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Der Atomvertrag

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Autor
Beitrag
Velocifero
Hat sich gelöscht
#151 erstellt: 24. Okt 2010, 20:53
Wenn Sie keine mehr haben

Edit: Wortqualität verbessert


[Beitrag von Velocifero am 24. Okt 2010, 21:39 bearbeitet]
Florian_1
Stammgast
#152 erstellt: 25. Okt 2010, 12:06
U oh, sachlicher Fehler. Siehe eins weiter Unten

GRS-Studie

Fachausschuss der OECD


[Beitrag von Florian_1 am 26. Okt 2010, 19:19 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#153 erstellt: 26. Okt 2010, 19:16
Hi Florian 1! Bin gerade hierher abgebogen.

Da hast Du etwas nicht nur falsch dargestellt, sondern anscheinend auch nicht verstanden.

Bei Deinen Links handelt es sich um Angaben über "Probabilistische Sicherheitsüberprüfungen" am Beispiel GKN 2.

Bei diesen Überprüfungen geht es darum alle möglichen Schäden und Betriebsweisen darzustellen, die überhaupt nur vorstellbar sind, zu einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten können und somit statistisch quantifizierbar dargestellt werden können. Kuckst du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Probabilistische_Aussage

Worum´s hier aber eigentlich geht:
In so genannten Probabilistischen Sicherheitsanalysen (PSA) wird versucht, das Risiko von Kernkraftwerken zu quantifizieren. Dabei wird mit sehr großem Aufwand ermittelt, mit welcher Zuverlässigkeit sich angenommene Störungen („auslösende Ereignisse“) mit den vorhandenen Sicherheitseinrichtungen „planmäßig beherrschen“ lassen. Für Absolutaussagen zur Sicherheit insgesamt sind die Ergebnisse wenig geeignet, da ein Überschreiten des „planmäßigen Beherrschens“ noch nichts über die dann eintretenden Folgen aussagt. Durch vorhandene Auslegungsreserven (unter anderem entsprechend den Sicherheitszuschlägen in der konventionellen Technik) werden bei geringfügigen Überschreitungen meist gar keine Folgen auftreten, doch wird dieser Bereich in den üblichen PSA nicht untersucht, er kann daher auch nicht quantifiziert werden. Eine PSA liefert insofern stets nur eine obere Grenze für das verbleibende Risiko, beziffert aber nicht das Risiko selbst. Das muss bei einer Bewertung der Ergebnisse stets mit bedacht werden. Wofür sich PSA aber sehr gut bewährt haben, sind vergleichende Sicherheitsbetrachtungen im Sinne von Erkennen von möglichen Schwachstellen und Bewerten von geplanten Änderungen. Dadurch haben PSA zu vielen kleinen Verbesserungsschritten beigetragen und sind heute ein unverzichtbares Instrument der Weiterentwicklung der Sicherheit.
aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheit_von_Kernkraftwerken

Übrigens: Ein Betrieb von Kohlekraftwerken setzt ebenfalls radioaktive Strahlung frei. Die in der Kohle gebundenen natürlichen radioaktiven Zerfallsprodukte werden durch das Verbrennen der Kohle freigesetzt und über die heißen Abgase weiträumig verteilt.


[Beitrag von Soundy73 am 26. Okt 2010, 19:17 bearbeitet]
Florian_1
Stammgast
#154 erstellt: 26. Okt 2010, 19:28

Übrigens: Ein Betrieb von Kohlekraftwerken setzt ebenfalls radioaktive Strahlung frei. Die in der Kohle gebundenen natürlichen radioaktiven Zerfallsprodukte werden durch das Verbrennen der Kohle freigesetzt und über die heißen Abgase weiträumig verteilt.


Aus Kohleasche kann man Uran gewinnen und bei uns solltest du nicht am Abwasserkanal des örtlichen Bergwerkes vorbeilaufen. Endet mit leichten Anflüchten von Tod. Abgase von Kohlekraftwerken sind da eher unwichtig.

Was ist eigentlich aus dem ganzen Müll geworden, den man ins Meer gekippt hat?
Florian_1
Stammgast
#155 erstellt: 26. Okt 2010, 19:29

Radioaktive Abfälle konnten legal im Meer verklappt werden, bis diese Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der International Maritime Organisation (IMO) verboten wurde. Sämtliche Atommüll produzierenden Länder haben bis dahin in weniger als 50 Jahren mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfall im Meer versenkt. Die Briten haben hierbei mit 80 % den größten Anteil beigesteuert, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle sowie radioaktive Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung unter der Führung der OECD im Nordatlantik versenkt hat.[8] Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergieorganisation eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten versenkt zu haben. Aus Deutschland wurden einige hundert Tonnen Atommüll im Meer entsorgt.[9][10]

Die direkte Einleitung von radioaktiven Abwässern in das Meer ist jedoch nach wie vor legal und wird auch noch praktiziert: Die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague spült über ein viereinhalb Kilometer langes Rohr täglich 400 Kubikmeter radioaktives Abwasser in den Ärmelkanal.[11] Auch in Sellafield werden ganz legal radioaktive Abwässer in die Irische See eingeleitet. Diese Einleitungen übersteigen die Einleitungen aus La Hague für fast alle Nuklide.


Wow.
Soundy73
Inventar
#156 erstellt: 26. Okt 2010, 19:37
Hmm und nun die Quelle?
Florian_1
Stammgast
#157 erstellt: 26. Okt 2010, 19:40
Wiki und der Film "Albtraum Atommüll" für anderes Schönes. Dort werden auch die durchgerosteten Fässer am Meeresboden gezeigt.


[Beitrag von Florian_1 am 26. Okt 2010, 19:43 bearbeitet]
Florian_1
Stammgast
#158 erstellt: 26. Okt 2010, 19:47
Moment. In der verseuchenden Anlage in Frankreich wird unser Müll aufbereitet. Und wir schocken Müll nach Russland - In eine der am stärksten verstrahlten Regionen.
Und nu?
Soundy73
Inventar
#159 erstellt: 27. Okt 2010, 10:33
In La Hague wurden abgebrannte Brennelemente "recycelt", die "Reste" werden jetzt gemäß den Verträgen zur Wiederaufbereitung zur Endlagerung zurück nach Deutschland verbracht.

Zu Transporten:
http://www.kernenerg...Transporte/index.php

Zu Vorschriften:
http://www.umweltmin...sporte/doc/40315.php

Und nach Russland? Da gibt´s ´ne Menge Infos:

16. Oktober 2009

Es sei niemals Atommüll nach Russland gebracht worden, und dabei werde es auch bleiben - so reagierte Sergej Totschlin, der stellvertretende Gouverneur des Gebietes Tomsk in Sibirien, auf Berichte westlicher Medien über illegale Atommülltransporte nach Russland. (aus:http://www.faz.net/s/RubA24ECD630CAE40E483841DB7D16F4211/Doc~EBB97AF4DCEBB49EE8AB5DBDEEE976DD3~ATpl~Ecommon~Scontent.html )

Oder: http://www.mz-web.de...el&aid=1281767884426
Sehr interessant ist: http://www.handelsbl...l-aufarbeiten;301028

Zu Sellafield und La Hague sollte man bei denen lesen, die sich auskennen: http://www.bfs.de/de/ion/papiere/oekoinstitut.html

Interessantes Fundstück zum "Energiemix" und speziell Kohle-Verstromung:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/090/1609032.pdf

Edit fand ein fehlendes "o"


[Beitrag von Soundy73 am 29. Okt 2010, 11:56 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#160 erstellt: 29. Okt 2010, 12:29
Bei uns (in unserem einheimischen Käseblatt) beklagen sich (bei der Debatte um die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke) die Betreiber von Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien über den dadurch verschleppten Netzausbau!

Das ist doch wohl schlechthin der Witz! Den schwarzen Peter für eigene überzogene Gewinne - wo sonst bekommt man 8% Rendite für sein Geld - denen zuzuschieben, die gar nicht mehr Netzbetreiber sein dürfen. Sondern z.B. http://www.tennettso.de/pages/tennettso_de/index.htm
Welches Interesse sollen die denn haben mit Gewalt Schulden für den Netzausbau zu machen, wo es doch das einzige ist wovon sie existieren?

