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Was hört Ihr gerade jetzt? (Klassik !!!)+A -A |
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Autor |
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Hörbert
Inventar |
#15973 erstellt: 13. Mrz 2016, 08:22 | ||||
Hallo! Aktuell im Player: Heute einmal etwas sehr altes, (irgendwie geht der Amazon Link nicht) Maria Yudina spielt Beethoven Op.35 und Op.120 Zuweilen faszinieren mich Maria Yudinal alte Interpretationen von Beethoven Werke, klar ist das keine aktuelle Sicht der Dinge aber ein fast eiugener in sich geschlossener Kosmos. MFG Günther [Beitrag von Hörbert am 13. Mrz 2016, 08:24 bearbeitet] |
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FabianJ
Inventar |
#15974 erstellt: 13. Mrz 2016, 13:08 | ||||
Nachdem ich zwischenzeitlich in die Hoeprich-/Brüggen-Aufnahme des Konzerts hineingehört hatte, habe ich den genannten Unterschied beim zweiten Anhören der Widmann-/Ruzicka-Aufnahme kaum noch wahrgenommen. Vielleicht hätte das vor dem Schreiben meine letzten Beitrags in diesem Thema tun sollen. Das ändert jedoch nichts daran, dass mir auch diese Einspielung ganz hervorragend gefällt! Nun ist mir aber mal nach etwas ganz Anderem: Arnold de Lantins (* vor 1400, † vor dem 2. Juli 1432) Missa verbum incarnatum Capilla Flamenca (Ensemble) Mit freundlichem Gruß Fabian |
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Nicolas92
Stammgast |
#15975 erstellt: 13. Mrz 2016, 13:22 | ||||
Martin2
Inventar |
#15976 erstellt: 15. Mrz 2016, 11:06 | ||||
Aus dieser schönen Box die Balletsuite Opus 130 und das Konzert im alten Stil Opus 123. Es ist jetzt nicht die genialste Musik aller Zeiten, aber sehr nett zu hören und doch besser als manches, was definitiv zweitklassig ist. [Beitrag von Martin2 am 15. Mrz 2016, 11:09 bearbeitet] |
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Klassikkonsument
Inventar |
#15977 erstellt: 16. Mrz 2016, 01:14 | ||||
Klassikkonsument
Inventar |
#15978 erstellt: 16. Mrz 2016, 02:23 | ||||
Das nehme ich jetzt mal zum Anlass Regers Romantische Suite op. 125 (in der Schönberg-Bearbeitung für Kammerensemble) (Solisten der Opéra National de Lyon - Erato / elatus, 1994 / 2003) zu hören. Da habe ich den Eindruck, dass Musik vielleicht erstmal unscheinbar oder "nett" rüberkommt. Sie macht nicht so viel her wie Richard Strauss' Alpensymphonie, ist nicht so ein plakativer Hit wie Wagners Walkürenritt, hat nicht den Anspruch eine ganze Welt darzustellen wie ein Mahler-Sinfonie. Aber eigentlich ist es verdammt gute Musik. Besser als z.B. Ottorino Respighis Fontane di Roma (nette musikalische Ansichtskarten, Impressionismus goes Kunstgewerbe) oder Pini di Roma (bombastische Filmmusik, die immerhin eines der ersten Samples der Musikgeschichte (Vogelgezwitscher vom Grammophon im langsamen Satz) als Feature zu bieten hat). Regers opp. 130 & 123 habe ich noch nicht gehört, aber vielleicht hätte ich da einen ähnlichen Eindruck. [Beitrag von Klassikkonsument am 16. Mrz 2016, 02:27 bearbeitet] |
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Hüb'
Moderator |
#15979 erstellt: 16. Mrz 2016, 09:39 | ||||
Hallo zusammen, Seiji Ozawa - German Masterworks Bach: Messe h-moll BWV 232; Matthäus-Passion BWV 244 + Beethoven: Symphonien Nr. 1-9; Leonore-Ouvertüren Nr. 1-3; Egmont-Ouvertüre op. 84 + Brahms: Symphonien Nr. 1-4; Ungarische Tänze Nr. 1, 3,5, 6,10 + Bruckner: Symphonie Nr. 7 Barbara Bonney, Angelika Kirchschlager, John Mark Ainsley, Alastair Miles, Thomas Quasthoff, Christiane Oelze, Nathalie Stutzmann, Stanford Olsen, Michael Volle, Tokyo Opera Singers Saito Kinen Orchestra Seiji Ozawa 15 CDs Decca, DDD, 1989-2003 Diese Box der italienischen Universal-Dependance versammelt Aufnahmen, die unter dem Label Philips entstanden sind und nun unter dem Namen "Decca" vermarktet werden. Beim Kauf interessierte mich vor allem Ozawas Perspektive auf diese Werke. Weiterhin erschien mir diese vorwiegend "japanische Sichtweise" interessant. Hinzu kamen der günstige Preis sowie die Erwartung einer überdurchschnittlichen Klangqualität (für japanische Produktionen/Remasterings ja nicht unüblich). Die Aufnahmen bieten detailverliebte, klangschöne (hört man hier den Karajan-Protegé?) Interpretationen mit überwiegend exzellenten Orchesterleistungen. Wer allerdings "Neues" in diesem Kernrepertoire sucht oder wer überwiegend maximal auf Spannung getrimmte Deutungen bevorzugt, der wird andernorts sicher besser bedient. Auch sind - trotz aller Vokal-Coachings - die Chorleistungen mit Blick auf Textverständlichkeit und Beherrschung der deutschen Sprache nicht ganz optimal. Die vorliegende Edition sollte in erster Linie als Würdigung Seiji Ozawas verstanden werden und ist insofern wichtig, als dass dieser Dirigent mit diesem Kernrepertoire andernorts nicht dokumentiert ist. Zumindest dann nicht, wenn es die vollständigen Sinfonien-Zyklen von Beethoven und Brahms sein sollen. Viele Grüße Frank |
