Denker
Stammgast |
19:54
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#20522
erstellt: 12. Feb 2021, |
Ich habe auch nochmal die Sammlung durchforstet, sind zwar nicht unbedingt Einstiegstipps (@grilli100), aber aus der ganzen Vielfalt von Coreas Schaffen, diejenigen rausgepickt, die mir persönlich heute zum Gedenken am wichtigsten erscheinen: ![]() ![]() David Holland - Bass Barry Altschul - Percussion Chick Corea - Piano ![]() ![]() David Holland - Double Bass, Cello Barry Altschul - Percussion Chick Corea - Piano Anthony Braxton - Reeds, Percussion ... im Vergleich zu manch anderen Formationen mit ihm geht es hier in Richtung Avantgarde / Free. Somit auch von mir ein "Ruhe in Frieden, Chick" ![]() // Gruß |
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Gomphus_sp.
Inventar |
20:06
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#20523
erstellt: 12. Feb 2021, |
In Gedenken an Chick Corea ![]() ![]() ![]() ![]() Eben habe ich The Endless Night mit dem 6 minütigen Moog Synthesizer Solo von Chick Corea gehört. Dann steigt die Laustärke ![]() Ruhe in Frieden, Chick ... aber mach hin und wieder mit deinen Keyboards ein bissel Krach. ![]() |
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