Wie ich auf 8% komme?
http://www.andasol-solarfonds.de/
https://www.schnells...OF-KQCFUQq3wodugbjKg
http://www.abowind.com/mezzanine/windkraftgenussrecht.php

Und wie fördern die Gegner die Netzstruktur?
http://www.bund-salz...ng_Wahle-Mecklar.pdf
Mehr so gar nicht
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#161 erstellt: 29. Okt 2010, 12:44
Tja, leider ist das so, dass es bei den EEG keinerlei Marktwirtschaft herscht und denen das Geld auf Kosten der Allgemeinheit, in den Allerwertesten gepustet wird.
Alles schön vom Staat verordnet.
Soundy73
Inventar
#162 erstellt: 29. Okt 2010, 13:14
Wir brauchen die Erneuerbaren! Wir müssen weg von Kohle und Öl, das ist Fakt! Aus Uran kann man nichts sinnvolles machen, außer Strom - aber eine Endlagerung muss in jedem Falle her.

Verzögern und Duckmäusern von Roten und Grünen bringt also gar nichts!!!

Wir müssen auch nicht sämtliches Ackerland ver-Maisen, um mit Gewalt Biogas zu erzeugen!

Und wir müssen auch mit Sicherheit nicht in jeden Garten einen Windkraftspargel stecken!

Es müssen neue saubere Alternativen her, doch wie´s bis dahin gehen kann zeigt auch das umliegende Ausland! Viel Respekt für Finnland! Dort wird demokratisch entschieden und gemacht!

Wir brauchen Energiespeicher, damit die Erneuerbaren einen sinnvollen Beitrag zur Energieerzeugung leisten können. Doch ich sehe schon Bürgerinitiativen gegen H2-Speicher... denn damit könnte man ja sogar so´ne Art Auto fahren
Velocifero
Hat sich gelöscht
#163 erstellt: 29. Okt 2010, 13:44
Tja, so "BUND" siehts aus
Da kenne ich dach mindesten 470.000 Haushalte dennen ich Vorschlagen würde sich vom großen Netz zu trennen und sich selbst zu versorgen


Soundy73 schrieb:

Wir brauchen Energiespeicher, damit die Erneuerbaren einen sinnvollen Beitrag zur Energieerzeugung leisten können.


Alles schön und gut. Nur sind die EE nichtmal im Ansatz ausreichend um den Tagesbedarf auch nur ansatzweise zu Decken.
Wie soll da noch ein Überschuß produziert zum speichern produziert werden.....


[Beitrag von Velocifero am 29. Okt 2010, 13:45 bearbeitet]
Velocifero
Hat sich gelöscht
#164 erstellt: 29. Okt 2010, 13:49
So langsam drehen hier manche völlig am Rat.
Darf man mal fragen welchen Energiebedarf die witzige Kasperforum hier benötigt?
Wird hier demnächst gemeinschaftlich ein Windproppeller in die Erde gekloppt?

123


[Beitrag von Velocifero am 29. Okt 2010, 13:49 bearbeitet]
Florian_1
Stammgast
#165 erstellt: 29. Okt 2010, 16:44

So langsam drehen hier manche völlig am Rat.
Darf man mal fragen welchen Energiebedarf die witzige Kasperforum hier benötigt?
Wird hier demnächst gemeinschaftlich ein Windproppeller in die Erde gekloppt?


Ihr "Diskussions"-stil einfach andere Meinungen und Personen durch den Dreck zu ziehen ist natürlich sehr produktiv.
Soundy73
Inventar
#166 erstellt: 30. Okt 2010, 15:31
Hallo mal wieder!

Populismus führt nicht weiter! Die Scheinheiligkeit der angeblichen Kumpels der Kernenergie-Gegner (Trittin, Gabriel um nur mal die letzten beiden zu nennen) hat Herr Oettinger in Worte gefasst:

endlagerung

Nur mal zum drüber nachdenken
QE.2
Inventar
#167 erstellt: 30. Okt 2010, 15:50
Absolute Zustimmung! Nur, warum läßt man die Dinger dann immer weiterlaufen, da ja anscheinend kein ernsthafter Wille da ist, ein vernünftiges Endlager zu finden? Genau wie der Wille zum Wechseln auf eine andere Form der Energieerzeugung. Genug Zeit war ja und ist schon vertan worden.

Gruß QE.2
Soundy73
Inventar
#168 erstellt: 30. Okt 2010, 16:36
Jetzt soll ja endlich wieder an Gorleben geforscht werden, das ging ja nicht mal mit ´ner großen Koalition. Die bleib weit hinter den in sie gesetzten Erwartungen - was hätten die alles reißen können - zurück.

Für Infos, okay einseitig geprägt kuckst Du bitte mal hier:
http://www.infokreis...k-zukunftsfragen.pdf

Da wird auch dargelegt, dass sich Ökostrom und Kernenergie absolut nicht wiedersprechen, doch sowas wollen die mit den selbstgestrickten Socken meist ja gar nicht lesen - da wankt dann das Weltbild. Wo kämen wir denn hin?

-warum wir da nicht einfach aufs Knöppsche drügge könne?

Strommix 2009 in Zahlen:

* Braunkohle: 24,6%
* Kernenergie: 22,6%
* Steinkohle: 18,3%
* Erdgas: 12,9%
* Windkraft: 6,3%
* Biomasse: 4,3%
* Wasserkraft: 3,2%
* Mineralölprodukte: 2,1%
* Photovoltaik: 1,0%
* Müll: 0,8%
* Sonstige: 3,9%

Wo uns die hohe Subventionierung eigentlich billiger (Wind und Sonne kosten ja nix)Energien hinbringt werden wir am Portemonnaie so nach und nach merken.
Kuckt mal auf Eure Stromrechnung (Preis pro kWh) und dann seht mal dies:

Solarstromanlagen, die in 2010 installiert werden, erhalten folgende Vergütung für den Solarstrom:

Photovoltaikanlagen auf Freiflächen erhalten 28,43 Cent pro kWh Solarstrom
Photovoltaikanlagen auf Gebäuden bis 30 kWp erhalten 39,14 Cent pro kWh Solarstrom
Photovoltaikanlagen auf Gebäuden größer 30 kWp erhalten für den Anteil über 30 kWp 37,23 Cent pro kWh Solarstrom
Photovoltaikanlagen auf Gebäuden größer 100 kWp erhalten für den Anteil über
100 kWp 35,23 Cent pro kWh Solarstrom
Photovoltaikanlagen auf Gebäuden größer 1000 kWp erhalten für den Anteil über
1000 kWp 29,37 Cent pro kWh Solarstrom

Da ist dann noch kein Netzentgeld, Zählergebühr, Verwaltung... bezahlt . So muss man das auch mal sehen.
Deshalb wurden ja dieses Jahr soviele Solarzellen auf die Dächer geschraubt, wie noch nie.
anon123
Inventar
#169 erstellt: 30. Okt 2010, 17:46
Moin,


Da wird auch dargelegt, dass sich Ökostrom und Kernenergie absolut nicht wiedersprechen, doch sowas wollen die mit den selbstgestrickten Socken meist ja gar nicht lesen - da wankt dann das Weltbild. Wo kämen wir denn hin?


Was erwartest Du eigentlich von einer Webseite, die vom Deutschen Atomforum eingerichtet wurde (vgl. den Footer der Seite)?

Hier ein ganz netter Artikel (zumindest in Auszügen), der vor einiger Zeit im Stern stand. Nicht unbedingt das Vorzeigeblatt par excellence, aber eine ganz interessante Diskussion der jüngst wieder en vogue zu seienden Pro-Atomhaltung.



[Beitrag von anon123 am 30. Okt 2010, 17:58 bearbeitet]
QE.2
Inventar
#170 erstellt: 30. Okt 2010, 17:49
Tja, ist ein Lobbyistenverband und wozu die da sind, hatten wir ja schon. Also da wäre ich auch mehr als skeptisch.

Gruß QE.2
Velocifero
Hat sich gelöscht
#171 erstellt: 30. Okt 2010, 18:34
Was Sternmitarbeiter nicht wissen können ist, das Gas die teuerste Form der Energiegewinnung ist. Deshalb wird nur im äußersten Bedarfsfall auf diese zugegriffen...