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Hüb'
Moderator |
#15980 erstellt: 16. Mrz 2016, 10:07 | ||||
Und dann noch eine Box: Leonard Slatkin dirigiert Elgar Edward Elgar (1857-1934) Symphonien Nr. 1 & 2; In the South-Ouvertüre op. 50; Streicherserenade op. 20; Salut d'amour op. 12; Froissart-Ouvertüre op. 19; Cockaigne-Ouvertüre op. 40 ("In London Town"); Enigma Variations op. 36; Violinkonzert op. 61; Cellokonzert op. 85 Pinchas Zukerman, Janos Starker, London Philharmonic Orchestra, Saint Louis Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, Leonard Slatkin 4 CDs Sony, DDD Slatkin und seine überwiegend britischen Orchester (lediglich das Violinkonzert sowie op. 12 wurden mit dem Saint Louis Symphony Orchestra aufgenommen) malen ein durchweg sehr ansprechendes, engagiertes Elgar-Bild. Kraftvoll und eher mit dem "dicken Pinsel" als überartikuliert feinsinnig. In meinen Ohren passt das sehr gut und die Elgar'schen Werke werden dem Hörer wirklich nahe gebracht. Auch in klanglicher Hinsicht wissen die Einspielungen durch einen weiträumigen Klang einzunehmen. Man höre nur das wunderbare Cellokonzert mit János Starker als Solist! Wer die wichtigsten Orchesterwerke Elgars im Rahmen einer Box erwerben möchte, ist mit dieser Ausgabe aus Sonys/RCAs Complete Collector's Edition meiner Ansicht nach bestens bedient. Im Budget-Bereich (aber nicht bloß dort!) eine sehr gute Wahl! Viele Grüße Frank |
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Hüb'
Moderator |
#15981 erstellt: 16. Mrz 2016, 10:57 | ||||
Martinus Cellosonaten liegen mittlerweile in einer ganzen Reihe von Aufnahmen vor, so dass die Wahl nicht mehr automatisch und zwingend auf diese vergleichsweise alte Supraphon-Produktion aus dem Jahre 1984 (aber bereits digital aufgezeichnet) fallen muss. Nichtsdestotrotz sind Josef Chuchro und Josef Hála (Mitmusiker von Josef (wie auch sonst :D) Suk in dessen tschechischem Trio) natürlich eine "klassische" Besetzung für diese Musik. Auf der Habenseite ist anzuführen, dass die beiden es schaffen, gerade die schönen Momente und Melodien wunderbar herauszuarbeiten (vielleicht auch den Kontrast zu den schrofferen Ansätzen in Martinus Musik etwas abzumildern). Dennoch wirkt diese Interpretation auf mich vergleichsweise etwas brav und "muffig" und weniger zwingend als die mindestens ebenso idiomatischen Starker/Firkusny (RCA) oder auch Isserlis/Evans (für Hyperion). Viele Grüße Frank |
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Hüb'
Moderator |
#15982 erstellt: 16. Mrz 2016, 12:24 | ||||
Und weiter: Ralph Vaughan Williams (1872-1958) Konzert C-Dur für 2 Klaviere & Orchester + Symphonie Nr. 5 Duo Tal & Groethuysen, Musikkollegium Winterthur, Douglas Boyd Sony, DDD, 2011 Na, wo gibt es denn sowas? Spannendes Nischenrepertoire auf einem Major-Label? Welcher Produktverantwortliche hat denn hier gepennt? Zum Glück! - muss man allerdings sagen, denn sonst wäre das selten zu hörende Konzert für 2 Klaviere sowie eine hervorragende 5. Sinfonie nicht auf diese CD gelangt. Tal & Groethuysen sowie das bestens disponierte Musikkollegium Winterthur unter Leitung von Douglas Boyd liefern hier eine Top-Leistung ab, erfreulicherweise begleitet von einer wunderbar weiträumigen (allerdings nicht schwammig-diffusen!) Klangtechnik. Kaufen ! Viele Grüße Frank |
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Martin2
Inventar |
#15983 erstellt: 16. Mrz 2016, 19:32 | ||||
Ja, das ist auch mein Eindruck sowohl von Reger als auch von Resphighi. Ich meine, Resphighi ist ein großartiger Harmoniker und vor allem auch Orchestrator. Das heißt, die Musik klingt fabelhaft. Wenn ich mich recht erinnere, war Resphighi auch ein Lehrer in all diesen Dingen von dem von mir hoch geschätzten Howard Hanson, dem "amerikanischen Sibelius". Ja, das ist ja toll, aber wenn ich rein höre in den Resphighi, dann habe ich nur den Eindruck von Klangorgien ohne wirkliche musikalische Substanz. Und das hat dann eher Qualitäten von guter Filmmusik als wirklicher Klassik. Max Reger ist für mich da schon eine andere Hausnummer und zwar sowohl in der orchstralen Musik wie vor allem auch in der Kammermusik. Max Reger ist sicherlich ein schwieriger Komponist, der eben deshalb auch nie wirklich "populär" werden wird. Am ehesten noch mit seinen Mozartvariationen. Aber er ist unbedingt eine Hausnummer und unser Günther ( Hörbert) schätzt ihn ja auch sehr, vor allem eben in der Kammermusik. Ich finde auch, daß Max Reger auch an sich ein gar nicht mal so schlechter Melodiker ist, nur daß er eben nicht der Mann der "big tunes" ist. Und er ist ein guter Kontrapunktiker. Von beidem sehe ich bei Resphigi gar nichts, das sind nur letzlich inhaltslose Klangorgien. Max Reger dagegen hat eben alles, Harmonik, Kontrapunkt, Melos und er ist auch an sich kein schlechter Orchestrator. Ich denke auch, daß er die Chance hat, von vielen Klassikliebhabern auch wahrgenommen zu werden, nur eben "populär", das wird er nie werden. [Beitrag von Martin2 am 16. Mrz 2016, 19:33 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#15984 erstellt: 16. Mrz 2016, 21:24 | ||||
