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Denon PMA 860: Sporadische Überhitzung linker Wärmetauscher+A -A |
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Autor |
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DenonFelix
Hat sich gelöscht |
11:58
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#1
erstellt: 21. Jun 2020, |
Hallo liebe Community, zunächst Kudos für die Beiträge hier, toll zu sehen mit welcher Liebe zum Fach die diversen Problemchen mit Klassikerschätzchen angegangen werden! Ich betreibe einen "vererbten" Denon PMA-860, dessen Kanäle nacheinander erst kratzten und schließlich ausfielen. Ein DIY-Relaistausch hatte gestern zunächst geholfen - beide Kanäle liefen - jedoch fiel der linke Kanal unter niedriger Last auf einmal aus. Über Nacht erstmal stehen gelassen und heute morgen ans Weiterbasteln gemacht, sprangen auf einmal die beiden frischen Relais - obwohl am Vortrag gelaufen - nicht mehr rein. Zudem wurde der Wärmetauscher zur Front hin (an der Endstufenplatine auf der "Linke Lautsprecher" Seite) glühend heiß. Nach dem Stöbern hier im Forum habe ich einen Thread mit einigen Testpunkten zum Abarbeiten gefunden. Das Messen der Spannung an den sog. "Test-Pins" am Endstufenausgang offenbarte denn auch, dass auf der nicht-überhitzenden Seite ca. 40mV, an der überhitzenden Seite volle 500mV anlagen (laut dem anderen Thread sind <100mV "okay"). Ratlos maß ich einige weitere Widerstände - plötzlich ploppen beide Relais rein! Nun am Testpin: Beide Seiten <8mV, der heiße Kühlkörper hat nun kaum fühlbar mehr Temperatur als der kühlere Kühlkörper, die Boxen laufen sauber. Long story short: Dieses Verhalten lässt mich vermuten, dass neben dem Relais in der linken Endstufe ein Fehler schlummert. Gibt es Tipps, wo dieser liegen könnte? Danke & Cheers! |
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Broesel02
Inventar |
12:09
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#2
erstellt: 21. Jun 2020, |
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DenonFelix
Hat sich gelöscht |
12:15
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#3
erstellt: 21. Jun 2020, |
Danke für die schnelle Antwort! Kalte Lötstelle in Bezug auf die Endstufe, an der die Kühlkörper hängen? |
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Broesel02
Inventar |
12:27
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#4
erstellt: 21. Jun 2020, |
Wenn due kalte Lötstellen hast werden die in beiden Kanälen sein. Kontrolliere daher am besten die Endstufen beider Kanäle Richard |
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Poetry2me
Inventar |
13:17
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#5
erstellt: 21. Jun 2020, |
Hier zur Unterstützung ein Schaltplan der linken Endstufe, bei dem ich die einzelnen Schaltungsstufen farblich markiert habe: ![]() Die kalte Lötstelle führt offensichtlich dazu, dass sich der Ruhestrom massiv erhöht, so dass sich der Kühlkörper erhitzt. Der Ruhestrom betrifft zwar hauptsächlich die letzte fünfte Stufe (blau) mit den Leistungstransistoren, wird aber bereits in der dritten Stufe (rot) durch ein Trimmpotentiometer eingestellt. Suche am besten im Umfeld des Ruhestromtransistors TR517. Dieser ist am Kühlkörper befestigt, weil er dadurch als Sensor für die Hitze dienen kann. Wird er heiß, wird er normalerweise den Strom herunterregeln. Man kann das als einen Thermo-Regelkreis auffassen. Sogenannte "kalte Lötstellen" entstehen oft dort, wo langfristig Hitze oder mechanische Belastung gewirkt haben. - Johannes |
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Poetry2me
Inventar |
13:33
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#6
erstellt: 21. Jun 2020, |
Ich hatte vergessen zu erwähnen: Einer der Hauptverdächtigen ist Widerstand R549 (Non-Burning Type, 220 Ohm bei PMA-860), der Arbeitswiderstand in der Treiberstufe vier (violett). Wenn R549 durchbrennt oder seinen Widerstandswert verändert, dann erhöht sich ebenfalls der Strom durch die Stufe fünf (blau) massiv. - Johannes |
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DenonFelix
Hat sich gelöscht |
13:42
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#7
erstellt: 21. Jun 2020, |
Wow, danke für den ausführlichen "Troubleshooting"-Beitrag! Der R549 hat ca 218 - und das auf beiden Kanälen - sieht also fine aus. Gucke mal beim genannten Transistor. Danke! [Beitrag von DenonFelix am 21. Jun 2020, 13:42 bearbeitet] |
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Poetry2me
Inventar |
15:02
![]() |
#8
erstellt: 21. Jun 2020, |
Am besten noch alle anderen Bauteile in der dritten Stufe (rot) anschauen. Da sind auch Sicherhungswiderstände bzw. Fuse Resistors (FR) drin, die definitiv in anderen Verstärkern schon Ärger gemacht haben. Auch der Ruhestrom durch die dritte Stufe (rot) ist schon höher, so dass die Transistoren schon etwas mehr Wärmestress abbekommen. Wenn Du nichts findest, kannst Du ja noch mal das Multimeter an die Ruhestrom-Testpunkte anschließen, einschalten und dann durch Drücken oder Klopfen auf der Platine den Fehler versuchen zu provozieren. Ich lege Dir auch noch aml Richards Beitrag ans Herz. - Johannes |
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