In diesem Sinne verabschiede ich mich aus diesem Forum.

http://www.hifi-foru...um_id=15&thread=1745
schnarchbaer55
Neuling
#172 erstellt: 30. Okt 2010, 20:39
Abend!

Mal etwas Handfestes von einem Eigentümer einer WKA:
Ich bekomme für meinen eingespeissten Strom inklusive Förderung entsprechend EEG 9,1 EuroCent/Kwh inklusive Märchensteuer. Jetzt schaut mal alle auf eure Stromrechnung wieviel ihr bezahlt, alles klar? Bald läuft die Förderung aus und es bleiben die marktüblichen Preise bei mir hängen. Trotzdem rentiert sich das, obwohl ich eine Anlage mit weniger als 600KW betreibe. Die größeren Anlagen sind wesentlich effektiver.

An Alle, die denken Atomstrom ist billig:
Ich als WKA-Betreiber muss für jeden Schei** eine Betreiberhaftpflicht in ausreichender Höhe haben. Macht euch mal schlau wie das bei Atomkraftwerken aussieht. Weiterhin: Wer bezahlt für die Sicherheit der Castortransporte? Der Staat=Wir alle.
Wem gehört der Müll? In der Asse: Dem Staat=Wir alle(also tragen wir auch das Risiko und die Folgekosten)
Wie hoch waren (und sind) die Förderungen für die Atomkraft? www.miprox.de/sonstiges/Atomstrom.html

Wer in der Schule aufgepaßt hat, erinnert sich sich sicher noch an den Euratom Vertrag von 1957, der heute immer noch unverändert in den Zielen gilt. Damals war die junge Kernenergie wie ein Heilsbringer empfunden worden und dementsprechend liesst sich der Vertrag.
Würde man allein ökonomische Gesichtspunkte zugrundelegen, es gäbe keine Kernkraftwerke, zumindest in Deutschland.

Auch ich sehe die Probleme in der Unbeständigkeit der Erneuerbaren Energien. Wer sich mal zB bei Windfinder.com schlau macht, irgendwo in Europa ist immer Wind. Meiner bescheiden Meinung nach liegt ein Großteil des Problems im massiven Ausbau der internationalen Netze. Damit wäre eine effizientere Nutzung der vorhandenen Speichermöglichkeiten möglich. Daß widerspricht nätürlich den Interessen vieler Energiekonzerne. Es liegt, wie so vieles, an der Politik. Sie muß die Rahmenbedingungen setzen, daß es sich für Investoren lohnt, dies umzusetzen.

Gute Nacht schnarchbaer55


[Beitrag von schnarchbaer55 am 30. Okt 2010, 20:42 bearbeitet]
QE.2
Inventar
#173 erstellt: 30. Okt 2010, 22:50

Velocifero schrieb:
Was Sternmitarbeiter nicht wissen können ist, das Gas die teuerste Form der Energiegewinnung ist. Deshalb wird nur im äußersten Bedarfsfall auf diese zugegriffen...

In diesem Sinne verabschiede ich mich aus diesem Forum.

http://www.hifi-foru...um_id=15&thread=1745


Deine Absicht ist natürlich zu respektieren, aber verstehen kann ich sie trotzdem nicht. Das ist doch hier nur ein Meinungsaustausch, da muß man sich doch nicht zurückziehen, nur weil die eigene Meinung nicht absolut geteilt wird. Schade, aber leider ist das kein Einzelfall. Es ist mir auch unverständlich, warum Diskussionen dieser Art oft in persönliche Anfeindungen ausarten, verstehe ich absolut nicht. Ich will ja nun nicht rumschleimen, aber man lernt ja doch was dazu, also ich jedenfalls.

Gruß Qe.2


[Beitrag von QE.2 am 30. Okt 2010, 22:58 bearbeitet]
anon123
Inventar
#174 erstellt: 31. Okt 2010, 09:42
Eben. Und der Austausch von Meinungen, Ideen, Vorstellungen und Ansichten ist die Quintessenz jeder Gemeinschaft und -- in extensio -- jeder Gesellschaft. Sozusagen unser "e pluribus unum". Jeder, der sich einer Diskussion stellt und der sich deswegen auch mit anderen streitet (in postivem Sinne), akzeptiert und versteht das.
Mimi001
Hat sich gelöscht
#175 erstellt: 31. Okt 2010, 14:49

Soundy73 schrieb:
Hallo mal wieder!

Populismus führt nicht weiter! Die Scheinheiligkeit der angeblichen Kumpels der Kernenergie-Gegner (Trittin, Gabriel um nur mal die letzten beiden zu nennen) hat Herr Oettinger in Worte gefasst:

endlagerung

Nur mal zum drüber nachdenken :prost



Das Gerede von einem CDU-Typen wie Oettinger über Gorleben resp. Endlager ist zum Glück nicht populistisch, nein !

Zur Erinnerung:
Es war damals die CDU die in Bund und Ländern Gorleben durch eine nachweislich politische und nicht geologische Entscheidung und mit viel Lug und Betrug zur Erkundung durchsetzte.
Von der ASSE, auch hier viel Lug und Betrug, ganz zu Schweigen:
Dort lagern zu Forschungszwecken ca. 120.000 Fässer die verrotten und es stellt sich die Frage was dort erforscht werden sollte ? Vieleicht was passiert wenn 120.000 Fässer mit leicht- bis mittelradioaktivem Material verrotten !?!
Oder war es doch ein illegales Zwischenlager ?
Sicher ist nur, dass dafür der Staat bzw. der Steuerzahler aufkommen wird und muss, nicht die Industrie.

Ich rate Dir deshalb Deine Quellen mal etwas zu prüfen was die Nähe zur Atomindustrie und ihrer Büttel im Bundestag ( schwarz/gelb) angeht.
Aus dieser Ecke kam die letzten Jahrzehnte wenig was vertauensbildend erscheint und das ist sogar noch untertrieben.
Soundy73
Inventar
#176 erstellt: 31. Okt 2010, 17:09
Hallo Mimi!
Mächtig gut auswendig gelernt, was die ewigen Verhinderer allen Fortschritts - wo auch immer Dir eingebleut haben - Glückwunsch! Damit wird´s aber keinen Deut wahrer.

Es gibt reichlich Blogs über die Asse. Aber frag´ dich doch mal, wo denn die Reststoffe aus der chemischen Industrie blieben und bleiben? - Okay, die zahlen viel mehr für einen guten Leumund, da ist die "Entsorgung" ja auch nicht staatlich reglementiert. Die Kernenergie steckt damals noch in den Kinderschuhen und viele wussten noch viel zu wenig darüber. Dass wir´s jetzt auslöffeln müssen, ist wie mit Schönberg, erst puh war´s aus den augen, aus dem Sinn, dann plötzlich mitten in Deutschland

Hallo anton21, aus deiner Verlinkung:
Beim Ausstiegsbeschluss gab es daher einen Plan, wie sich die Kapazitäten aus Wind-, Sonnen-, Wasser-, Biogas- und Erdwärmeanlagen entwickeln sollen. 1999 erwartete die Regierung Schröder, dass im Jahr 2010 bereits 12,5 Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden sollte. Knapp daneben. Tatsächlich hat grüner Strom heute einen Anteil von 17,9 Prozent - also 40 Prozent besser als geplant.


Beim Ausstiegsbeschluss, der übrigens auch nicht den Bundesrat passiert hat, gab es nur zwei Alternativen für die Konzerne: Entweder unterschreiben, oder aufgrund sonst verbotener Transporte, die Kernkraftwerke in Zwangsstillstände schicken - das war pure Erpressung - das war der einzige Plan. Diese 17,9% sind "installierte Leistung" - nun informiere Dich mal über die verfügbare Leistung! Am Tage des höchsten Stromverbrauchs im Jahre 2009 stand diese leider nur zu 2% zur Verfügung okay das war mächtig wenig aber:

Bei Wind- und Solarkraftwerken werden wetterbedingt Ausbeuten entsprechend weniger als 20 % der installierten Leistung erzielt.
ist nicht von mir sondern: http://www.calsky.co...llierte_leistung.php

Das selbst der Stern so unverfrohren aufstachelt zu:
"Der Konflikt wird nun auf die Straße getragen", ruft die junge Frau auf der Bühne ins Mikro. Sie kämpft um ihre Stimme. "Wir werden uns von nun an nicht mehr an eure Gesetze halten." Die Frau heißt Luise Neumann- Cosel und ist Mitglied bei "x-tausendmal- quer".