Ich höre nur sehr wenig Klassik im Moment, es gibt auch nichts Neues bei mir und noch weniger Zeit. Heute aber eine Überraschung: Pancrace Royer (1705-1755) - Premier Livre de Pièces pour Clavecin (1746) - Christophe Rousset - ambroisie 2008. Eine delikate Sammlung von sehr expressiven Cembalo-Stücken, die alle Namen haben. "Le Vertigo" (Schwindel), "Les Tendres Sentiments" (Die zarten Gefühle) oder ein in seiner Wildheit schon fast an Prokofiev erinnernder "La Marche des Scythes". Wer wie ich etwas für Cembalo-Musik übrig hat, sollte mal ein Ohr wagen ... das ist exquisit. Auch klanglich. |
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Martin2
Inventar |
#15985 erstellt: 17. Mrz 2016, 21:07 | ||||
Bach Brandenburgische Konzerte, Consort of London, Robert Haydon Clark ( Bach Masterworks, 40 CDs, Brilliant Classics Diese Box habe ich mal für 20 Euro bei Zweitausendeins billig geschossen, aktuell kostet sie bei Amazon 80 Euro und ist dann auch kein großes Schnäppchen mehr, dann kann man sich auch denke ich gleich die Box mit den Gesamtwerken kaufen, die auch nicht teurer ist, es sei denn, die gäbe es nun auch nicht mehr, das weiß ich nicht so genau. Aus dieser Box dann die Brandenburgischen Konzerte mit dem Consort of London unter Robert Haydon Clark. Ich weiß nicht, ob das nun die allerbeste Aufnahme ist, aber ich finde sie überaus solide und höre sie sehr gerne. Die Brandenburgischen Konzerte kann man immer wieder hören, das ist einfach eine Musik von einem wirklich grandiosen Reichtum schierer Substanz. Immer wieder schön zu hören. Sehe übrigens gerade, daß die Box nicht angezeigt wird. Es ist die 40 CD Masterworksbox von Brilliant Classics. |
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Hörbert
Inventar |
#15986 erstellt: 17. Mrz 2016, 22:02 | ||||
Hallo! Mal wieder ein Abstecher in die Zeit als HiFi nocht nicht einmal als Idee existierte: Mitropoulos Interpretation von Mahlers 1. aufgenommen am 4. November 1940. Kein Klangbad für die verwöhnten Ohren eiunes eigefleischten High-Enders sondern ein seehr deutliches historisches Klangbild. MFG Günther |
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Hüb'
Moderator |
#15987 erstellt: 18. Mrz 2016, 08:16 | ||||
Hallo, ich hörte Kammermusik von Joachim Raff: Joachim Raff (1822-1882) Streichquartette Nr. 2-4, 8 Mannheimer Streichquartett 2 CDs Mannheimer Streichquartett CPO, DDD, 2006/2007 Bisher hat mich noch keine einzige Produktion mit Werken aus seiner Feder enttäuscht, so auch nicht diese Doppel-CD mit den Streichquartetten 2-4 sowie 8. Das sind meiner Ansicht nach handwerklich absolut überzeugend gemachte Werke voller Einfälle und gleichzeitig gesegnet mit unmittelbar ansprechendem, melodisch einprägsamen Notenmaterial. Interessanterweise hat Raff erst vergleichsweise Spät zum Streichquartett gefunden - sein erstes Quartett ist mit der Opuszahl 77 versehen. Zuvor dürfte er sich vorwiegend im Bereich der Klavierwerke "ausgetobt" haben. Das Mannheimer Streichquartett spielt hervorragend. Hier mal zwei Besprechungen: Klassik-heute, MusikWeb. Leider ist die Vorläufer-CD mit den Streichquartetten 6 und 7 (derzeit) bei CPO gestrichen, was ich recht inkonsequent finde, wenn man nun diese Produktion - rd. 7 Jahre nach Aufnahmeentstehung (was war da los?!) - nachschiebt. Es fehlen noch die Quartette 1 und 5 und es darf gehofft werden, dass auch die Quartette 6 und 7 eine Reinkarnation in Boxenform erfahren. Bis dahin bleibt mir nur, für die gezeigte Doppel-CD einen nachdrücklichen Kauftipp abzugeben. Viele Grüße Frank |
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Klassikkonsument
Inventar |
#15988 erstellt: 19. Mrz 2016, 03:09 | ||||
arnaoutchot
Moderator |
#15989 erstellt: 20. Mrz 2016, 10:32 | ||||
Hier eine "mittelalterliche Klangreise": Hildebrandston - Deutsche Liederbücher des 15. Jahrhunderts - Ferrara Ensemble / Crawford Young - Arcana 1991/2011. Die Frühe-Musik-Spezialisten des Ferrara-Ensembles nehmen sich Liedern des späten Mittelalters aus dem deutschen Sprachraum an. Das Spektrum ist dabei sehr vielfältig und reicht von einfachen sakralen Stücken über Sagen (Lied vom Tannhäuser) zu politischen oder klerikal-kritischen Stücken (ähnlich wie zB auch Teile der originalen "Carmina Burana"). Die "Klangreise" genannte Exploration ist sehr vielfältig und spannend und steht der hier schon von mir und Fabian vorgestellten Vertonung des Codex Chantilly des gleichen Ensembles in nichts nach. Die Klangqualität ist wie zu erwarten auf dem hohen Niveau des Labels Arcana. |
