HIFI-FORUM » Reparatur & Wartung » Elektronik (Stereo&Surround) » Harman Kardon Sub TS11 knistert | |
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Harman Kardon Sub TS11 knistert+A -A |
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Autor |
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max2332
Schaut ab und zu mal vorbei |
15:54
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#1
erstellt: 25. Aug 2018, |
Hallo allerseits, ich habe gerade einen Harman Kardon Sub TS11 repariert (Kondensatoren am Class D Module ausgelaufen), auf alle Fälle knistert der Subwoofer ohne Audioquelle bzw. ohne Audiosignal andauernd. Jetzt meine Frage, woher kann das kommen? Oder ist das normal bei der Serie?
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Poetry2me
Inventar |
07:51
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#2
erstellt: 26. Aug 2018, |
Wenn Du einen ausgelaufenen Kondensator hattest, dann wäre es interessant zu wissen, welcher es war (Bezeichnung auf Platine, im Schaltplan). Hast Du evtl. auch ein Foto davon? Bitte hier einstellen. Das würde auch für Wiederholungsfälle bei anderen Forumskollegen helfen. Das ausgelaufene Elektrolyt könnte andere Bauteile im Umfeld korrodiert haben. Elektrolyt ist elektrisch aktiv. Eine Reinigung der Platine an dieser Stelle ist zu empfehlen. Das eigentliche Knistern kann durch unterschiedliche Bauteile oder Lötstellen entstehen. Welche es genau ist, kann man manchmal durch Klopfen, Wackeln oder Zerren im Betrieb herausfinden. - Johannes |
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max2332
Schaut ab und zu mal vorbei |
09:23
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#3
erstellt: 26. Aug 2018, |
Also der Subwoofer kam zu mir, mit einem regelmäßigen lautem Klopfen, nach dem einschalten. Gesagt getan, habe ich das Sub Modul ausgebaut und alle Klebereste entfernt. Danach wurden die beiden ausgelaufenen Bipo Elkos auf dem Class D Module (C16, C17) ausgetauscht, sowie Q10, Q11, Q501 und Q502 obwohl diese nicht defekt waren. Nach diesen Vorgängen funktioniert der Sub, bis auf das Knistern einwandfrei. Anbei sind Fotos vom Schaltplan und von den Platinen, vor der Reparatur. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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PBienlein
Inventar |
11:52
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#4
erstellt: 26. Aug 2018, |
Hallo Max, das Knistern ist ein häufiges Problem bei diesen Subs und kommt in den meisten Fällen von defekten Lötstellen (Haarriss) in der positiven Spannungsversorgung des DS-150. Abhilfe schafft man durch sorgfältiges Nachlöten der Kontakte auf der kleinen Platine. Ich persönlich löte meist ein Stück Silberdraht über die Leiterbahn, indem ich den Schutzlack weg kratze (im Bereich wo "Z2" bis "C7" steht) und verbinde die dann frei liegenden Leiterbahn direkt mit dem Anschlussbeinchen. Sieht nicht schön aus, aber wirkt. Ignoriert man das Knistern dauerhaft, kann es zu bösen Verbrennungen am Modul kommen. Durch Lichtbogen brennt es um die Lötstelle(n) regelrecht die Platine weg. Warum meist nur die positive Spannungsversorgung betroffen ist kann ich nicht sagen, aber es hängt möglicherweise mit dem Platinenlayout zusammen. Das Ganze sieht dann so aus: ![]() Gruß PBienlein [Beitrag von PBienlein am 26. Aug 2018, 11:53 bearbeitet] |
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Poetry2me
Inventar |
11:57
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#5
erstellt: 26. Aug 2018, |
Holla, das sind aber mal spannende Hinweise. Ich hätte das Knistern sonst in Richtung Endstufen-OpAmp verortet. Aber wenn hier konkrete Erfahrungen vorliegen ist das viel wert. Diese Endstufenmodule und Subwoofer Gesamtkonstruktion der Elektronik scheint von einem Drittunternehmen hergestellt und an mehrere Subwoofer-Hersteller verkauft worden zu sein. Man findet auch hier im Forum bereits ähnliche Threads, nur unter anderem Subwoofer Hersteller/Modell. - Johannes |
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Poetry2me
Inventar |
19:00
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#6
erstellt: 27. Aug 2018, |
Was ich noch herausgefunden habe: Es gibt noch JBL und HECO Subwoofer, welche die selbe oder sehr ähnliche Elektronik eingebaut haben. Insgesamt dürfte das eine sehr verbreitete Subwoofer-Elektronik sein. |
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max2332
Schaut ab und zu mal vorbei |
19:00
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#7
erstellt: 27. Aug 2018, |
Danke für die Antworten, der Fehler konnte gefunden und behoben werden. Folgende Fehler waren der Auslöser des Knisterns: C505, C506, C507, C508 ( waren durch die Hitze ausgetrocknet und durch 105°C Elkos ausgetauscht) und die zuvor beschriebene positive Spannungsversorgung wurde nachbearbeitet. |
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Poetry2me
Inventar |
19:18
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#8
erstellt: 27. Aug 2018, |
___GRATULATION___ zur gelungenen Reparatur ![]() Die Hitze bei den Brat-Widerständen und Regeltransistoren der +/- 15V Regler hat also die Elkos kaputt gemacht. Außerdem waren (wie vorher beschrieben) die Ausgangskondensatoren der Schalt-Endstufe gewechselt worden. Hoffen wir, dass es vielen anderen hilft, die auch diese Subwoofer Elektronik in ihrem Gerät haben. HARMAN KARDON, JBL, HECO, ... [Beitrag von Poetry2me am 27. Aug 2018, 19:19 bearbeitet] |
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mikebaro
Neuling |
17:54
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#9
erstellt: 06. Sep 2023, |
Guten Abend, Ich habe gerade meinen TS11 aufgemacht, da es gestern im Inneren so ein „elektrisches Knistern“ gab als ich den Subwoofer mit Ein/Aus schalter einschalten wollte. Da habe ich den Schalter direkt wieder auf die Ausstellung gebracht und den Netzstecker gezogen. Jetzt beim Öffnen zeigt sich genau das Bild was PBienlein gepostet hat. Ich bin völliger Laie und daher frage ich hier in die Runde was ich tun soll/kann. Ich habe damals dieses Surroundsystem neu gekauft und immer gut gepflegt und ich bin begeistert davon bzw. genügt es mir reichlich aus für meinen Gebrauch. Aus diesem Grund möchte ich alles versuchen diesen Sub wieder ins Leben zu holen. Und daher wäre ich sehr dankbar wenn ihr mir hier weiterhelfen könnt. Hier noch einige Fotos falls das weiterhelfen kann :-) Vielen vielen Dank ![]() ![]() ![]() |
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PBienlein
Inventar |
18:02
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#10
erstellt: 06. Sep 2023, |
Sieht ziemlich kaputt aus ![]() Hier scheint es dieses Mal die negative Rail erwischt zu haben. Genaueres kann man erst sagen, wenn man das Modul genauer untersucht hat. Gruß PBienlein [Beitrag von PBienlein am 07. Sep 2023, 03:56 bearbeitet] |
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