Ah ja, die Frau ist also keine Deutsche mehr, da es ja nicht mehr Ihre Gesetze sind!


Die Fotos von brennenden Mannschaftswagen der Polizei, von tieffliegenden Hubschraubern über Demonstrantenmassen, von prügelnden Ordnungshütern und von Demonstranten, die mit dem Spaten auf einen Polizisten eindreschen, sie gehören zum kollektiven Gedächtnis der Nation. Sieben Menschen starben in diesem 25-jährigen Krieg.

Wow, dem gilt es nachzueifern - wie blöd ist das nur!
Nicht mit mir - ich wehre mich gegen solchen Dummfug!
jogi59
Inventar
#177 erstellt: 31. Okt 2010, 17:39

Soundy73 schrieb:
:. Hallo Mimi!
Mächtig gut auswendig gelernt, was die ewigen Verhinderer allen Fortschritts - wo auch immer Dir eingebleut haben - Glückwunsch! Damit wird´s aber keinen Deut wahrer.

Hallo Soundy73!
Mächtig gut auswendig gelernt, was die ewigen Verhinderer allen Fortschritts (das sind zur Zeit die von dir so geschätzte Frau Merkel zusammen mit den Stromkonzernen) - wo auch immer Dir eingebleut haben - Glückwunsch! Damit wird´s aber keinen Deut wahrer.
Soundy73
Inventar
#178 erstellt: 31. Okt 2010, 17:49
Tja, die alte Frau, mit Ihren Mannen legte aber erstmals ein Energiekonzept vor und lässt wieder an der ohnehin notwendigen Endlagerung forschen, während die anderen:


nixhörensehensagen

Danke für die vorlage, Jogi!
Florian_1
Stammgast
#179 erstellt: 31. Okt 2010, 22:44

Tja, die alte Frau, mit Ihren Mannen legte aber erstmals ein Energiekonzept vor und lässt wieder an der ohnehin notwendigen Endlagerung forschen, während die anderen:


Na, Forschen kann man das nicht nennen. Die gewählten Salzstöcke sind politische Entscheidungen, keine logischen.
Soundy73
Inventar
#180 erstellt: 01. Nov 2010, 10:38
Wow hier kommen immer die gleichen dahergebeteten Argumente.

1.)Es ist also besser, die Endlagersuche erstmal zu vertagen (Rot/Grün) natürlich zumindest solange man am Ruder ist, man könnte ja wichtige Argumente einbüßen. Nebenbei bestünde die Chance sich schwarze Füße zu holen - man stünde ja bei der Flower-Power-Klientel im Schußbereich!

2.) ICH habe das EEG verstanden, was IHR hier an Unwahrheiten auftischt glauben leider immer noch welche! Die "Erneuerbaren" werden über monströse Einspeisevergütungen subventioniert und ausgebaut, was das Zeug hält. Seht Euch doch nur mal um, auf wie viele Dächer dieses Jahr schnellstmöglich noch Solarpanels raufgepflastert wurden, nur weil die Förderung im nächsten Jahr um ein paar Cent zuückgefahren wird - die haben dann ja Bestandsschutz.

3.)Das erste Mal in der Geschichte der BuReDe werden Konzerne verpflichtet, sich über Zahlungen aus, im Endeffekt Privatvermögen, am politisch gesteuerten Ausbau der Energiezukunft verbindlich zu beteiligen. Hätte das z.B. für die Pharmaindustrie in Richtung Gesundheitssystem jemand verhandeln können?

4.) Nach Eurer Argumentation sind also alle anderen Europäer einfach nur dumm. Die setzen nämlich zur Erreichung Ihrer Klimaziele verstärkt auf Kernenergie.
Der schwedische Ausstieg ist Schnee von gestern, die Niederländer wollen neu bauen - schielen ja schon auf die blöden Deutschen, die den Markt frei machen für Grundlast. Von Franzosen und allen östlichen Nachbarn will ich lieber schweigen.

Ich sehe daran nur wie über eine geschickte Meinungsmache gezielt ein Pool von Unwissenden aufgebaut wird. Oft genug wiederholt, glaubt nachher jeder, dass das alles so stimmt. Die meisten, die laut lamentieren und mit gelben Fahnen durch die Landschaft ziehen, wissen doch nicht einmal wie ein europäisches Kernkraftwerk funktioniert.

Auch ich war mal Gymnasiast mit Parka, Turnschuhen und Jeans - gegen den PLO-Feudel hatte ich gewisse Ressentiments. Ohne unseren aufgeklärten Physik-Lehrer hätte ich mir wahrscheinlich auch den AKW-Nee-Sticker drangeheftet.

Damals war es für ein "rotes Gymnasium" ziemlich unmöglich mal in ein Kernkraftwerk reinzuschauen - das kreide ich denen verschärft an. Da wurde geheimnist und fabuliert, weil man ja keine Insiderinformationen bekam. Viele Pauker sind immer noch uninformiert und daraufhin einseitig geprägt - waren ja z.t. zur gleichen Zeit Schüler.
Aus diesem Infoloch heraus zu kommen, ist für die Betreiber beliebig schwierig, da ihnen ja nach viel Aktionismus durch die Gegenseite niemand mehr glauben will. Das sind halt die Bösen! Besucht doch einfach mal ein Infozentrum und lasst Euch mal zeigen, das die dort auch nur mit Wasser kochen! Wer liest denn z.B. sowas? http://www.eon-kernk...ilung.htm?id=1443548

Was man jetzt, sorry @ z. B. schnarchbaer55 durch forcierten Maisanbau und Güllehochkonjunktur unserem Grundwasser antut, um Biogasanlagen zu züchten, ist in meinen Augen schon kriminell. Zum Wasser des benachbarten Wasserwerks muss schon jetzt, von unserem zudosiert werden, da die sonst die Nitratwerte für Trinkwasser nicht einhalten können.

Weiter denken und locker bleiben wünscht...

Edit meinte ?Rechtschreibung?


[Beitrag von Soundy73 am 01. Nov 2010, 10:44 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#181 erstellt: 01. Nov 2010, 14:07
Muss schon wieder was bringen:
Aus Stern 39/2010:


Die Brücken-Lüge

Das klingt gut. Doch es könnte noch viel besser sein. Schuld ist der Atomstrom. Der verstopft die Netze. Die regenerative Energie schwankt. Mal scheint die Sonne, mal bläst der Wind. Und manchmal beides nicht. So schwankt beispielsweise das Windkraftaufkommen im Netz von Vattenfall zwischen 400 und 8000 Megawatt. Will man so viel sauberen Windstrom wie möglich einspeisen, müssten sich die Atommeiler an den Wind anpassen. Doch Meiler passen sich nicht an. Kernkraftwerke sind entweder ein oder ausgeschaltet. Es dauert ein, zwei Tage, bis so eine Anlage runter- und wieder raufgefahren ist. Also läuft sie weiter und weiter. Auch bei Wind.


Widerlegt:

Regelbedarf durch Erneuerbare und Regelbarkeit von Kernkraftwerken (Quelle: http://www.enbw.com/...638927122308C7.nbw05 )

Deutsche Windkraftanlagen produzieren derzeit an etwa 100 Tagen des Jahres praktisch gar keinen Strom. An etwa 20 Tagen des Jahres erreichen sie jedoch eine Leistung von 25.000 Megawatt. An den restlichen Tagen schwankt ihre Strombereitstellung zwischen diesen beiden Extremen. Allein innerhalb eines Tages kann es zu Schwankungen von 20.000 Megawatt kommen. Diese aktuellen Zahlen verdeutlichen den Bedarf an Regelleistung im Stromnetz, der bereits jetzt allein durch Windenergie besteht. Und durch den Ausbau weiter steigen wird.