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FabianJ
Inventar |
#15990 erstellt: 20. Mrz 2016, 16:29 | ||||
Die von Dir empfohlene Aufnahme mit Michelle DeYoung und Jon Villars ist, aufgrund der Lieferzeiten, noch nicht hier eingetrudelt, dafür aber eine andere Einspielung, welche u. a. von einigen Mitgliedern des Tamino-Forums empfohlen wurde: Gustav Mahler (1860-1911) Das Lied von der Erde Solisten: Janet Baker (Alt), Waldemar Kmentt (Tenor) - Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks - Dirigent: Rafael Kubelík Aufnahme: 27. Februar 1970, Herkulessaal der Residenz in München (live) Dieser Mitschnitt ist nur wenige Jahre jünger als die von mir so geschätzte Aufnahme von Christa Ludwig und Fritz Wunderlich mit Otto Klemperer und dem Philharmonia Orchestra. Anders als bei jener Aufnahme, handelt es sich hier jedoch um einen Live-Mitschnitt. Aber was für einer! Die Gesangssolisten bewegen sich hier auf ähnlich hohem Niveau und auch die geschmackvolle Orchesterbegleitung lässt keine Wünsche offen. Die Textverständlichkeit ist an wenigen Stellen weniger deutlich wie bei der genannten Studioeinspielung und der Klang kann, wenn er für eine Live-Aufnahme von vor 46 Jahren auch gar nicht übel ist, sein Alter doch nicht völlig verbergen. Aber das sind unwesentliche Details, welche den Spaß an dieser Einspielung für mich in keiner Weise trüben konnten. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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arnaoutchot
Moderator |
#15991 erstellt: 20. Mrz 2016, 17:28 | ||||
Kenne ich leider nicht, Kubelik ist aber mit seinem 1970er Jahre Zyklus eigentlich immer eine gute Bank gewesen. Ich habe die 3. Symphonie aus dieser Reihe. Hier hab ich mal wieder was Uraltes ausgegraben: Walter Carlos - Switched-on Bach - CBS 1969. Die berühmte Platte mit Bach auf dem Moog-Synthesizer. War damals eine Sensation, ich erinnere mich noch, wie mein Vater die Platte kurz nach Erscheinen nach Hause brachte. Keiner von uns wusste, was ein Synthesizer ist, aber es klang absolut futuristisch. Der Einfallsreichtum und die immense Arbeit, die in diesem Werk steckt (das waren ja monophone Synthesizer, und jede Spur musste einzeln eingespielt werden !). Hat sich erstaunlich wenig abgenutzt, finde ich heute noch witzig und die Musik Bachs keinesfalls herabwürdigend. |
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fama1
Ist häufiger hier |
#15992 erstellt: 20. Mrz 2016, 23:10 | ||||
EKBT
Stammgast |
#15993 erstellt: 21. Mrz 2016, 00:09 | ||||
Kitoma
Ist häufiger hier |
#15994 erstellt: 21. Mrz 2016, 14:02 | ||||
Moritz_H.
Stammgast |
#15995 erstellt: 22. Mrz 2016, 09:55 | ||||
Klassikkonsument
Inventar |
#15996 erstellt: 22. Mrz 2016, 20:50 | ||||
Anscheinend praktisch nur noch im Rahmen dieser Box erhältlich: W.A. Mozart (1756 - 1791): Streichquartette Nr. 14 G-Dur KV 387 (1. Haydn- bzw. Frühlings-Quartett), Nr. 15 d-moll KV 421 (417b) (2. Haydn-Quartett) & Nr. 3 G-Dur KV 156 Talich Quartet (Calliope, 1984). Die Haydn-Quartette mit den Talichs habe ich seit längerem mal wieder hervorgekramt. Ich mag diese Aufnahmen sehr: Recht direkt & transparent. Die Interpretationen sind nicht so zackig & rauh wie bei HIP, aber sehr subtil und keineswegs spannungsarm. Kennengelernt habe ich diese Quartette mit dem Kuijken Kwartet (Denon). Die spielten dieses fleischlose Non-Vibrato, das ich gar nicht als prinzipiellen Einwand sehen würde. Aber das hallige Aufnahme-Setting in einer Kirche eliminierte eventuelle Vorteile bei der Transparenz fast vollständige. 2. Geige & Bratsche gingen oft in einer Klangsauce unter. |
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arnaoutchot
Moderator |
#15997 erstellt: 22. Mrz 2016, 21:04 | ||||
Hier Manuel de Falla - 4 piezas espanolas / Fantasia betica / El sombrero de tres picos / El amor brujo - Alicia de Larrocha - Decca 1974/1987. Spanische Klavierstücke von der Meisterin für solches Repertoire. Superb ! ... gefolgt von weiterer Klaviermusik, diesmal aus Irland: John Field - 4 Piano Sonatas - Miceal O'Rourke - Chandos 1990. Ich bin ein grosser Freund der "Nocturnes" dieses Komponisten, in der Tat gingen seine Nachtstücke den ungleich berühmteren von Chopin zeitlich voraus. Drei der vier Sonaten sind Jugendwerke, die eine blühende Fantasie und Melodienreichtum zeigen, aber etwas weniger atmosphärisch als seine Nocturnes sind. Jedenfalls sehr schöne Musik, klanglich einwandfrei. [Beitrag von arnaoutchot am 22. Mrz 2016, 22:10 bearbeitet] |
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Hüb'
Moderator |
#15998 erstellt: 23. Mrz 2016, 09:23 | ||||
Hallo zusammen, August Klughardt (1847-1902) Klavierquintett op.43 + Streichquintett op. 62 Olga Gollej, Julian Steckel, Leipziger Streichquartett MDG, DDD, 2009 Das in der Nähe von Schumanns op. 44 stehende Klavierquintett op. 43 ist ein spannendes, abwechslungsreiches Werk mit einer monumentalen Spieldauer von ca. 40 Minuten. Am Eindrucksvollsten gerät meiner Ansicht nach der rd. 16-minütige Kopfsatz, der durch herbe dynamische Sprünge gekennzeichnet ist. Die nachfolgenden Sätze sind dann etwas ruhiger und weniger spektakulär aber dennoch sehr schön anzuhören. Ähnliche Qualitäten weist das originelle Streichquintett auf, mit seinen "ungarischen" Stimmungen. Das Leipziger Streichquartett präsentiert die Werke in hervorragender Weise. In diesem Zusammenhang sei seinem (ehemaligen) Primarius ein baldiges und positives Ende seines amerikanischen Horror-Trips gewünscht! In klanglicher Hinsicht ist die MDG-CD ebenfalls gelungen, da nicht - wie manchmal bei MDG - zu hallig aufgenommen. Besprechungen im Netz: All Music, Classical Net, Klassik.com Viele Grüße Frank |
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Hüb'
Moderator |
#15999 erstellt: 23. Mrz 2016, 09:51 | ||||
Und dann war da noch Alfredo Casella: Alfredo Casella (1883-1947) Symphonie Nr.1 op.5 + Konzert für Klavier, Timpani, Percussion & Streicher op. 69 Desiree Scuccuglia, Antonio Ceravolo, Orchestra Sinfonica di Roma, Francesco La Vecchia Naxos, DDD, 2008/2009 Casella ist für mich eine der DER Entdeckungen der letzten Zeit, zeigt er doch,. wie man abseits von Avantgarde gut genießbare, abwechslungsreiche, moderne Musik mit einem hohen Grad von Eigenständigkeit komponieren konnte. Bereits seine erste Sinfonie op. 5 legt hiervon beredt Zeugnis ab. An anderer Stelle wurden die Vorzüge der entsprechenden Alternativ-Aufnahmen auf Chandos gepriesen (BBC Philharmonic Orchestra, Gianandrea Noseda). In Unkenntnis dieser Vergleichs-Einspielung vermag ich nicht zu sagen, dass mir bei der La Vecchia-Deutung irgend etwas fehlt. Hier wird frisch, mit Verve und Einsatz musiziert, so dass ich keinen Mangel empfinde. Angesichts des günstigen Naxos-Preises möchte ich die CD daher nachdrücklich empfehlen - auch über ein erstes Kennenlernen hinaus. Ganz interessant übrigens auch der Booklet-Text auf der Naxos-Homepage. Besprechungen bei Naxos sowie MusicWeb. Viele Grüße Frank |
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Klassikkonsument
Inventar |
#16000 erstellt: 23. Mrz 2016, 16:40 | ||||
E.T.A. Hoffmann schätze ich ja schon sehr. Da ist das Kennenlernen dieser Oper ja praktisch Pflicht: Jacques Offenbach (1819 - 1880): Les Contes d'Hoffmann (Oeser-Fassung) Shicoff, Murray, Serra, Plowright, Norman, van Dam u.a.; Orchester & Chor vom Opernhaus La Monnaie Brüssel; Cambreling (EMI, 1988). [Beitrag von Klassikkonsument am 23. Mrz 2016, 16:41 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#16001 erstellt: 23. Mrz 2016, 22:37 | ||||
Hier etwas Unbekanntes: Christian Joseph Lidarti (1730-1795): Violin Concertos - Francesco d'Orazio / Auser Musici - Hyperion 2007. Lidarti war ein österreichisch-italienischer Komponist der Vorklassik, der vor allem als Lehrer in Italien lebte. Seine Violinkonzerte sind strukturell und melodisch eher einfach gestrickt, aber mit sehr virtuosen Soloparts, die fast schon Paganini ein wenig vorwegnehmen. Für Freunde von Violinkonzerten sicherlich ein Tipp ! |
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Hüb'
Moderator |
#16002 erstellt: 24. Mrz 2016, 09:07 | ||||
Hallo da draußen! ich quetsche mich auch weiterhin in die Nische... Christian Sinding (1856-1941) Symphonien Nr.1 & 2 Radio-Philharmonie Hannover des NDR, Thomas Dausgaard CPO, DDD, 97/99 In meiner Erinnerung bin ich einem Fehler aufgesessen, wähnte ich doch mich an die Existenz mehrerer Produktionen der vier Sinfonien von Christian Sinding zu erinnern. Tatsächlich gibt es scheinbar lediglich jeweils zwei CDs auf CPO sowie Finlandia (bzw. Zweitverwertung auf dem Warner-Sublabel Apex). Die erste Sinfonie ist viersätzig und in der Haupttonart d-Moll gehalten. Die Spieldauer in der vorliegenden Aufnahme liegt bei recht langen 40 Minuten. Das Werk erinnert in seiner düsteren Schwermut ein wenig an Brahms (insofern passt das Covergemälde - Johann Christian Clausen Dahl "Vor der norwegischen Küste" - insbesondere zur 1. Sinfonie sehr gut). Auch die Dramatik der Sinfonie weist in diese Richtung. Die deutlich kürzere zweite Sinfonie (30 Minuten) ist dreisätzig. Diese Komposition erscheint deutlich lichter (Haupttonart D-Dur) und unterscheidet sich von der Atmosphäre her doch sehr stark vom Erstling. Wundervoll