Dieser Regelbedarf lässt sich sehr gut mit der Flexibilität der Regelbarkeit von Kernkraftwerken verbinden. Alle deutschen Kernkraftwerke zusammen können innerhalb kurzer Zeit mit einer Leistung von etwa 9.600 Megawatt Laständerungen vornehmen und damit bei einer hohen Netzeinspeisung durch Erneuerbare Energien kurzfristig zurückgefahren werden. Zusätzlich sind die Kernkraftwerke technisch in der Lage, die von den Übertragungsnetzbetreibern für einen sicheren Systembetrieb benötigten Regelenergie-Produkte (z.B. Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve) am Regelleistungsmarkt anzubieten und bereitzustellen.



Oberhalb der anlagenspezifischen Mindestlast kann ein Kernkraftwerk in seiner Leistung bis zu +/- 10% pro Minute geregelt werden. Bei einer Anlage mit einer installierten Leistung von 1.400 Megawatt wären dies beispielsweise bis zu 140 Megawatt pro Minute. Diese technische Möglichkeit ist bereits beim Bau der Anlagen mit Rücksicht auf die Kernüberwachung und Reaktorregelung bedacht worden.


Arbeitsplätze in die Windkraft verlagern?

Das Raubtier zieht weiter - und was bleibt zurück? Vestas-AktienkursIn Dänemark gibt es wohl nichts mehr zu holen. Statt in Zukunft die "überschüssigen" Winde in der Nord- und Ostsee zu nutzen, plant Vestas überschüssige Kapazitäten in Europa abzubauen, will 3.000 Arbeitsplätze streichen und in das neue Hauptquartier nach Portland/USA umziehen. Im Vergleich zu 2009 erlitt das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 5,1% und der Gewinn sei im dritten Quartal von 165.000.000 Euro auf 126.000.000 Euro gesunken. In allen vier Fabriken werden sich die Einschnitte bemerkbar machen. Drei davon in Dänemark und eine in Schweden. Bezüglich der Kostenstruktur will Vestas seine Produktionen näher an die Orte der Auslieferungen bringen. Vestas Wind Systems AS will zudem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Peking errichten und dort die Mannschaft von 100 Ingenieuren und Technikern auf 200 erhöhen.
Bildquelle: finanzen.net
Mit den Renixx-Online-Börsenkursen der Regenerativen Energiewirtschaft sieht es derzeit auch nicht sehr rosig aus. Mehr rote Pfeile nach unten als grüne nach oben.

5 MW-Windturbinen werden - wie bereits Photovoltaikmodule - zukünftig in China entwickelt und gebaut.
XEMC develops China's first offshore-specific 5MW turbine
Zitat: CHINA: Chinese wind manufacturer XEMC has unveiled the country's first direct-drive 5MW... Products of XEMC Windpower Co., Ltd has up to date technology and huge bright prospect. Compared with traditional wind turbine, the direct drive wind turbine manufactured by the company owns distinct advantages of high efficiency, gearless, reliable system, easy maintenance, low noises and good quality of grid connection. This type of product represents the developing trend of international wind turbine technology, and it is popularly installed in Netherlands, Finland, Germany, Japan, and Taiwan as well as Northern part and coastal area of China, which enjoy high evaluation from customers.

Doch das kleine Städtchen Brake an der Unterweser will sich nach Emden und Cuxhaven zum dritten niedersächsischen Offshore-Hafen für die Verschiffung von Windenergieanlagen entwickeln. Rund 60 Millionen Euro wird die gesamte Norderweiterung des Braker Hafens kosten. Dieses Geld kommt zum überwiegenden Teil von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen. Der Hafen wurde mit Spundwänden von 270 auf 450 Meter verlängert und Stützpfeiler und eine Betonplatte eingebracht. Eine Liegewanne für ein zweites Großschiff muss noch ausgebaggert und die Schienen für die Hafenkräne müssen verlängert werden. »Wenn die Pläne für Offshore-Windkraftanlagen wie vorgesehen umgesetzt werden, dann werde davon der Braker Hafen ebenfalls weiter profitieren« - berichtet unter dem Titel "Region mit großer Dynamik" die Nordwest Zeitung online vom 26.10.2010. Was ist aber, wenn die Verschiffung riesiger Windkraftanlagen bereits in China und nicht in Deutschland erfolgt?
geklaut bei: http://www.wilfriedheck.de/
Soundy73
Inventar
#182 erstellt: 01. Nov 2010, 14:39
Eckschperte , die die Meinung predigen:

Aus der Stuttgarter Zeitung entliehen:

"Heute werden wir sehen, ob die CDU Politik für die Menschen in diesem Land oder für die vier Atomkonzerne macht", sagte der Greenpeace-Energieexperte Tobias Münchmeyer.


Dazu die Vita von Tobias Münchmeyer:


Tobias Münchmeyer ist Stellvertretender Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace in Berlin. Er leitete nach dem Studium der Politikwissenschaft und Slawistik an der FU Berlin das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Kiew (1995-1996) und war Koordinator der internationalen Konferenz “Lessons of Chernobyl” anlässlich des 10. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe.

Er arbeitete anschließend zum Thema Energieeffizienz im Moscow Energy Centre der EU, bevor er 1998 zu Greenpeace International wechselte. Dort war er als Atom-Experte mit Schwerpunkt Osteuropa tätig. 2002 arbeitete er für ein Jahr im Auswärtigen Amt, wo er im Sonderstab Afghanistan für Humanitäre Hilfe zuständig war und in dieser Zeit eng mit der GTZ und InWEnt kooperierte. 2003-2004 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundstagsabgeordneten Winfried Nachtwei in der Bundestagsfraktion der Grünen. Seit 2004 ist Münchmeyer wieder für Greenpeace tätig und dort vor allem für den Bereich Klima- und Energiepolitik zuständig.
(aus EINE WELT-EINE ZUKUNFT)

Dann bin ich jetzt wohl Münchmeyer-Experte wollte sowas eigentlich nicht tun aber bei solchen Steilvorlagen...
Mimi001
Hat sich gelöscht
#183 erstellt: 01. Nov 2010, 15:47

Soundy73 schrieb:
Es gibt reichlich Blogs über die Asse.

Die Vorgänge der Asse waren in der seriösen Tagespresse, es gibt beispielsweise den Inventurbericht 2010 ASSE , spannend S. 63 ff., ist also alles dokumentiert
Ich wüßte nicht was mir Blogs bringen sollten.
Im Falle Gorlebens sieht es übrigens ähnlich aus, bei Krümmel wurde auch nur gelogen und getrickst, die Liste wäre ziemlich lang !


Mächtig gut auswendig gelernt, was die ewigen Verhinderer allen Fortschritts - wo auch immer Dir eingebleut haben - Glückwunsch! Damit wird´s aber keinen Deut wahrer.

Wie ich bereits schrieb von seriöser Seite dokumentiert, also bring mal Fakten und unterstelle keine Lügen.
Und Nein ! Fakten sind keine Links zu EON oder EnBW oder wilfriedheck.de etc.
Denn abgesehen davon dass Du inhaltlich nichts zu schreiben hast sind Deine Links zu Seiten der Betreiber von AKWs fast schon lächerliche.

An Deiner Stelle würde ich , grade was ASSE und Gorleben angeht, den Ball mal ganz flach halten.
Und damit Du mich nicht falsch verstehst mache ich damit ausdrücklich keine Aussagen über zukünftige Erkundungen eines Endlagers.
schnarchbaer55
Neuling
#184 erstellt: 01. Nov 2010, 19:42
Hallo Soundy73!

Vielleicht sollte ich mal genauer werden:

Ich verstehe (zum Teil) deine Kritik am EEG und teile diese sogar. Woanders wird gehungert und bei uns machen wir aus Grundnahrungsmitteln Energie. Absurd und moralisch verwerflich. Meiner Meinung nach sollten Erneuerbare Energie da produziert werden, wo es sich lohnt. Windenergie auf dem Meer und teilweise auch im Binnenland an geeigneten Standorten, wie mein kleine WKA . Solar lieber in Nordafrika/Südeuropa und dann per Kabel bitte zu uns. DAS wäre sinnvoll. Es ist eigentlich genug Potenzial da, dies in 20-25 Jahren zu schaffen. Jedoch verhindert die Laufzeitverlängerung genau dies. Das ist, wie ich bereits geschrieben habe, politischer Wille und kann und sollte auch geändert werden, genau wie die angesprochenen Fehlentwicklungenen des EEG.