gelingen Sinding bspw. einige herrlich kammermusikalische Stellen und hier insbesondere die Übergänge zwischen einzelnen Instrumenten bzw. Instrumentengruppen (bspw. 2. Satz Allegro moderato bei etwa 2:30/2:40). Beiden Sinfonien gemeinsam ist, dass sie bei mehrmaligem Hören durchaus Wiedererkennungswert haben und ein gewisses "Hitpotenzial" mitbringen. Manche Passagen bleiben sehr gut im Gedächtnis. Dies erscheint mir durchaus ein Qualitätsindikator, den nicht jedes abseitige Werk vorweisen kann. Thomas Dausgaard, der mit seinen Einspielungen für BIS längst im Kernrepertoire angekommen ist und hier Erfolge vorzuweisen hat, liefert IMHO mit dem Orchester aus Hannover eine untadelige Leistung. Die CD ist mit einer Spieldauer von ca. 70 Minuten gut gefüllt und das Klangbild der CD ist sehr guter Rundfunkstandard (Aufnahme im großen Sendessaal des Landesfunkhauses des NDR in Hannover), könnte jedoch im Falle der 1. Sinfonie ein wenig brillanter sein. Besprechungen: Klassik heute, Classics today, MusicWeb. Viele Grüße Frank [Beitrag von Hüb' am 24. Mrz 2016, 09:14 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#16003 erstellt: 24. Mrz 2016, 13:51 | ||||
Gestern neu gehört: Claude Debussy La chute de la maison Usher (The Fall of the House of Usher) Arr. & Orchestration: Andrew Powell ungenanntes Orchester Ltg.: Eric Katz, Jack Rothstein Engineering consultant Gordon Parry [Decca] (A) Kingsway Hall 08/11.1975 "versteckt" und mit falschen Komponistenangaben (Tr. 6-10) auf The Alan Parsons Project Tales Of Mystery And Imagination Mercury, 1976-87 s.a. "https://en.wikipedia.org/wiki/La_chute_de_la_maison_Usher_%28opera%29" und Deutschlandradio Kultur 23.03.2015 deutschlandradiokultur.de begegnungen-mit-juan-allende-blin-kriminalistische-suche Begegnungen mit dem Komponisten Juan Allende-Blin (5/6) Rekonstruktion einer Oper: Debussys "La chûte de la Maison d'Usher" Frank Schneider und Rainer Pöllmann im Gespräch mit Juan Allende-Blin
mehr unter: Komponisten Debussy [Beitrag von op111 am 24. Mrz 2016, 18:25 bearbeitet] |
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arnaoutchot
Moderator |
#16004 erstellt: 24. Mrz 2016, 14:02 | ||||
Das ist ja interessant, wusste ich nicht. Ich hatte mich bei dieser Parsons-Platte allerdings schon immer über die recht hochwertige Komposition gewundert, die weit über den sonst in der progressiven Rock-Musik eher untermalenden Einsatz von Symphonieorchestern hinausging. Nur gut, dass die Herren Parsons oder Powell (mW) keine Doktortitel tragen, sonst wären diese jetzt wegen Plagiatsvorwürfen gefährdet ... |
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op111
Moderator |
#16005 erstellt: 24. Mrz 2016, 14:24 | ||||
Ja mit den Urheberrechten wurde (nicht nur) damals recht lax umgegangen, wenn ich da an Bombay Calling/Child in Time, Knife Edge /Sinfonietta, Earthband-Questions/Schubert D. 899-Nr. 3 denke. Bei einigen hat man das in späteren Ausgaben korrigiert - bei Parsons m.W. bislang nicht. |
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cello_perfekt
Hat sich gelöscht |
#16006 erstellt: 24. Mrz 2016, 14:56 | ||||
Finde ich auch total spannend deinen Hinweis. Danke. Die Tales Of Mystery And Imagination gehört bei mir schon seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire und ich war wie Michael ebenso verwundert über die Komplexlität der klassischen Begleitung, habe mir aber nie die Frage gestellt, ob es wohl geklaut worden ist. So leichtgläubig bin ich da herangegangen, dass mir dies nicht in den Sinn gekommen ist. Chapeau [Beitrag von cello_perfekt am 24. Mrz 2016, 14:57 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#16007 erstellt: 24. Mrz 2016, 15:04 | ||||
Hallo zusammen, kommerzielle Aufnahmen von "La chute de la maison Usher" scheinen nicht mehr im Handel zu sein. Die Aufnahme La chute de la maison Usher (in the reconstruction by Juan Allende-Blin) Jean-Philippe Lafont, François Le Roux, Christine Barbaux, Pierre-Yves le Maigat, Monte Carlo Philharmonic Orchestra, conducted by Georges Prêtre (EMI, 1984) scheint die EMI gestrichen zu haben - den Orchesterstücke daraus, dirigiert von Georges Prêtre, ebenso. Der DVD der Orledge-Fassung scheint es ebenso ergangen zu sein. [Beitrag von op111 am 24. Mrz 2016, 15:05 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#16008 erstellt: 24. Mrz 2016, 15:38 | ||||
And now for something completely different ... vom hohen "noch hören"-Stapel Wolfgang Rihm (geb. 1952) Dis-Kontur für großes Orchester Lichtzwang - Musik für Violine & Orchester; Sub-Kontur für großes Orchester Janos Negyesy, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Sylvain Cambreling, (Dis..) Ernest Bour Hänssler, ADD/DDD, 1976-2002 (Dis-Kontur / cambreling) Unbedingt hörenswert. Gleich das sauberst aufgenommene solistische Schlagzeug (ca. 4 min) in "Dis-Kontur" dürfte alle Mitbewohner und ggf. auch Nachbarn alarmieren. Ein angenehmer Anlaß, mal wieder den oberen Pegelbereich der Anlage auszureizen. Ich erlaube mir, Günther zu zitieren:
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op111
Moderator |
#16009 erstellt: 24. Mrz 2016, 18:24 | ||||
Dualplattenspieler
Inventar |
#16010 erstellt: 25. Mrz 2016, 09:59 | ||||
Sie ist gerade auf Promo Tour für ihr neues Album und ich kann beides nur empfehlen Anna Vinnitskaya - Bach-Brahms Eigentlich wollte ich keine Klassik mehr kaufen da ich ziemlich zufrieden mit meinem Sammlungsstand bin, aber die junge Anna hat mich schon mit ihrem Schostakowitsch Album überzeugt, nun also noch einmal solo. Liegts an dem bleibenden Eindruck ihrer Bühnenpräsenz (ist die süss ), oder an der Tatsache, dass sie ihre Ausbildung in meiner Heimatstadt abschloss oder aber doch an ihrer vollkommen unprätentiösen Darbietung der linkshändigen Charconne |
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FabianJ
Inventar |
#16011 erstellt: 25. Mrz 2016, 11:47 | ||||
Wie fast in jedem der letzten Jahre steht von Gründonnerstag bis Karsamstag in meinen vier Wänden wieder Orlando di Lasso auf dem Programm: Orlando di Lasso (1532-1594) Hieremiae Prophetae Lamentationes, Vendredi Saint (Die Klagelieder Jeremias, Karfreitag) Ensemble Vocal Européen de la Chapelle Royale, Philippe Herreweghe (Leitung) Falls ich noch die Zeit dafür finde, möchte ich nachher auch wieder Haydns „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze" anhören. Natürlich in der Einspielung mit Le Concert des Nations und Jordi Savall. Vielleicht hole ich mir davon auch mal die Streichquartett-Fassung. Das wäre dann meine erste CD mit Quartetten von Haydn... Ein schönes und besinnliches Osterwochenende Euch allen! Fabian |
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Klassikkonsument
Inventar |
#16012 erstellt: 25. Mrz 2016, 16:32 | ||||
Von Orlando habe ich noch immer nichts in meiner Sammlung. Generell ist Alte Musik da immer noch schwach vertreten. Aber irgendwann mag sich das nochmal ändern.
Das mach ich jetzt mal, allerdings mit dem Concentus musicus Wien, Arnold Schoenberg Chor & Nikolaus Harnoncourt (Teldec / elatus, 1992 / 2003): Eine der 3 Aufnahmen, die ich von Harnoncourt habe (sonst noch die beiden g-moll-Sinfonien von Mozart mit dem Concertgebouw & die Monteverdi-Opern aus Zürich). Werk & Aufnahme gefallen mir spontan ganz gut. Komisch, dass ich das noch nicht häufiger gehört habe.
Da liegt mir nur die Aufnahme vom Buchberger Quartett (Brilliant, 2006) vor: Auch bislang kaum gehört. Wenn ich mich recht entsinne, zum Kennenlernen nicht schlecht, aber es gibt wahrscheinlich bessere Aufnahmen.
Dir auch! |
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Klassikkonsument
Inventar |
#16013 erstellt: 26. Mrz 2016, 00:26 | ||||
Eben besagte Buchberger-Aufnahme gehört. Generell hatte ich die Haydn-Aufnahmen der Buchbergers als nicht so transparent in Erinnerung. Aber nun hatte ich hier den Eindruck, dass es doch geht. Sie sind keine Intonationskönige & andere Interpretationen sind wahrscheinlich subtiler, aber ich finde sie ok. |
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Pilotcutter
Administrator |
#16014 erstellt: 26. Mrz 2016, 12:01 | ||||
Anlässlich des Todes von Harnoncourt schrieb ich schon einmal, dass er, zusammen mit dem Arnold Schönberg Chor, bei Vokalwerken oft meine erste Wahl ist. Die Teldec/Warner Aufnahmen sind technisch kaum zu übertreffen und die Chorartikulation äußerst präzise. Ich habe eben ebenfalls deutschsprachiges Vokalwerk gehört: Franz Schubert Deutsche Messe D. 872 Wiener Kammerchor Wiener Orpheus Orchester Johannes Prinz Ebenfalls eine technisch brillante Aufnahme mit einer sehr gut eingefangenen Chorartikulation (worauf ich viel Wert lege). Die Aufnahmen der Majors sind oft großangelegte Aufführungen, wo selbige oft in einem großen Orchesterpart untergeht. Da die Deutsche Messe von schlichter eingängiger Melodik und gleichmäßiger Rhythmik geprägt ist, bedarf es hier keines großen Orchester Aufgebots. Die Messe gleicht einem Gemeindegesang und deutlich erkennbar wird, dass ihr Schöpfer seinen Weltruhm insbesondere als Liedkomponist errungen hat. Der Text ist ja bekanntermaßen von Johann Philipp Neumann. Gruß. Olaf |
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op111
Moderator |
#16015 erstellt: 26. Mrz 2016, 12:30 | ||||
Vom Stapel ungehörter Aufnahmen: Alberto Ginastera (1916-1983) Orchesterwerke Vol.1 Symphonische Pastorale Nr. 3 op. 24 "Pampeana"; 3 Symphonische Sätze op. 17 "Ollantay"; Estancia-Ballett op. 8 Lucas Somoza Osterc, BBC Philharmonic Orchestra, Juanjo Mena Chandos, DDD, 2015 Ton: Stephen Rinker u.a.