ABER jetzt meine Kritik an der derzeitigenn Situation und dem neuen Atomvertrag:

Es werden nie die wahren Kosten der Kernenergie genannt. Siehe meinen obigen Beitrag. Wußtest du, dass die Großen 4 auch am Atommüll Geld verdienen? Such mal nach "Deutscher Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe". Eigentlich mal eine vollstaatliche Behörde mit einzigartiger Satzung, der Gewinne aus dem "Handel" mit Atommüll garantiert. Heute gehört sie zu 75% EON,RWE,ENBW und Vattenfall. Das nenne ich aus Scheisse Gold machen! Im Zusammenhang mit den anderen Bevorteilungen ist es klar, das die KWh Kernenergie billig ist, da kann keine andere Form mithalten. Und im Übrigen: Ab 2012 bekomme ich keinen Cent mehr aus dem EEG! Und trotzdem rentiert sich meine kleine WKA in diesem verzehrten Markt.

Schönen Abend
schnarchbaer55

P.S.: Erkundige dich mal bei Enercon, deren Anlagen stabilisieren sogar das Netz http://www.enercon.d...FILE/WB-0405-dt.pdf. Soviel dazu.


[Beitrag von schnarchbaer55 am 01. Nov 2010, 19:49 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#185 erstellt: 01. Nov 2010, 19:44
Hallo mimi001!

Es gibt zur Asse absolut nichts zu beschönigen oder weg zu diskutieren, soviel ist erstmal klar.

Da ist in der Vergangenheit, oft auch aus Unwissen, sehr viel schief gegangen, da hilft jetzt kein Zynismus, auch da sind Lösungen gefragt. Allein schon die Aussage, das war ja Bergrecht, da hatten wir nichts mit zu tun ( so in etwa Herr Gabriel) ist mir zu fadenscheinig!

Dass ich inhaltlich nichts zu schreiben habe, was mit dem Thema dieses Threads zu tun hat, kannst Du anscheinend für Dich beantworten.

Wollte nur angeführt haben, das das hier eben kein "Mein-Gott was-machen-wir-mit-der-Asse-Thread" ist. Sowas läuft z.B. unter tagesschau.de
Ich habe hier nur reagiert, wenn mir einer Unwahrheiten nachweist, bin ich gern - im Gegensatz zu anderen - lernbereit.

Du schriebst:
also bring mal Fakten und unterstelle keine Lügen.
-eben dies tat ich hier und werde es weiter tun. Bin allerdings nur schnöder Techniker und kein Guru. Daher ist mein Kenntnisstand dem Lernen und nicht göttlicher Eingebung geschuldet.

Zu
bei Krümmel wurde auch nur gelogen und getrickst, die Liste wäre ziemlich lang !
weiß ich bestimmt erheblich mehr als Du. Aber auch da war die Öffentlichkeitsarbeit grottig- dazu gibt´s auch nichts zu beschönigen. Dass Krümmel kurz vor dem GAU stand sind jedoch Märchen.

Nicht ganz aktuell, wurde von der Zeit schon fast überholt, aber hier sind Fakten zum Thema:
http://www.vde.de/de...eonhard_elektra3.pdf

oder aktuell eine interessante Vorausschau: http://www.ipe.uni-s...e/stromnetze2050.pdf

Da ich keine Mimose bin, kann ich mit Kritik üm, wie wir Nordis sagen, werde daher auf die "persönliche Schiene" nicht einsteigen müssen.
schnarchbaer55
Neuling
#186 erstellt: 01. Nov 2010, 20:08
Es lief übrigens gerade in ZDF WISO ein Beitrag mit genau meinen Anmerkungen zur Kernenergie (ich arbeite übrigens nicht beim ZDF :D) , mal in der Mediathek nachschauen. Endthese: Jede KWh Atomstrom wird mit 4,3 Eurocent subventioniert und der Ausbau Erneuerbaren Energien wird durch die Laufzeitverlängerung verhindert.

So long
schnarchbaer55
Florian_1
Stammgast
#187 erstellt: 01. Nov 2010, 20:53
Zu Krümmel

Zum 4 Juli Am 19. Juni 2009 hatte die zuständige Aufsichtsbehörde „kontinuierliche Audioaufzeichnungen auf der Hauptwarte“ des Kernkraftwerks Krümmel – ähnlich wie eine Blackbox in einem Flugzeug – angeordnet; Vattenfall hatte dagegen geklagt. Beim Störfall [Reaktorschnellabschaltung, erneuter Tranasformatorfehler] am 4. Juli war die Blackbox nicht eingeschaltet.[35]




Weiterhin gab das Unternehmen drei Tage nach der Notabschaltung bekannt, dass ein vorgeschriebenes Überwachungsgerät am betroffenen Transformator, ein sogenanntes Teilentladungsmessgerät, nicht installiert worden war


Also trauen werde ich denen nicht mehr

guckst du


[Beitrag von Florian_1 am 01. Nov 2010, 21:18 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#188 erstellt: 02. Nov 2010, 12:04
Hallo Florian1!

So einfach ist das gar nicht so´ne Black-Box zu installieren, auch wenn´s nur Audioaufzeichnung sein sollte. kuckst du auch mal unter 4.1.8 hier rein: http://www.ureader.de/msg/14547279.aspx

Und: http://www.alpha11.de/html/was_sie_wissen_sollten_.html

Oder: http://www.datenschutz-bremen.de/tipps/video.php
Oder:
Will ein Arbeitgeber seine Beschäftigten per Videokamera überwachen, muss er hierfür die Zustimmung des Betriebsrates haben (§ 87 Absatz 1 Nummer 6 Betriebsverfassungsgesetz [BetrVG]). Dabei haben beide Seiten das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer zu beachten (§ 75 Absatz 2 BetrVG).
aus: http://www.janvonbroeckel.de/arbeitsleben/videoueberwachung.html

Ist also zumindest mitbestimmungspflichtig, das gleichzeitige Speichern von Bild und Ton (Blackbox)ist sehr stark reglementiert und somit nur in Ausnahmefällen zulässig, bei Verdacht auf strafbare Handlungen. Möglich wäre (sicher auch rechtens)die Black-Box-Funktion bei Ansprechen des Reaktorschutzes zu starten.
Die Anforderungen für ein Reaktorschutzsystem kann man (jeder) hier nachlesen: http://www.kta-gs.de/d/regeln/3500/3501.pdf

Keines der Trafoversagen war ein schutzzielverletzendes Ereignis. Der Umgang mit den Informationen und die Ereignisse an sich sind nicht wegzudiskutieren.
Trafobrände sind Ereignisse die immer wieder geschehen:

http://www.echo-onli...brand;art1231,916370
http://www.berlinonl...htes/0190/index.html
http://www.graz.at/cms/beitrag/10108154/2117894/

Zum letzten Link:

Das Einkaufszentrum konnte dank einer Notstromversorgung sehr bald wieder zum Normalbetrieb zurückkehren, durch den Ausfall des Trafos gab es allerdings im Grazer Südosten großflächige Stromausfälle. Verletzt wurde niemand.

Autor: Mag. Wolfgang Hübel, Abt. Katastrophenschutz und Feuerwehr der Stadt Graz


Kernkraftwerke haben übrigens sehr umfangreiche Notstromsysteme.

Zum Teilentladungsmessgerät schreibt Ralf in http://www.ureader.de/msg/14547279.aspx :

Das fehlende Gerät war übrigens ein Teilentladungsmeßgerät - ganz
nett, um sich durch stille Entladungen ankündigende Durchschläge zu
erkennen, dürfte aber mit dem aufgetretenen Fehler nichts zu tun haben
- ich denke, daß Teilentladungen eigentlich nur beim Einschalten
kalter Trafos eine Rolle spielen. Die Ablösung von H.-D. Lucht ist
wohl eher ein Bauernopfer.