Dem Text kann ich nur zustimmen. Ginastera war mir nur vage durch sein Harfenkonzert bekannt. Diese Produktion ist neben der abwechslungsreichen Musik auch wegen ihrer Klangqualität ein reines Vergnügen. |
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FabianJ
Inventar |
#16016 erstellt: 27. Mrz 2016, 21:56 | ||||
Bezüglich Ginastera hat Naxos einige äußerst hörenswerte CDs im Sortiment, etwa die beiden Cellokonzerte oder die beiden frühen Balette Panambí und Estancia, welche er noch in seiner frühen, noch stark von Bartók und Strawinski beeinflussten Phase geschrieben hat. Auch Popol Vuh, eine leider unvollendet gebliebene Vertonung des Schöpfungsmythos der Maya, hat mir sehr gefallen. Was diesen Komponisten betrifft, gibt es aber auch für mich noch vieles, was ich noch nicht angehört habe. Im Moment höre ich mir aber etwas gänzlich anderes an: Jan Dismas Zelenka (1679-1745) Litaniae de Sancto Xaverio ZWV 156 Solisten: Hana Blažíková (Sopran), Lucile Richardot (Alt), Kamila Mazalová (Alt), Václav Čížek (Tenor), Stephan MacLeod (Bass) - Chor: Collegium Vocale 1704, Orchester: Collegium 1704 - Leitung: Václav Luks Mit ihren bisherigen Veröffentlichungen hat dieses Ensemble bewiesen, dass es die erste Adresse ist, wenn es um die geistliche Musik von Zelenka geht. So ist es auch hier. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass andere Ensembles wie Ensemble Inégal mit den Prager Barocksolisten tolle Einspielungen der Sakralmusik dieses Komponisten veröffentlicht haben. Mit freundlichem Gruß Fabian |
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Klassikkonsument
Inventar |
#16017 erstellt: 28. Mrz 2016, 02:42 | ||||
Ozone
Inventar |
#16018 erstellt: 28. Mrz 2016, 03:05 | ||||
Klassikkonsument
Inventar |
#16019 erstellt: 28. Mrz 2016, 16:45 | ||||
Pilotcutter
Administrator |
#16020 erstellt: 28. Mrz 2016, 17:02 | ||||
'n Abend Jörg. Wenn du das 4. Beethoven KK magst, empfehle ich einmal die Einspielung von Daniel Harding und Maria J. Pires mit dem Swedish RSO dir anzuhören. Eine sehr akzentuierte Einspielung und ganz besonders was den Cellopart im Rondo (3. Satz) angeht. Sehr verspielt und "mal was anderes". Da ich während des Osterurlaubs wieder einmal den Plattenladen meines Vertrauens in Lübeck konsultiert habe, läuft hier gerade eine sehr feine Einspielung der - eben gehörten 1. Sinfonie - und jetzt der Serge Rachmaninoff Sinfonie Nr. 2 e-moll op. 27 London Philharmonic Orchestra Walter Weller Decca 1976/1986 Ich bin (mal wieder) ausnahmslos angetan von der Decca DMM Aufnahmequalität. Die Platten sind in absolut einwandfreiem Zustand und die Aufnahme ist fast konkurrenzlos in meinem Plattenschrank, was eine Analogaufnahme angeht. Die Interpretationen scheinen mir sehr geradlinig zu sein, wobei mich die 1. Sinfonie ab dem ersten Ton und Takt umgehend an sein 2. oder 3. Klavierkonzert erinnerte. Sie ist außerdem sehr dynamisch und war mir bis dato nicht bekannt. Die 2. Sinfonie ist mir teils bekannter aber ehrlich gesagt sind mir die Rachmaninoff Sinfonien kaum geläufig. Gruß. Olaf [Beitrag von Pilotcutter am 28. Mrz 2016, 17:04 bearbeitet] |
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op111
Moderator |
#16021 erstellt: 29. Mrz 2016, 17:10 | ||||
Hallo zusammen,
die abgebildete Box hatte ich in den 1980ern ebenfalls. Damals war die Pressqualität noch ok, später hieß die Vorgabe der Firmen anscheinend Masse statt Klasse, extrem gefüllte Seiten (z.T. weit über 30min) , niedriger Pegel und hohe Stückzahlen/Matritze ruinierten den Ruf der LP. |
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op111
Moderator |
#16022 erstellt: 29. Mrz 2016, 17:23 | ||||
Nach Ginastera eine weitere Neuentdeckung. Gabriel Pierne (1863-1937) Orchesterwerke Vol.2 Paysages franciscains op. 43; Les Cathedrales; Scherzo-Caprice op. 25; Poemy symphonique op. 37; Fantaisie-Ballet op. 6; Nocturne en forme de vals op. 40 Nr. 2; Etude de concert op. 13 Jean-Efflam Bavouzet, BBC Philharmonic Orchestra, Juanjo Mena Chandos, DDD, 2014, Ton: Stephen Rinker Gabriel Pierne war, obwohl jünger, ein wenig konservativer als Debussy - der Einfluß seiner Lehrer wie z.B. Franck, Massenet ist hörbar. Eine lohnenswerte Neuentdeckung in einer auch klanglich hervorragenden Produktion. @FabianJ Danke für den Hinweis. Das bleibt nicht meine einzige Ginastera-CD. |
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op111
Moderator |
#16023 erstellt: 30. Mrz 2016, 17:23 | ||||
Bei mir ist die CD-Box aus dem Sonderangebot inzwischen ebenfalls eingetroffen. Die Klangqualität ist über weite Strecken der gesamten Box ziemlich unterirdisch und bleibt weit hinter den 1940er-Aufnahmen mit Mengelberg/Furtwängler oder Toscanini zurück. [Beitrag von op111 am 31. Mrz 2016, 14:44 bearbeitet] |
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