Bezüglich der Angaben über Subventionen:
Aus Welt online v. 31.10.2010:

Allerdings verteuert die EEG-Umlage auch den Strom, den sie eigentlich fördern sollte: "Wir werden um eine Preiserhöhung nicht ganz herumkommen", bestätigte Martin Schaefer, ein Sprecher von Greenpeace Energy. Zurzeit prüfe Deutschlands drittgrößter unabhängiger Ökostromanbieter allerdings noch, ob wirklich die gesamte Umlageerhöhung an die Kunden weitergegeben werden muss. Schaefer: "Wir sind eifrig am Rechnen." Greenpeace Energy versorgt rund 95 000 Haushaltskunden mit Strom aus regenerativen Quellen.


Man schiebt mich ja gern in die Betreiberschiene, daher wählte ich die Links mit Bedacht. Ich habe keine Scheuklappen und hätte auch gern, besser früher als später, tragfähige Alternativen:
http://www.helmholtz.de/forschung/energie/kernfusion/
http://www.ipp.mpg.de/ippcms/de/pr/fusion21/kernfusion/index.html
Am besten: http://www.hirtemann.de/lebenshilfe/kaltefusion.htm

Nur leider ist es noch nicht so weit.
Soundy73
Inventar
#189 erstellt: 02. Nov 2010, 12:41
@schnarchbaeer55,

Moin erstmal, ich hab´ jetzt keine Lust den Sensationsmachern von WISO nachzuspüren und verlinke mal Tatsachen:
http://www.energie-fakten.de/pdf/atw-2004-01-jaeger-weis.pdf

Ehe es ein anderer tut dann gern auch dies:
http://www.foes.de/p...ndbericht-3%20li.pdf

Dann mal zur Größenordnung:


Spitzenforschung ist eine entscheidende Voraussetzung, um die Ausbauziele im Bereich der Erneuerbare Energien zu erreichen. Das wird im Jahresbericht 2009 zur Forschungsförderung im Bereich der erneuerbaren Energien deutlich, den das Bundesumweltministerium veröffentlicht hat.

Bundesumweltminister Röttgen: "Bei erneuerbaren Energien liegt Deutschland technologisch an der Spitze - und da wollen wir auch bleiben. Forschungsförderung ist der Schlüssel für den Markterfolg von morgen. Wir werden die Forschungsförderung für die Zukunftstechnologien der erneuerbaren Energien daher weiter ausbauen, unter anderem auch aktuell mit der Innovationsallianz Photovoltaik. Dabei sollen gemeinsam mit dem BMBF zusätzlich bis zu 100 Mio. € für die Photovoltaikforschung in den nächsten 4 Jahren zur Verfügung gestellt werden."

2009 wurden Forschungsvorhaben zu erneuerbaren Energien in den Bereichen Photovoltaik, Windenergie, Geothermie, Solarthermie sowie solarthermische Kraftwerke in der Größenordnung von 109,5 Mio. Euro gefördert. Der Jahresbericht berichtet über ausgewählte Projekte und besonders herausragende Forschungsleistungen. In 2009 waren zentrale Vorhaben der Forschungsförderung des BMU die Gründung des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), die Fertigstellung des Testfeldes für den Offshore-Windpark alpha ventus, die Inbetriebnahme der dritten Offshore-Windpark-Forschungsplattform FINO 3 und die Inbetriebnahme des Solarturms Jülich. In der Photovoltaik unterstreichen mehrere Rekorde die erfolgreiche Ausrichtung des BMU-Forschungsprogramms. So konnte in einem Projekt des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom erstmals ein Wirkungsgrad von 41,1% erzielt und damit ein neuer Weltrekord aufgestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Und nun: http://www.n24.de/news/newsitem_6386568.html

Aber auch: http://www.cleanthin...-energie-rehau/5977/ wie heißt es dort so schön:

Prof. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsförderung.

„Essen landet heute nicht mehr auf Tellern, sondern in Tanks“, verdeutlichte Sinn die kontroverse Diskussion und internationale Aufstände im Hinblick auf Biosprit. Aktuellen politischen Anstrengungen bescheinigte der Ökonom Wirkungslosigkeit und sprach sich gegen den Ausstieg aus der Atomenergie aus. „Deutschland will 17 Kernkraftwerke abschalten, während sich weltweit 36 neue im Bau befinden, 93 Atommeiler geplant und 231 vorgeplant sind“, untermauerte Sinn seine These. Seiner Meinung nach eine einsame Position, der sich niemand anschließen wolle.


Jedes Ding hat also zwei Seiten (jetzt wird gleich wieder der erste Bericht angezweifelt (Quelle) )
catman41
Hat sich gelöscht
#190 erstellt: 02. Nov 2010, 21:23
Moin,

das Thema Endlager ist noch nicht durch!

guckst Du;

http://www.ndr.de/re...lebengasleck101.html

Atomkraft, Nein Danke!
Harry aus Hannover
Florian_1
Stammgast
#191 erstellt: 02. Nov 2010, 21:42
Gorleben wurde wurde von Hand von "Unbekannt" unter das damalige getippte Gutachten für mögliche Endlager geschrieben. Der für das Gutachten Verantwortliche dementiert bis heute verantwortlich zu sein und lehnt Gorleben ab. Gorleben wurde allerdings sofort von der Politik akzeptiert. Klingelts?
Soundy73
Inventar
#192 erstellt: 03. Nov 2010, 20:13
Wow catman41!

Da sind wir ja schon wieder bei grünfrieden, die ihrem Namen mit Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Verstößen gegen alle möglichen Rechte anderer immer wieder mächtig Ausdruck verleihen.

Wenn mal jemand wirklich die Frau Merkel in die Luft sprengen möchte, braucht er/sie ja bei der Paketübergabe nur ein grünfrieden-T-Shirt zu tragen, dann traut sich da ja keiner ran! - Die Medienmacht dieser Gruppierung ist einfach zu stark! Im Gegensatz zum Hintergrundwissen ihrer Eckschperte (s.o.)!

Man nun muss ich jetzt aber Repressalien dulden, dass ich´s mal ausgesprochen hab´ was viele denken!
(Zuerst ist jetzt mal meine Meinung irrelevant und verfälscht, ich laufe den Argumenten ewig gestriger hinterher..... -bringe ich schon mal selbst, dann können die sich das sparen!) Wer weiß, wie´s dem Gutachter von damals so ergangen ist? Dabei hätte er´s so einfach gehabt, der Auto-TÜV schreibt immer: "...war zum Zeitpunkt der Prüfung in einem... Zustand" Das läßt Freiräume

Ich glaube aber in einer ziemlich offenen Demokratie zu leben und traue mich das, ohne mich gleich zu löschen, oder mich anderweitig zu verkrümeln. Daher brauche ich mich auf Demos auch nicht zu verkleiden. Ich stehe zu meiner Meinung und bin auch für diese alleinverantwortlich, werfe für diese aber nicht mit Steinen und gehe fort, wenn mich ein Polizist oder Grundstücksbesitzer darum bittet.

Ich finde es auch gut, dass Florian1 bei der Erstellung des Gutachtens zum Standort Gorleben über Insiderinformationen verfügt! -

Meine Meinung zu Gorleben:
1.) Dünn besiedelte Region +Punkt
2.) Großer, anscheinend geologisch stabiler Salzstock +Punkt
3.) Damals an der innerdeutschen Grenze gelegen und daher wenig frequentiert von der Bevölkerung(nur damals +Punkt, änderte sich ja bereits 1977)
4.) Hat schon sehr viel Geld gekostet und wurde einfach, ohne Alternativen zu starten/haben moraturiert( hoffe das gibt´s als Verb). Bisher kein erwiesenes Ausschlusskriterium - ich hoffe dort würde sonst niemand mehr Geld vergraben.

Der böse Oettinger fordert von den europäischen Kernkraftnutzern, ihre Entsrgung selbst zu regeln und nicht zu exportieren - aber das ist ja einer von der CDU und somit ein böser!

Hei, wie einfach! Es gibt nur Gute und böse und die tragen Trikots! Die Guten sind die Grünen und Roten und die Bösen sind Schwarze oder Gelbe! -Ist mir zu einfach und für mich falsch! Den Umfragen nach haben das bei den Roten schon so viele gemerkt, dass die ganz grün werden und sich bald auch umbenennen in "Sozialistische-demoskopiefolgende Partei Deutschlands" -dann kriegen die die Stimmen von Gregor auch noch!

Aber trotzdem hat Harry aus Hannover recht. Das Thema Endlager ist noch lange nicht durch! So nun hab´ ich mal gar nichts verlinkt und nur viel geschrieben. Doch, hier geht´s um den nächsten Transport: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/castor169.html

Plötzlich neuer Eckschperte, extra aus Frangreisch eingeflogen - ah Monsieur ist in Frankreich leider gescheitert... Von Experte sprach dort keiner - komisch!
Florian_1
Stammgast
#193 erstellt: 03. Nov 2010, 20:18

Bisher kein erwiesenes Ausschlusskriterium - ich hoffe dort würde sonst niemand mehr Geld vergraben.


Ironie? Salzstöcke neigen dazu bei Wassereinbruch ausgewaschen zu werden (s, arte). Einmal undicht sind sie das für immer. Es wurden zB Tonschichten ("selbstheilend") in anderen Bundesländern vorgeschlagen, aber die will da keiner.

Für Gorleben gab es nie einen wissenschaftlichen Grund. Ende.
Soundy73
Inventar
#194 erstellt: 03. Nov 2010, 20:19
Ach so und dann noch das Ding mit der Bundeswehr beim Castor-Transport...


Das niedersächsische Innenministerium will einen Teil der beim Castor-Transport nach Gorleben eingesetzten Polizisten in Gebäuden der Bundeswehr unterbringen. Das erklärte Ministeriumssprecher Klaus Engemann am Dienstag in Hannover. Engemann wies den Vorwurf der Bürgerinitiative (BI) Lüchow-Dannenberg zurück, die in einer Erklärung davon gesprochen hatte, dass das Innenministerium statt auf eine politische Lösung nun sogar auf die Bundeswehr setze. Dies sei "unverantwortliche Scharfmacherei". Die Polizei setze auf die Strategie der Deeskalation. ...Die Bundeswehr leistet bei der Unterbringung und Verpflegung der Polizisten Amtshilfe und stellt Unterkünfte und Kücheneinrichtungen zur Verfügung...

Aus: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/gorleben565.html
Soundy73
Inventar
#195 erstellt: 03. Nov 2010, 20:25
Nun bin ich mal kein Geologe und enthalte mich dieser Diskussion aus Unwissenheit. Weiß lediglich, das die Umgebung von Stade noch immer "lochfrei" auf einen Salzstock steht

Ende = basta oder was?
Florian_1
Stammgast
#196 erstellt: 03. Nov 2010, 20:37
Basta zu Gorleben. Wenn einmal Wasser in einen Salzstock eindringt wird das Salz ausgespült und lässt sich nicht mehr abdichten (s. Asse). Kochsalz ist bekanntlich Wasserlöslich.

Die Schweizer packen ihren Müll wahrscheinlich - sie forschen erst bevor sie Müll reinwerfen - in Opalinuston, wie wir ihn auch haben. Der ist wasserdicht, er quetscht und dichtet sich wie Knete selber wieder zusammen. Außerdem dehnt er sich bei Kontakt mit Wasser aus, wie ein trockener Schwamm und dichtet so Risse selbst ab.

In der Schweiz kann man diese Testbauten besichtigen (=reingehen), dort mit den Geologen quatschen und wird sonst auch immer über alles informiert.
Boettgenstone
Hat sich gelöscht
#197 erstellt: 04. Nov 2010, 09:23
Morgen,

Soundy73 schrieb:
Wow catman41!

Da sind wir ja schon wieder bei grünfrieden, die ihrem Namen mit Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Verstößen gegen alle möglichen Rechte anderer immer wieder mächtig Ausdruck verleihen.

Wenn mal jemand wirklich die Frau Merkel in die Luft sprengen möchte, braucht er/sie ja bei der Paketübergabe nur ein grünfrieden-T-Shirt zu tragen, dann traut sich da ja keiner ran! - Die Medienmacht dieser Gruppierung ist einfach zu stark! Im Gegensatz zum Hintergrundwissen ihrer Eckschperte (s.o.)!

Ja, das haettest du (und die Rechtskonservative Gruppe der Deutschen) gerne, damit man sich nicht mehr mit den Bedenken und Gegenargumenten der anderen Seite auseinandersetzen muss.

Asse und Gorleben sind tot: politischer Filz, Birnenpolitik, unverstaendliche und unerklaerte Entscheidungen, Vertuschung und Taubheit gegenueber kontraeren Expertenmeinungen.
Nicht angebrachte Bastapolitik und absolut beschissene Oeffentlichkeitsarbeit, die selbst jetzt nicht besser wird, im Gegenteil, dank einiger radikaler Vollidioten achtet die Politik auf gar nix mehr und schert alles ueber einen Kamm.

Da gibt es nicht mehr viel zu diskutieren, Akten dicht, neue Standorte in Deutschland suchen.

Aber das sind ja Minderheiten die da Bedenken haben. Auf solche muss man ja nicht eingehen.

Der Kommunismus hat halt doch gesiegt, alles fuers grosse Ganze.
Ener-
Stammgast
#198 erstellt: 04. Nov 2010, 10:58
Was wäre denn gegenwärtig die Alternative zum Castor-Transport? Beantworten tut das dann ja auch wieder keiner der Protestler. Vielleicht sollte der Zug gar keinen Geleitschutz bekommen. Soll die Strecke beschädigt werden. Dann darf der lokführer das Ding abstellen und hat früher Feierabend.
Florian_1
Stammgast
#199 erstellt: 04. Nov 2010, 12:44
Hä, was willst du? Dein Post ist mehr als wirr. Gegen Transporte hat keiner was, hier geht es im Moment um Endlagerung. Fällt nurmehr auf, wenn man da demonstriert.
Soundy73
Inventar
#200 erstellt: 04. Nov 2010, 12:50
@ Christoph:

Du sagst
Ja, das haettest du (und die Rechtskonservative Gruppe der Deutschen) gerne, damit man sich nicht mehr mit den Bedenken und Gegenargumenten der anderen Seite auseinandersetzen muss.


Worauf bezieht sich das?

Nein, ich möchte nicht, dass unsere Kanzlerin gesprengt wird, sondern bin froh, dass wir eine so kompetente haben, auch wenn´s (noch) mit der Öffentlichkeitsarbeit hapert. Ich sehe da positive Schritte (Salamitaktik). Man muss (siehe Wulf) ja auch nicht alles gleich vor´s Volk zerren, was man positives erwirkt (im Wulf-Beispiel: Karmann). Ich sehe da einen ähnlichen Stil.

Wenn es um Gegenargumente geht, bin ich immer dafür, selbige zu hören und in Betrachtungen mit ein zu beziehen. Produktive Gegenvorschläge sind dann sogar das absolute Optimum, daher danke an Florian 1. Hoffentlich wird´s gelesen von den Verantwortlichen. Besonders das mit der Öffentlichkeitsarbeit. Doch soweit ich weiß, kann sich hier jeder auch über die Erkundung in Gorleben schlau machen. Kuckst Du hier: http://www.dbe.de/de/betriebe/konrad/5/index.php - braucht dafür nicht über Zäune zu klettern


Ich wollte lediglich mal kund tun, dass dort (grünfrieden) ebenso tolle Experten auflaufen, wie ich einer bin!
Ich bin nämlich Bratwurstexperte! -Habe gerade unlängst eine gegessen
Trotzdem bin ich doch eher nicht rechtskonservativ, trage mein Haar sogar offen und esse (wegen der Delfine) nur ganz selten und unter Protest Thunfisch. Aber Lautes und Buntes prägt meine Meinung eher weniger.

Florian 1 schrieb:
Hä, was willst du? Dein Post ist mehr als wirr. Gegen Transporte hat keiner was
-Prima, dann muss die Polizei ja gar nicht kochen lassen und kann rechtzeitig nach Hause!
Frank_13
Stammgast
#201 erstellt: 04. Nov 2010, 17:24
Heute sind wieder einige Hundert Polizisten aufgebrochen, ziel ist ja bekannt.
Für das ganze Geld was es kostet hätte mann schon menge Förderung in die EEG steckenn können.
So wird es Jahre lang weiter gehen.
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